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Montabaur

Den einzelnen Teilbebauungsplänen sollen dann jeweils Teilbe­reiche aus der Gesamtfläche zugeordnet und dann zur Rechts­kraft geführt werden.

Neben den ökologischen Vorteilen einer solch umfassenden Flä­chenausweisung gegenüber der Belegung von zerstreut und nicht vernetzt liegenden einzelnen Grundstücken wird diese Regelung auch insgesamt zu einer Reduzierung der ansonst notwendigen Flächen führen, da von den Landespflegebehörden hierfür ein gewisser »Ausgleichsrabatt« gewährt werden wird.

Der Entwurf des Landschaftsplanes der Verbandsgemeinde Mon­tabaur hat bereits detailliert bestimmte Ziele und Maßnahmen zur Aufwertung und Verbesserung von Natur und Landschaft vorge­schlagen. Basierend auf diesem Entwicklungskonzept wurde als möglicher Kompensationsbereich das Gelände entlang des Stadtbaches zwischen Montabaur und Horressen ins Auge ge­faßt.

Diese unbedingt zu erhaltene Frischluftund Klimaschneise für die Innenstadt von Montabaur könnte durch bestimmte Extensi- vierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den betroffenen Landwirten sowie konkreten Verbesserungen der Vorgefundenen Strukturen wie Renaturierung des Bachlaufes, Anpflanzen von Baumalleen entlang von Wegen usw. nachhaltig aufgewertet werden.

So wurde zunächst ein Untersuchungsgebiet von rund 40 ha ausgewählt und als grober Rahmen abgesteckt. Erst nach einer genauen Bestandsaufnahme und einer Analyse der Vorgefunde­nen naturräumlichen Gegebenheiten können dann konkrete Kom­pensationsmaßnahmen vorgeschlagen und der konkrete Flä­chenbedarf ermittelt werden.

Einstimmig (23 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung) stimmte der Stadtrat grundsätzlich dem weiteren Vorgehen zu, im Rahmen der Ent­wicklungsmaßnahme einen Öko-Bebauungsplan als Zusammen­fassung der mit der Entwicklungsplanung einhergehenden Ein­griffe in Natur und Landschaft aufzustellen. Die genaue Abgren­zung des Gebietes soll erneut durch die Fachausschüsse beraten und entschieden werden.

Fortschreibung des städtebaulichen Rahmenplanes »ICE- Bahnhof Montabaur«

Auf Wunsch von Ratsmitglied Paul Heinz Schweizer (FWG) und mit Blick auf die zahlreichen Zuhörer erläuterte Herr Schmidt von der Firma BauGrund den städtebaulichen Rahmenplan.

Im Norden begrenzt die Bundesautobahn A 3 das Entwicklungs­gebiet. In diesem Bereich wird eine neue Abfahrt zur Park-&-Ride- Anlage zur Anbindung der ICE-Neubaustrecke, die auf einem bis zu 15 m hohen Damm in offener Streckenführung verlaufen wird, geschaffen. Westlich bildet die Eschelbacher Straße (L 313) und östlich die Tonnerrestraße die Grenze des Gebietes. Das Gebiet wird über einen nördlich des Bahndammes einzurichtendenKrei- sel an das Straßenverkehrsnetz angeschlossen. In dem Gebiet wird eine innenstadtlage entwickelt, das durch Wohnen und nicht störendes Gewerbe (Mischgebietsnutzung Dienstleistungsge­werbe, Hotel, etc.) genutzt werden soll. Bis ins Jahre 2010 wird die bauliche Realisierung dieser städtebaulichen Entwicklungs­maßnahme von der Firma BauGrund als treuhänderischem Ent­wicklungsträger betreut. Der Ablauf soll in drei Bauabschnitten erfolgen. Im ersten Bauabschnitt wurden bereits die Bebauungs­pläne »Westlich der Tonnerrestraße«, zu dem heute der Sat­zungsbeschluß gefaßt wurde, und »Auf der hohen Straße« ins Verfahren gebracht. Der zweite Bauabschnitt wird von dem Büro- und Dienstleistungsbereich parallel zum Bahndamm geprägt. Dazu gehöre bereits die Auslobung des Wettbewerbes »ICE- Bahnhof Montabaur«, dessen Ergebnis für September 1997 er­wartet werde. Die Erreichbarkeit des Bahnhofes, der zum Jahres­wechsel 2000/2001 in Betrieb gehen solle, sei zum einen über die Eschelbacher Straße parallel zum Bahndamm und zum anderen über die stadtseitige Achse »Bahnhofstraße« möglich. Ab dem Jahre 2001 soll dann der dritte Bauabschnitt in Angriff genommen werden, der den Bereich der aktuellen Bahnstrecke und Teilbe­reiche an der K 82 (vorhandenes Sägewerk) betreffe.

Der Stadtrat stimmte einstimmig dem vorgestellten Konzept des städtebaulichen Rahmenplanes zu, der die Grundlage für die weitere Beratung der Bauleitpläne bildet.

Einwohnerfragestunde

1. Zwei Anlieger der Tonnerrestraße wunderten sich über die unterschiedliche Dachneigung der benachbarten Bebauungs­plangebiete »Westlich der Tonnerrestraße« (45 °) und »Him­melfeld« (18 °) und fragten nach dem Hintergrund. Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken führte aus, daß im Laufe der Jahre Planungen überarbeitet wurden und zu neuen Erkenntnissen geführt hätten. Die Legende des Bebauungs-

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planes »Westlich der Tonnerrestraße« lege eine Dachnei­gung zwischen 30 ° und 45 0 fest. In diesem Planbereich, dessen Ziel die Verdichtung der Bebauung sei, solle durch diese Vorschrift der Dachausbau und dadurch die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum ermöglicht werden. Dieses Ziel habe man seinerzeit bei Aufstellung des Bebauungsplanes »Himmelfeld« mit der Vorgabe von flachgeneigten Dächern (18 °) nicht verfolgt.

Eine Bewohnerin des Baugebietes »Himmelfeld« bat darum, im Bebauungsplangebiet »Westlich der Tonnerrestraße« durch den Bau einer provisorischen Brücke über den Gelbach die Anbindung zu den Geschäften in der Alleestraße (Pennymarkt) zu schaffen. Dadurch würde auch der Schulweg der Kinder erheblich verkürzt.

Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken bestätigte, daß man seinerzeit das vorgetragene Anliegen bei der Planung des Rad- und Fußweges vom Baugebiet »Himmelfeld« über die Tonnerrestraße/Alleestraße zum Stadtgebiet diskutiert habe und es seines Wissens daran gescheitert sei, daß der Stadt das betreffende Grundstück nicht gehöre.

In der sich anschließenden Diskussion erklärten einige Rats­mitglieder, daß der Ausschuß damals die Variante, nördlich des Arbeitsamtes diese Anbindung zu den Geschäften in der Alleestraße über den vorhandenen Wirtschaftsweg zu führen, lange diskutiert und schließlich abgelehnt habe. Auch wegen der Steillage habe man von diesem Vorhaben Abstand ge­nommen und den neuen Rad- und Fußweg vom Himmelfeld um das Arbeitsamt herumgeführt.

Zum Abschluß dieses Tagesordnungspunktes sagte der Vor­sitzende eine Prüfung des Sachverhaltes zu.,

Hundekot

Zunehmende Klagen veranlassen uns, darauf aufmerksam zu machen, daß die Hundehalter für die »Hinterlassenschaften« ihrer Tiere verantwortlich sind.

Es ist einfach unverantwortlich, daß Hundehalter ihre Tiere auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen sowie auf privaten Grundstücken abkoten lassen. Besonders verwerflich ist, Kinder­spielplätze als »Hundetoilette« zu mißbrauchen, denn Hundekot enthält u. a. eine Reihe von Krankheitserregern, mit denen spie­lende Kinder infiziert werden können.

Alle Hundehalter werden aufgefordert, ihre Tiere so zu führen, daß weder Verkehrsflächen, noch private Grundstücke verunrei­nigt werden.

Beeinträchtigten Grundstücksbesitzern empfehlen wir gerichtli­che Schritte gegen die Verursacher einzuleiten.

Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur örtliche Ordnungsbehörde -

Etappenziel und -Start in Montabaur

Am Mittwoch, dem 2. Juli 1997, startet in Koblenz die 32. Inter- | nationale Rheinland-Pfalz-Rad-Rundfahrt. 16 Mannschaften I aus voraussichtlich 10 Nationen, darunter Profis und Amateure, müssen dann schwere 1.610 Kilometer auf ihren Rädern bewäl­tigen, ehe sie am Freitag, dem 11 . Juli 1997, das Ziel der »kleinen Tour«, wiederum in Koblenz, erreicht haben.

Der Organisationsleiter der Rundfahrt, Herr Billmeier, Bürgermeister der Stadt Mon­tabaur, HerrDr. Possel-Dölken, und der Werbeleiter, Herr Rittgen (von links), beider Vortour« am 22. Mai 1997

Der Stadt Montabaur ist es im Rahmen ihres sportlichen Engage­ments gelungen, freundlich und wirksam unterstützt durch die Kreissparkasse Montabaur, Zielort der 1. Etappe am Donnerstag, dem 3. Juli 1997, und Startort der 2. Etappe am .Freitag, dem 4.