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Montabaur

Nr. 47/97

Alle Jahre wieder...

gelingt es dem Bauhof der Stadt Montabaur, die Fußgängerzone mit großen und schönen Tannenbäumen zu schmücken. Viel Aufwand wird hierfür betrieben. Kritisch werden vor Ort zahlreiche geeignete Exemplare begutachtet. Nur die schönsten werden genommen. Diese wiederum müssen vorsichtig geschnitten und transportiert werden, bevor sie an ihrem Zielortder Fußgänger­zone - unbeschädigt aufgestellt werden können.

Besonderer Aufwand wird jedoch mit dem größten Exemplar vor dem Rathaus betrieben. Hierzu wird extra ein Kranwagen genom­men, der es ermöglicht, diesen schweren Baum zu handhaben. Aufgrund des guten Zweckes hat in diesem Jahr die Fa. Böckling freundlicherweise diese Aufgabe übernommen... wie man sieht mit gutem Erfolg, denn der Baum vor dem Rathaus ist wieder einmal ein wahres Prachtexemplar.

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Obstbäume fit für den Winter machen

Naturpark Nassau gibt Tips

Es läßt sich kaum noch leugnen. Die kalte Jahreszeit hat auch unseren Raum erobert. Frostige Nächte, wegziehende Zugvögel und das Herabfallen der Blätter sind biologische Zeichen für diese Entwicklung.

Grund genug also, um einige Kulturpflanzen fit für den Winter zu machen, wobei etwas Freilandarbeit durchaus im Winter auch angenehm sein kann. Obstbäume als gliedernde Elemente in unserer Kulturlandschaft und Früchtelieferant im kommenden Jahr wollen gut versorgt sein. Die nachfolgenden Hinweise gelten sowohl für Viertel- und Halbstämme, aber auch für Hochstamm­obstbäume in der freien Landschaft.

Wichtig ist im Herbst die Kontrolle von Pfosten und Anbindung. Der Anbinder wird oft morsch, so daß eine Erneuerung wichtig ist, damit die Jungbäume im Winter bei starken Stürmen durch ein starkes Hin- und Herschaukeln keine Wurzelschäden erhalten.

Abspreizen eines Leitastes Foto: M. Braun

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Die trockene Witterung im Sommer/Herbst hat zu einem regional starken Anstieg der Mäusebestände geführt. Was die Eule erfreut, kann dem Obstbaum zum Schaden werden. Es hat sich bewährt, während der ersten Anwachsjahre die Baumscheibe um den Obstbaum frei von Gras zu halten.

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Der Bauhof beim Aufstellen des riesigen Weihnachtsbaumes vor dem Rathaus

Mulchmaterial vom Sommer wird im Herbst abgeräumt, die Baumscheibe vorsichtig aufgelockert und bei Bedarf vergrößert. So ist gute Wasserversorgung gesichert und die Mäuse meiden erfahrungsgemäß gestörte Bodenbereiche. Obstbäume in Wie­sen oder sogar Brachflächen sind extrem durch den Wurzelfraß von Mäusen gefährdet, was an den teilweise hohen Verlusten der Jungbäume zu erkennen ist.

In den letzten Jahren flog im Spätherbst der Frostspanner in stattlichen Beständen. Aufgefallen sind vor allem die flugfähigen Männchen, während die flügellosen Weibchen an Obstbäumen emporklettern und dort Eier ablegen.

Leimringe können mithelfen, dies zu verhindern, da die Tiere bei ihrer Wanderung dort hängen bleiben. Die Kleberinge sollten, falls noch nicht geschehen, baldigst angebracht werden und sind im Vorfrühling zu entfernen, damit nicht auch Nützlinge zu Schaden kommen.

Etwas Zeit kann man sich mit dem Erziehungsschnitt der jungen Bäume lassen. Mit Hilfe der beim Naturpark Nassau in Nassau erhältlichen Info-Schrift kann ein Kronengerüst aufgebaut wer­den, das aus einer Stammverlänge­rung und 3 bis 4 Leitästen besteht.

Mit dem Schnitt sollte man jedoch bis zum Ende des Winters warten.

Das Abspreizen der Äste bzw. das Herabsenken der Fruchtäste durch Gewichtsstücke kann jedoch schon im Herbst erfolgen.

Unter Berücksichti­gung der ange­sprochenen Punk­te wird dafür ge­sorgt, daß 1998 möglicherweise ein besseres Obst­jahr wird, als 1997. gez. Ursula Braun,

Naturparkreferentin

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Apfelhochstamm mit gegrabener, gelockerter Baum­scheibe Foto: M. Braun