Montabagr
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Nr. 11/97
Gelbachtar bis Heilberscheid, die durch die Mitfinanzierung der Bahn AG möglich wurde, so daß mit der Fertigstellung dieser Leitung auch der Ring bis zum Hochbehälter Nomborn geschlossen ist. Wie wichtig ein solches Ringleitungssystem ist, zeigte sich bereits im vergangenen Sommer. Eine ausreichende Versorgung des Buchfinkenlandes war nur möglich, weil Wasser aus. Brunnen und Quellen aus dem Bereich der Gelbachhöhen bzw. Elbertgemeinden herübergepumpt werden konnte. Die Wasserhäufigkeit der einzelnen Regionen ist sehr unterschiedlich. Der Ortsteil und das Buchfinkenland weisen eine sehr geringe Ergiebigkeit von Wasservorräten aus. Ingenieur Herz stellte die Konzeption vor und erläuterte, daß eine Verbindungsleitung vom Quellgebiet der Montabaurer Höhe bis vor Neuhäusel verlegt wird. Gleichzeitig wird eine neue Entnahmeleitung von den alten oberflächennahen Quellen des ehemaligen Wasserzweckverbandes Augst bis nach Neuhäusel verlegt, um die weglaufenden Wassermengen zu fassen und sie so für die Versorgung zu nutzen. Auf diese Weise werden die Tiefbrunnen geringer beansprucht. Mit der neuen Leitung kann sowohl Wasser von der Montabaurer Höhe zur Augst geleitet werden wie umgekehrt.
Auf die Frage von Werksausschußmitgliedern, ob genügend Wasser aufgrund der ständigen Zunahme der Bevölkerung und von Gewerbe vorhanden sei, konnte geantwortet werden, daß die Zunahme des Wasserverbrauchs im letzten Jahr 38.000 m 3 ausgemacht habe. Dies sind pro Tag 100 m 3 und für die Gesamtversorgung von untergeordneter Bedeutung bei einem Durchschnittsverbrauch von 5.800 m 3 täglich. Engpässe in den Sommermonaten treten bei Trockenperioden dann auf wenn der Verbrauch von 5.800 auf 6.500, 7.000 und 7.500 m 3 am Tag ansteige. Da Wasserwerke, die über keine Talsperren verfügen und den Vorrat in Hochbehälter speichern, nur eine Tagesmenge in den Hochbehältern sammeln können, wird bei einem solch sprunghaften Anstieg die Reserve täglich immer geringer. Da die Steigerung der Förderkapazität der Brunnen begrenzt ist, wird es dadurch notwendig Einschränkungen anzuordnen, um das Gleichgewicht zwischen Fördermenge und Speicherkapazität auf der einen Seite und Verbrauch auf der anderen Seite zu sichern.
Im übrigen komme ein Austausch zwischen den Versorgungsbereichen nur in Betracht, wenn dies notwendig und nicht zugleich auch eine Gefährdung des Versorgungsbereiches erfolgt, aus dem Wasser abgezogen werden soll.
Die Möglichkeiten, wie zusätzliche Wasservorräte erschlossen werden, lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Wl Erschließung neuer Tiefbrunnen,
m Bezug von Wässermengen von anderen Verbandsgemeinden des Westerwaldes (diese Möglichkeit ist bereits in den vergangenen Jahren durch die Verlegung von zwei Verbih- dungsleitungen zwischen uns und der Verbandsgemeinde Wirges' vorgenommen worden), . *
- Bezug von Wassermengen aus dem Rheintal.
Diese Möglichkeit kommt in Betracht, wenn die Vorkommen im Westerwald nicht mehr ausreichend sind. In einem solchen Fall kommt es zur Durchmischung der Wassermengen aus dem eigenen Bereich und denen aus dem Rheintal, weil zwar beide Wasservorkommen den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen, aber die Wässer eine unterschiedliche Härte haben. Eine Situation, die wir in bestimmten Bereichen unseres Versorgungsgebietes schon jetzt haben und die uns geläufig ist.
31. März 1997
Letzter Termin für die Zahlung freiwilliger Beiträge für 1996
Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung für das Jahr 1996 können nur noch bis zum 31. März 1997 wirksam gezahlt werden. Darauf weist die Landesversicherungsanstalt (LVA) Rheinland-Pfalz, Speyer, hin. Wichtig ist dies vor allem für Versicherte, die sich durch die regelmäßige Zahlung von freiwilligen Beiträgen den Anspruch auf eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente aufrechterhalten.
Der Versicherte kann jeden Befrag zwischen dem monatlichen Mindestbeitrag in Höhe von 123,83 DM und dem Höchstbeitrag in Höhe von 1.624,— DM zahlen.
Auf dem Überweisungsauftrag sind die Versicherungsnummer, der Vor- und Familienname sowie der Zeitraum, für den die Beiträge gelten sollen, anzugeben.
“Erwachsenenbildung”
Glänzend gemachte Unterhaltung
Gastspiel des Deutschen Theaters in Göttingen
in der Stadtbibliothek Montabaur
Samuel Beckett: Mercier und Camier gespielt von Bernd Kaftan und Daniel Rohr
Sonntag, 16. März 1997,19.00 Uhr
Einen Leckerbissen ganz besonderer Art veranstalten die VHS der Verbandsgemeinde und der Stadtbücherei Montabaur. Bernd Kaftan und Daniel Rohr vom Deutschen Theater in Göttingen spielen ihre »zu den hochinteressanten Inszenierungen der vergangenen Spielzeit« (Göttinger Tageblatt) gehörende Fassung von Samuel Becketts Roman »Mercier und Camier«. Dieser Text des Nobelpreisträgers ist die Urform seines später so berühmt gewordenen Stückes »Warten auf Godot«; - wie in »Godot« sind die beiden Hauptfiguren zwei Landstreicher, die nicht vom Fleck kommen und die Zeit dadurch totschlagen, daß sie ihr Leben noch einmal gedanklich durchgehen.
Bei ihren Gastspielen in anderen Städten Deutschlands und der Schweiz wurden die beiden Schauspieler für ihre humorvolle und doch tiefgründige Inszenierung, die sie in Eigenregie erarbeitet haben, begeistert aufgenommen: »So sind Daniel Rohr und Bernd Kaftan in ihren abgerissenen Anzügen auch zwei wundervolle Clowns« (Göttinger Tageblatt). »Der Beifall fällt entsprechend stark und sehr herzlich aus; eigentlich hätte man sich das Ganze gleich noch einmal ansehen können« (Giessener Anzeiger). »Eine sehr vergnügliche Stunde für die, die dem Sauwetter getrotzt hatten und gekommen waren« (Oberbayerisches Volksblatt). »Herzlicher Applaus für die beiden Schauspieler, die aus einer Lesung eine witzige Stunde absurden Theaters gemacht haben.« (Rheinische Post). »So spielt sich Becketts virtuoses Wechselbad von Witz, Wahnsinn und moralischer Reflektion stets auf höchster darstellerischer und inhaltlicher Ebene ab, kein inhaltlicher Aspekt kommt unter die Räder der hintersinnigen Komik und am Ende geht das Publikum intensiv stimuliert nach Hause.« (Giessener Anzeiger).
Eintrittspreis: 15,- DM / 10,— DM, Dauer: Eine Stunde Veranstalter: Volkshochschule Montabaur und Stadtbücherei Montabaur, Kartenvorbestellungen unter 02602/ 126105 oder 126181, und an der Abendkasse.
Auf den Spuren der Frauen
Bildungsfahrt nach Bonn
Ferientip für Mädchen und Frauen! Am Freitag, 4. April 1997, startet ein Bus vom Westerwald nach Bonn (Abfahrt Montabaur und Hachenburg). Kreisvolkshochschule und Gleichstellüngsstelle laden ein, auf den Spuren berühmter Frauen Bonns zu wandeln. Interessant auch ein Besuch im Haus der Geschichte, hier heißt es - Museum mit allen Sinnen zu erleben. Zu kurz kommen soll nicht der Spaß auf eigene Faust, z. B. bei einem Bummel durch Bonn’s schöne Fußgängerzone.
Kontakt/Infos unter Telefon 02602/124420 oder 124301.
“Bücherei-Info”
Samuel Beckett:
Mercier und Camier
Gastspiel des Deutschen Theaters Göttingen in der Stadtbücherei Montabaur am Sonntag, dem 16. März 1997, um 19.00 Uhr
Einen Leckerbissen ganz besonderer Art veranstalten die VHS der Verbandsgemeinde Montabaur und die Stadtbücherei

