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Montabaur

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Hat jemand eine Verletzung nach Satz 2 Nr. 2 geltend ge­macht, so kann auch nach Ablauf der in Satz 1 genannten Frist jedermann diese Verletzung geltend machen.

Heiligenroth, 28.11.1996

Zerfas, Ortsbürgermeister

Senioreimachmittag

am 15.12.1996,3. Adventssonntag

Liebe Seniorinnen und Senioren, der nunmehr Jahrzehnte alten Tradition folgend findet wiederum am dritten Advents­sonntag der diesjährige Seniorennachmittag statt. Zu dieser Feier im gemütlich hergerichteten ZBV-Raum lade ich alle Damen und Herren unserer Gemeinde ein, die sich dem ge­nannten Kreis zugehörig fühlen. Meine Einladung ist beson­ders an jene Personen gerichtet, die aus welchen Gründen auch immer, bisher dieser Veranstaltung der Gemeinde fernblieben. Bei Kaffee und Kuchen, in Gesellschaft Ihrer Alterskamera­den/innen und unter freundlicher Beteiligung des Frauencho­res Heiligenroth sowie der Grundschule Ruppach-Goldhausen wird Ihnen wieder ein Ambiente und eine Atmosphäre geboten werden, in der Sie sich ganz bestimmt wohlfühlen werden. Allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beitragen, Grund­schule, Frauenchor und dem Möhnenverein, danke ich schon im voraus für ihre bereitwillige Unterstützung.

Also, verehrte Mitbürger/innen, ich freue mich, Sie am dritten Advent gegen 14.00 Uhr in der Vogelsanghalle begrüßen zu können.

P. Zerfas, Bürgermeister

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Gut vor einem Jahr informierte ich Sie über Familien unserer Gemeinde, die 1845 nach Texas/USA auswanderten. Nach einem Jahr des Nachforschens und einem Besuch Fredericks- burgs/Texas möchte ich Ihnen heute weitere Informationen geben über die interessante Geschichte der Auswanderer aus Heiligenroth.

Am 2. September 1845 verließen die Familien Peter Reßmann und Johann Meurer sowie drei weitere Männer aus unserem Ort Heiligenroth.

Zumindest die Familien Reßmann und Meurer ließen sich im Raum Fredericksburg/Texas, der heutigen Partnerstadt unse­rer Verbandsgemeinde nieder.

Im ersten Bericht über die Familie Reßmann veröffentlichte ich das Schicksal von Clara Feiler geb. Reßmann, deren Mann William wegen seiner ablehnenden Haltung gegen die Sklave­rei von der »Duff-Bande«, die um Fredericksburg ihr Unwesen rieb, gehenkt wurde.

Im Verlaufe meines Texas-Urlaubes in diesem Jahr verweilte ich ca. eine Woche in Fredericksburg. Ich besuchte die Fried­höfe der Stadt und fand auch das Grab dieses Williams Feiler. Sein monumentaler Grabstein hat sich über die Zeiten gehal­ten. Er trägt die folgende Inschrift.

Hier ruht in Gott William Feiler geb. den 05. Februar 1826 gest. den 09. Maerz 1864

Wir haben herzlich dich geliebt, Dein Tod nun innig uns betrübt,

und auch wir können nicht verstehn, daß Du so bald sollst von uns gehn.

Der Herr schaffet Gerechtigkeit allen, die Unrecht leiden.

Ich habe zwar mit einer Familie Feiler (Texaco-Station) in Fredericksburg Kontakt aufgenommen. Es war aber nicht der Zweig des William Feiler, so daß ich noch auf der Suche bin. Es wird aber bestimmt gelingen, die Fellers oder Reßmanns mit Unterstützung vor Ort in Fredericksburg oder Stonewall zu finden, um einen weiteren roten Faden von Heiligenroth in den Raum Fredericksburg/Texas zu legen.

Während der Urlaubstage in Fredericksburg wohnten wir, meine Frau und ich, in der Familie von Patrick und Kathy Klein geb. Meurer.

Die Vorfahren von Kathy Meurer stammen aus Heiligenroth. 1845 wanderten, wie o. erwähnt, Johann und Barbara Meurer geb. Monsieur nach Amerika aus. Über die Vermittlung der damaligen nassauischen Landesregierung ließen sie sich in Texas Fredericksburg nieder. Die Auswanderer erhielten da­mals 250 Acres (ca. 60 Hektar) Land geschenkt, aus dem sie

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ihren Lebensunterhalt bestreiten konnten. Auch der Familie Meurer wurde dieses Geschenk zuteil.

Wer ist diese Familie Meurer, wo wohnte sie in Heiligenroth, wer sind die Nachfahren? Zur Beantwortung dieser Fragen erbitte ich Ihre Mithilfe, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Aus alten Kirchenbüchern konnte ich bisher in Erfahrung bringen.

1. Frau Barbara Meurer geb. Monsieur war die Schwester des damaligen Pfarrers Ignatius Monsieur (1815 - 1824). Beide stammen aus Gruningen bei Gießen, welches zur damaligen Zeit wohl zum Fürstentum Nassau-Dillenburg gehörte.

2. Johann Meurer stammte hier aus Heiligenroth. Er wurde am 22.12.1798 geboren und hatte noch insgesamt 5 Ge­schwister.

Christian Meurer,.geb. 20.04.1801

Margarete Meurer.geb. 18.07.1804

Antonius Meurer. geb. 09.05.1805

Jakobus Meurer.geb. 16.03.1811

Anna Maria Meurer.geb. 24.06.1819

Am 2. September 1845 verließ Johann Meurer mit. seiner Ehefrau Barbara und den Kindern Deutschland. Von Bremer­hafen ging die Fahrt nach Antwerpen und von dort auf der Barke »STRABO« nach Indianola Texas. In der Schiffsliste sind die Heiligenröther Passagiere unter folgenden Nummern

eingetragen:

24 Caspar Reßmann, Landwirt.20 Jahre

39 Johann Meurer, Landwirt.46 Jahre

40 Barbara Meurer.,.45 Jahre

41 Margartha Meurer.21 Jahre

42 Catharina Meurer.19 Jahre

43 Maria Meurer.18 Jahre

44 Jakob Meurer. 16 Jahre

45 Susanne Meurer.14 Jahre

46 Joseph Meurer.12 Jahre

47 Peter Meurer... 10 Jahre

48 Adam Meurer... 6 Jahre

84 Peter Reßmann, Landwirt.53 Jahre

85 Margaretha Reßmann. 55 Jahre

86 Susanna Reßmann.17 Jahre

87 Clara Reßmann (spätere C. Feiler).13 Jahre

88 Christian Reßmann ..10 Jahre

Am 20. November 1845 kamen sie dort an.

Johann Meurer war nur zwei Jahre lang das Glück vergönnt, in Texas eine neue Heimat zu gründen. 1847 starb er nur 48 Jahre alt, er wurde Opfer einer Choleraepidemie, die in der Region Fredericksburg viele Tote forderte. Er wurde dort in einem Massengrab auf dem alten Friedhof beigesetzt. Das Grab von Barbara Meurer, geb. Monsieur existiert noch heute. Der Friedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte fand, ist namentlich vollständig erfaßt und soll, um die Erinnerung an die Auswan­derer. zu wahren, mit neuen Grabsteinen wieder hergestellt werden.

Also, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger wer sind die Nach­kommen der Meurers???

Ich habe aus alten Kirchenbüchern herausgefunden, daß sie in Heiligenroth ein zweistöckiges Haus besaßen. Für seinen Bau hatten sie 290 Gulden von der katholischen Kirche gelie­hen und zahlten diese auch am 4. August 1845, vier Wochen vor ihrer Auswanderung, an die Kirchengemeinde zurück. Das Haus hatte die Bezeichnung »Dorfstraße 26« und lag wohl im alten Dorfkern.

Die Einwohner dort bitte ich, mein o. a. Anliegen zu unterstüt­zen, und mir bei der Suche nach den Meurers aber auch den Reßmanns behilflich zu sein.

Herzlichen Dank! P. Zerfas, Bürgermeister

Fraktionssitzung der FWG Herbst

Am Montag, dem 09.12.1996, findet in den Räumen der Ge­meindeverwaltung die nächste Fraktionssitzung der FWG Herbst um 20.00 Uhr statt.