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Wochenblatt VG Montabaur

Nr. 13/2007

Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb

Verschiebung der Abfuhrtermine

wegen Ostern 2007 sowie Schließung

der Hausmülldeponien Meudt und Rennerod

am Karsamstag, dem 07.04.2007

“Wegen Karfreitag (06.04.07) und Ostermon­tag (09.04.07) verschiebt sich die wöchentliche Müll- bzw. Wertstoffentsorgung in allen Gemeinden des Westerwaldkreises wie folgt: a) Verschiebung wegen Karfreitag:

Wegen Karfreitag (06.04.07) werden in der Woche vom 02.04.07 - 06.04.07die Biotonnen, die Müll- bzw. Wertstoffgefäße oder gelbe “DSD-Säcke" jeweils einen Tag vorher entleert bzw. abgeholt, d.h. anstatt freitags bereits donnerstags, anstatt donners­tags mittwochs, anstatt mittwochs dienstags, anstatt dienstags montags und anstatt montags bereits am Samstag, dem 31.03.2007.

Die jeweilige Abfuhrart ist dem Müllkalender 2007 zu entnehmen.

b) Verschiebung wegen Ostermontag:

Wegen Ostermontag (09.04.07) findet die Entleerung der Biotonnen, der Müll- bzw. Wertstoffgefäße oder Abholung der gelben DSD-Säcke in der Woche vom 09.04.07-14.04.07 jeweils einen Tag später statt, d.h. anstatt montags erst dienstags, anstatt dienstags erst mittwochs usw.

Die jeweilige Abfuhrart ist dem Müllkalender 2007 zu entnehmen.

Des weiteren bleiben die beiden Hausmülldeponien des Westerwaldkrei­ses in Meudt und Rennerod am Karsamstag (07.04.2007) geschlossen.

a Die Verwaltung informiert

Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur

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Beraten und Beschlossen

Informatives aus der Sitzung des Verbandsgemeinderates der Verbandsgemeinde Montabaur vom 22. März 2007

Am Donnerstag, dem 22. März 2007, tagte unter Leitung von Bürgermei­ster Edmund Schaaf der Rat zum ersten Mal in diesem Jahr. Die Sitzung fand im Dorfgemeinschaftsraum der Elberthalle in Niederelbert statt. Neben anderen wichtigen Punkten beriet der Rat insbesondere über den Bau einer Sauna-Anlage am Mons-Tabor-Bad - Studie belegt: Sauna würde Verlust bringen, der Verbandsgemeinderat lehnt daher den Bau einer Sauna gegenwärtig ab -

Der Verbandsgemeinderat Montabaur beschloss, dass die Verbandsqe- meinde Montabaur bis auf weiteres davon absieht, am Mons-Tabor-Bad eine Sauna zu bauen.

Schon bei der Planung der Sanierung und Modernisierung des Bades im Jahr 1996 wurden Überlegungen angestellt, eine Sauna zu bauen. Damals bereits ergab eine Studie, dass die Sauna keinen Überschuss, sondern einen Verlust erbringen würde. Man sah deshalb davon ab, eine Sauna zu bauen. Im Jahr 2002 wurden - aufgrund von Planungen einer Privat­firma - konkrete Überlegungen zum Bau einer Sauna angestellt. Der Werk­ausschuss hatte sich seinerzeit mehrheitlich für ein solches Vorhaben ausgesprochen. Zu diesem Zeitpunkt wurde überraschend die Wester­waldkaserne geschlossen. Es gab eine Reihe von Ideen über die zukünf­tige Nutzung der Westerwaldkaserne. Eine davon beinhaltete die Nutzung als Freizeitpark. Der Verbandsgemeinderat beschloss deshalb abzuwar­ten und den Bau der Sauna zurückzustellen, weil die Verwirklichung die­ser Idee die Investition der Verbandsgemeinde am Mons-Tabor-Bad mög­licherweise zu einer Investitionsruine gemacht hätte.

Da sich die Idee der Nutzung der Westerwaldkaserne nicht weiter ver­dichtete, griff die SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat die Idee aus dem Jahr 2002 wieder auf und forderte im Jahr 2006, nun eine Sauna zu bau­en. Grundlage sollten die Pläne aus dem Jahr 2002 sein. Diese umfas­sten zwei Varianten - eine „kleine Lösung“ (Kosten: 1.341.000 €) und eine große Lösung (Kosten: 1.951.000 €).

Bürgermeister Edmund Schaaf vertrat in den Beratungen im Werkaus­schuss die Auffassung, man könne über eine Investition dieser Größen­ordnung nicht nach dem „Prinzip Hoffnung“ entscheiden. Vielmehr bedür­fe es einer fundierten Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durch eine unab­hängige Institution. Der Werkausschuss beauftragte daraufhin den Deut­schen Saunabund, eine Studie über die voraussichtlichen Betriebser­gebnisse einer Sauna in Auftrag zu geben. Der Deutsche Saunabund ver­fügt über fundierte Marktkenntnisse und Informationen über den Ein­zugsbereich und die Frequentierung entsprechender Angebote durch die Bevölkerung. Es wurden u. a. folgende Fragen untersucht:

- Wie groß ist der Einzugsbereich einer Sauna, d. h. aus welchen Ent­fernungen ist mit Saunagästen zu rechnen?

- Wie häufig kommen erfahrungsgemäß die Gäste aus den jeweils defi­nierten Einzugsbereichen zum Saunabesuch?

- Welche Einnahmen können aus dem Betrieb der Sauna erzielt werden?

- Wie hoch sind die Kosten der Bewirtschaftung einer Sauna?

Der Deutsche Saunabund hat für seine Untersuchungen die Kosten der Planungen aus dem Jahr 2002 unverändert übernommen.

Er hat dabei nicht nur die „kleine Lösung“ (Kosten: 1.341.000 €) und die „große Lösung“ (1.951.000 €) hinsichtlich der o. g. Fragen untersucht, sondern dabei auch die sich abzeichnenden Veränderungen in der Sau­nalandschaft im Einzugsbereich berücksichtigt. In der günstigsten Betrach­tung ging man davon aus, dass keines der im Umland geplanten Sauna­projekte verwirklicht werde. Die ungünstigste Annahme basiert darauf, dass alle in der Umgebung geplanten Saunabauten und Erweiterungen realisiert werden. Die kleine Lösung wurde in jeder Hinsicht als finanziell nicht zu verantworten bezeichnet, weil sie zu unattraktiv sei. Für die „große Lösung“ prognostizierten die Gutachter im günstigsten Fall einen Verlust von 146.000 € pro Jahr, im ungünstigsten Fall von 332.000 € jährlich. Für die SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat forderte deren Vorsitzen­der Jürgen Kronjäger gleichwohl, die Planungen zum Bau einer Sauna am Mons-Tabor-Bad einzuleiten und die erforderlichen Planungsmittel bereitzustellen. Seine Fraktion verspreche sich von einer Sauna eine deut­liche Attraktivitätssteigerung des

Mons-Tabor-Bades. Aber auch für die Stadt und Verbandsgemeinde Mon­tabaur und die gesamte Region erwarte man durch eine Sauna eine Auf­wertung, auch für den Fremdenverkehr und die Beherbergungsbetriebe. Er habe - so Jürgen Kronjäger - den Eindruck, dass sich die Verwaltung hinter den Risiken verstecke. Hier sei der Mut gefordert, der z. B. bei den Investitionen um den ICE-Bahnhof bewiesen worden sei. Außerdem kön­ne man ja versuchen, die Kosten zu senken und evtl, auch private Part­ner „ins Boot zu holen“.

Für die CDU-Fraktion erklärte deren Obmann im Werkausschuss Walter Schmidt, seine Fraktion halte die wirtschaftlichen Risiken für zu hoch. Wenn der Deutsche Saunabund schon für den günstigsten Fall ein Defi­zit prognostiziere, müsse man berücksichtigen, dass eine Sauna eine mehrjährige Anlaufzeit benötige, bevor sie sich „durchgesetzt“ habe. Es wären mehrere hunderttausend Euro Verlust aus dem Haushalt der Ver­bandsgemeinde Montabaur zu finanzieren. Walter Schmidts Fazit: „Das können wir uns nicht leisten.“

Franz-Josef Eschenauer (FWG) berichtete, er sei persönlich stets für den Bau einer Sauna am Mons-Tabor-Bad gewesen, habe seine Meinung aber revidieren müssen, als er die Studie des Deutschen Saunabundes aus­gewertet habe. Die Kosten dafür seien zu hoch.

Antonius Schnee (SPD) warb für den Bau einer Sauna, weil dies ein die Gesundheit und den Freizeitwert förderndes Angebot für die Bevölkerung der Verbandsgemeinde Montabaur sei.

Bürgermeister Edmund Schaaf betonte, er wäre für den Bau einer Sau­na, wenn man diese ohne Verlust betreiben könne, weil das Mons-Tabor- Bad dadurch attraktiver würde. Man könne aber seines Erachtens eine Investition dieser Größenordnung und die sich daraus ergebenden Fol­gekosten nicht verantworten, ohne sorgfältig abzuwägen. Die Annahmen der Studie des Deutschen Saunabundes habe niemand widerlegt. Außer dem sei die Entwicklung der Energiekosten ein weiterer Risikofaktor. Eine Sauna wäre zwar eine Attraktivitätssteigerung, gehöre aber nicht zu den notwendigen Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Man könne diese Inve- stitionsentscheidung nicht mit den Planungen am ICE-Bahnhof verglei-