Montabaur
bis 16.00 Uhr sowie freitags von 08.00 bis 12.30 Uhr) öffentlich aus.
Montabaur, 09.12.1997 Stadt Montabaur (S.)
gez. Dr. Possel-Dölken, Bürgermeister
Hinweis
Satzungen, die unter Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften dieses Gesetzes oder aufgrund dieses Gesetzes zustande gekommen sind, gelten ein Jahr nach der Bekanntmachung als von Anfang an gültig zustande gekommen. Dies gilt nicht, wenn
1. die Bestimmungen über die Öffentlichkeit der Sitzung, die Genehmigung, die Ausfertigung oder die Bekanntmachung der Satzung verletzt worden sind, oder
2. vor Ablauf der in Satz 1 genannten Frist die Aufsichtsbehörde den Beschluß beanstandet oder jemand die Verletzung der Verfahrens- oder Formvorschriften gegenüber der Gemeindeverwaltung unter Bezeichnung des Sachverhalts, der die Verletzung begründen soll, schriftlich geltend gemacht hat.
Hat jemand eine Verletzung nach Satz 2 Nr. 2 geltend gemacht, so kann auch nach Ablauf der in Satz 1 genannten Frist jedermann diese Verletzung geltend machen (§ 24 Abs. 6 der Gemeindeordnung von Rheinland-Pfalz (GemO) in der Fassung vom 31. Januar 1994 (GVBI. S. 153)).
Stadtrat tagte am 20. November 1997
Bericht des Bürgermeisters
Nach den Aussagen von Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken verzögere sich die Fertigstellung der Tiefgarage Süd um ca. 3 bis 4 Wochen. Einem Unternehmen mußte der Auftrag für die Estricharbeiten entzogen werden. Er hoffe nun, die Tiefgarage Süd Anfang Januar 1998 in Betrieb nehmen zu können.
Verpfiichtung/Verabschiedung eines Ratsmitgliedes
Als neues Ratsmitglied begrüßte Bürgermeister Dr. Paul Possel- Dölken Rosemarie Paffhausen (CDU) in der Mitte des Stadtrates. Per Handschlag verpflichtete er das neue Ratsmitglied zu Verschwiegenheit und Treue (§§ 20 und 21 GemO).
Rosemarie Paffhausen (CDU) war für das ausgeschiedene Ratsmitglied Christoph Marx (CDU) in den Stadtrat nachgerückt. Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken dankte Christoph Marx, der über 13 Jahre lang Mitglied des Stadtrates war und in einigen Ausschüssen mitgearbeitet hatte, für sein ehrenamtliches Engagement und überreichte ein Abschiedsgeschenk.
Nachwahl von Ausschußmitgliedern
Das Ausscheiden von Christoph Marx wirkte sich auch auf die Nachbesetzung der Ausschüsse des Stadtrates aus. Mit 25 Ja- Stimmen und 1 Enthaltung wählte der Stadtrat folgende Personen zu Mitgliedern und stellvertretenden Mitgliedern verschiedener Ausschüsse:
Ausschuß: Rechnungsprüfungsausschuß, Mitglied: Joachim Burth, stellvertretendes Mitglied: Rosemarie Paffhausen. Ausschuß: Bauausschuß, stellvertretendes Mitglied: Rosemarie Paffhausen (für Jochen Keil), Paul Rickes (für Josef Simon). Ausschuß: Bewertungskommission »Fassadenwettbewerb«, Mitglied: Paul Rickes.
Ausschuß: Kulturausschuß, Mitglied: Rosemarie Paffhausen, stellvertretendes Mitglied: Klaus Frischbier.
Änderung des Bebauungsplanes »Altstadt I«
Einstimmig (23 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen) beschloß der Stadtrat, den Bebauungsplan »Altstadt I« so zu ergänzen, daß Vergnügungsstätten aller Art insgesamt ausgeschlossen werden und Schank- und Speisewirtschaften nur noch ausnahmsweise zulässig sind. Der Stadtrat stimmte der Änderung des Bebauungsplanes zu und beschloß die Durchführung der vorgezogenen Bürgerbeteiligung und die Einleitung des Beteiligungsverfahrens der Träger öffentlicher Belange.
Durch'diesen Beschluß will der Rat das Planungsgebiet »Altstadt I« an die Rechtslage anpassen, die auch für die umgebenden Bereiche (westlicher Teil der Bahnhofstraße (Bebauungsplan »Altstadt II«), Bebauungsplan »Rathauspassage«, östlicher Teil der Bahnhofstraße und Kernbereich der Altstadt) gilt.
Vertrag über die Wartung und Instandhaltung der Straßenbeleuchtungsanlagen
Einstimmig (27 Ja-Stimmen) erteilte der Stadtrat den Auftrag zur Wartung und Instandhaltung der Straßenbeleuchtungsanlagen im Stadtbereich und in den Stadtteilen an eine in Selters ortsansässige Firma zum Wartungspreis von 22 DM pro Leuchte.
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Nr. 51/97
Dem Vertragsentwurf in der vorgelegten Form wurde zugestimmt. Der Ratsbeschluß vom 26.06.1997, das Vertragsverhältnis mit dem bisherigen Wartungsunternehmen fortzuführen, wurde aufgehoben, nachdem eine Ausschreibung einen günstigeren Preisspiegel ergab.
Stadtentwicklung Montabaur GmbH-Jahresabschluß 1996
Dem Jahresabschluß 1996 der Stadtentwicklung Montabaur GmbH stimmte der Stadtrat mit 23 Ja-Stimmen und 2 Nein-Stimmen in der vorgelegten Form zu.
Das Ergebnis des Jahresabschlusses zum 31.12.1996, abschließend mit einem Bilanzverlust von 658.023,23 DM sowie einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 558.023,23 DM und einer Bilanzsumme von 12.322.694,67 DM, wurde festgestellt.
Der im Geschäftsjahr 1996 entstandene Jahresüberschuß 178.309,22 DM wird zusammen mit dem Verlustvortrag von 836.322,45 DM auf die neue Rechnung vorgetragen.
Die Geschäftsführer, Dr. Paul Possel-Dölken und Dr. Paul Hütte, wurden entlastet.
Nachtragshaushaltssatzung und Nachtragshaushaltsplan der Stadt Montabaur für das Haushaltsjahr 1997 Eckdaten im Vergleich
Verwaltungshaushalt
Haushalt 1997.25.970.000 DM
erhöht/vermindert um.+ 1.013.000 DM
Nachtragshaushalt 1997.26.983.000 DM
Vermögenshaushalt
Haushalt 1997.13.008.600 DM
erhöht/vermindert um.- 2.188.600 DM
Nachtragshaushalt 1997.10.820.000 DM
Kreditaufnahme
Haushalt 1997.1.274.000 DM
erhöht/vermindert um.- 1.274.000 DM
Nachtragshaushalt 1997.0 DM
Verpflichtungsermächtigurigen
Haushalt 1997.1.470.000 DM
erhöht/vermindert um.+ 431.000 DM
Nachtragshaushalt 1997.1.901.000 DM
freie Finanzspitze
Haushalt 1997.552.000 DM
erhöht/vermindert um.+ 615.000 DM
Nachtragshaushalt 1997.1.167.000 DM
In seiner Haushaltsrede ging Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken auf den Anstieg der Einnahmen beim Verwaltungshaushalt aus Steuereinnahmen, Gebühren, Konzessionsabgaben und inneren Verrechnungen ein. Dabei stellte er besonders den erfreulichen Anstieg der Gewerbesteuer heraus. Nach Gewerbesteuereinnahmen von 9,5 Mio. DM in 1994, 8,7 Mio. DM in 1995 und 11,2 Mio. DM in 1996 zeige das Zwischenergebnis nun 11,7 Mio. DM, also ein Plus von 500.000 DM. Die Stabilisierung der Gewerbesteuer auf einem ganz guten Niveau wertete er als Erfolg der Wirtschaftsförderungspolitik der Stadt in den letzten Jahren. Bei den Ausgaben seien wegen der erhöhten Einnahmen natürlich auch erhöhte Umlagen an Land, Kreis und Verbandsgemeinde zu zahlen. Erfreulich wirke sich aber die Erstattung der Personalkostenanteile der Kindergärten an die Stadt Montabaur aus, die der Kreis aufgrund des Gerichtsurteiles des OVG Koblenz leisten müsse.
Der Haushalt im Vermögenshaushalt sei wie immer eine Anpassung an den Jahresverlauf. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt könne deutlich um 845.000 DM auf insgesamt 1,35 Mio. DM angehoben werden. Im Vermögenshaushalt wurden die Ausgaben um ca. 2 Mio. DM auf 10,82 Mio. DM gekürzt, wobei 7 Mio. DM durchlaufende Gelder der Stadtentwicklung GmbH seien. Investitionen wurden auf ca. 3,8 Mio. DM zurückgefahren und einige Maßnahmen auf andere Haushaltsjahre verschoben. Erfreut zeigte sich Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken darüber, daß die Stadt keine neuen Schulden machen werde und die vorgesehene Kreditaufnahme von 1,274 Mio. DM auf Null herabsetzen konnte. Damit sei eine wichtige Konsolidierung erreicht und die Stadt könne sich damit den Gestaltungsspielraum für die nächsten Jahre bewahren. Er bezeichnete den Nachtragshaushaltsplan als eine solide Basis für die gegenwärtige Situation und für die Weiterentwicklung der Stadt.
Für die CDU-Fraktion signalisierte Dr. Hermann Jacoby und für die SPD-Fraktion Karl-Heinz Bächer die Zustimmung und sprachen der Verwaltung Dank für das vorgelegte Zahlenwerk aus.

