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Montabaur

Nr; 8/97

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Ausstellung über Situation der Frauen in Lateinamerika

Am Freitag, 14. Februar 1997, wurde in der Bürgerhalle des Rathauses Monta­baur die Wanderausstellung »Mulheres e Mujeres - Frauenalltag in Brasilien und anderen Ländern Lateinamerikas« von Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken er­öffnet. Veranstalter dieser Ausstellung ist das Läteinamerika-Zentrum in Zusam­menarbeit mit dem Internationalen Kol­pingwerk.

Die Organisation vor Ort wurde von der Kolpingsfamilie Montabaur unterstützt. Im Anschluß an die Eröffnungsrede des Bürgermeisters überbrachte der Landrat, Peter Paul Weinert, Grüße des Wester­waldkreises, dem sich Günther Orthey, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Monta­baur, anschloß.

Nachdem die wesentlichen Inhalte der Ar­beit des Lateinamerika-Zentrums durch den LAZ-Präsidenten, Dr. Helmut Hoff- mann, erläutert wurden, führte Irene Sunnus (LAZ) die Besucher in die Ausstel­lung ein.

Das Lateinamerika-Zentrum e.V. (LAZ) wurde 1961 als Nichtre­gierungsorganisation gegründet und hat seitdem weit über 400 Sozialprojekte auf dem gesamten amerikanischen Kontinent gefordert. Die Ausstellung, deren Schirm­herrin Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth ist, wird durch private Firmen und die Europäische Union unterstützt. Ziel ist es, eine möglichst breite Öffent­lichkeit für die Situation der Frauen in Lateinamerika und in sogenannten Ent­wicklungsländern allgemein zu sensibili­sieren. Kolpingwerk und LAZ möchten sichtbar machen, daß die Benachteiligung von Frauen und damit der einen Hälfte der Bevölkerung wichtige Kräfte für die Fortentwicklung eines ganzen Landes brachliegen läßt.

Die Ausstellung zeigt den Alltag der Frau­en in Lateinamerika und verdeutlicht, welche Arbeiten dort von Frauen verrich­tet werden. Es sind oft »typische« Män­nerarbeiten wie z. B. das Holzholen, zu denen die Frauen herangezogen werden und die Redewendung, daß die Frau das »schwache Geschlecht« sei, scheint es in Lateinamerika nicht zu geben. Neben den Tätigkeiten der Frauen zeigt diese Aus­stellung eindrucksvoll, unter welchen Mißständen die Menschen dort leben. Die Hütten sind unzureichend ausgestattet, nur die wenigsten Haushalte haben sau­beres Leitungswasser, die Abwasserbesei- tigüng ist unzureichend und die ärztliche Versorgung sehr mangelhaft.

Kurz gesagt: »Es läßt sich nicht in Worte fassen, welche Eindrücke einem Interes­sierten durch den Besuch der Ausstellung entstehen«.

Die Ausstellung kann noch bis zum 28. Februar 1997 in der Bürgerhalle des Rat­hauses Montabaur besichtigt, werden,

Öffnungszeiten:

Montag bis Mittwoch.... von 07.30-16.00 Uhr

Donnerstag.von 07,30-18.00 Uhr

Freitag.von 07.30-12.30 Uhr

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken überreicht der in Montabaur aufgewachsenen Frau Sunnus vom LAZ ein Buch über die Stadt Montabaur als Erinnerung an die alte Heimatstadt und die Ausstellung.

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Von links nach rechts: Landrat Peter Paul Weinert, Günther Orthey von der Kolpingsfamilie Montabaur, Irene Sunnus vom LAZ, Präsident des LAZ Dr. Helmut Hoffmann, Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken.

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Die Besucher verfolgten interessiert die Ausführungen von Dr. Helmut Hoffmann. Vordere Reihe v. r. n. I.: Landtagsabgeordnete Angela Schneider-Forst, Paul Heinz Schweizer (Vorsitzender FWG-Stadtratsfraktion), Paul Trumm (2. Stadtbeigeordneter). Im Hintergrund: Dr. Hermann Jacoby (Vorsitzender CDU-Stadirätsffaktion)

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