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Montabaur

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Nr. 37/96

den Eigenwert'ider Gemeinde stärken und die harmonische Entwicklung fördern sollte. Problempunkte, die mit dem Dorf­erneuerungskonzept aufgegriffen werden sollten, sind z. B. eine übergreifende Gesamtplanung, die bisher nur punktuell erfolgte, eine Entspannung der bestehenden Konfliktsituatio­nen zwischen Wohnen und Gewerbe sowie eine Verbesserung des Zusammenwirkens der Gemeindemitglieder. Hier zeigt sich, daß die Ziele der Dorferneuerung über die baulichen Maßnahmen hinausgehen. So verfolgt sie auch die Förderung der zwischenmenschlichen und sozialen Beziehungen in einer Gemeinde. Hier seien vor allem private Initiativen gefragt und unbedingt erforderlich.

Frau Dr. Kübler gratulierte der Bürgerschaft zur Anerken­nung als Schwerpunktgemeinde und erläuterte die anstehen­den Aufgaben. Das Hauptanliegen sei es, Ideen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger von Ruppach-Goldhausen mög­lichst frühzeitig in die Planung miteinzubeziehen. Deshalb forderte auch sie schon an dieser Stelle alle zu einer aktiven Mitarbeit an der Zukunftsgestaltung des Ortes auf. Ein Dorf­erneuerungskonzept bestehe neben den baulichen Zielen im wesentlichen auch aus den sozialen, kulturellen und wirt­schaftlichen Komponenten einer Gemeinde. Ein neues Instru­ment der Bürgerbeteiligung ist die sog. Dorfwerkstatt, die den Kern der Bürgerbeteiligung bildet und sich aus 15 bis 20 Teilnehmern zusaoimensetzt. Die Dorfwerkstatt steht jedem Bürger von Ruppach-Goldhausen offen; Interessierte melden sich bitte bei der Ortsgemeinde.

Die Dorfwerkstatt besteht generell aus 3 Phasen: Die erste Phase ist die Kritikphase, in der die Probleme gesammelt werden. Bei der zweiten Phase handelt es sich um die Phanta­siephase, in der erste Dorfideen und Visionen von den Teilneh­mern entwickelt werden. Die dritte und letzte Phase ist die Verwirklichungsphase, in der die Umsetzung konkreter Maßnahmen diskutiert wird.

Nach etwa einem halben Jahr wird eine zweite Dorfwerkstatt angesetzt, in der eine Zwischenbilanz gezogen wird. In Rup­pach-Goldhausen ist eine erste Dorfwerkstatt für den 4./5. Oktober (Freitag/Samstag) geplant. Dr. Kübler verdeutlichte das Vorgehen der Bürgerbeteiligung an dem »Gebäude« Dorf­erneuerung, bei dem die beiden Bestandteile Planer und Bür­ger als »Säulen« zu sehen sind. Die Bürgerbeteiligung spiele dabei eine gewisse Vermittlerrolle zwischen Bürgern und Pla­nern einschließlich Kommune. Aus allen drei Komponenten erwachse dann das gemeinsam erarbeitete Gesamtkonzept für die Dorfentwicklung.

Anschließend gab Herr Braun nähere Auskunft zum Thema Zuschüsse und Fördermittel, auch für Privatpersonen. Gene­rell ist festzuhalten, daß förderungsfähige Maßnahmen, z. B. der Umbau einer Scheune zu Wohnzwecken, mit bis zu 20 % der Investitionssumme gefördert werden können, allerdings höchstens mit 40.000 DM. Herr Pöhler fügte ergänzend hinzu, daß bei einem konkret geplanten Projekt zunächst unbedingt eine Kostenschätzung einzuholen sei, er aber auch schon im Vorfeld den Bürgern mit Bauabsichten mit Rat und Tat zur Seite stehe.

Nach Abschluß einer ersten Fragerunde fuhr Frau Redlin mit einem Beitrag über das von ihrem Büro erarbeitete Dorfer­neuerungskonzept fort. Laut Aussage von Frau Redlin kann nun eine Maßnahmenumsetzung aufgrund der Anerkennung Ruppach-Goldhausens als Schwerpunktgemeinde erfolgen. Auch für sie ist die Mitwirkung der Bürgerschaft bei der Umsetzung des Dorferneuerungskonzeptes unverzichtbar. Ih­rer Meinung nach sollte die Ortsbevölkerung »voll hinter dem Konzept stehen«! Daraufhin stellte Frau Redlin kurz die Inhal­te des Dorferneuerungskonzeptes für Ruppach-Goldhausen vor, indem sie die Problematik des Ortes aufzeigte, auf die die vorgeschlagenen Maßnahmen abzielten. So weist die Gemein­de eine recht ungünstige, d. h. langgestreckte Siedlungsstruk­tur ohne deutlich ausgeprägten Ortskern auf. Es handelt sich um eine Gemengelage; aufgrund der starken Staubemissionen sind Konflikte mit der ansässigen Tonindustrie unvermeidbar. Alle bisher vorgeschlagenen Maßnahmen (z. B. Begrünung, Verkehrsberuhigung) sollen insgesamt der Verbesserung der Lebensqualität dienen. So wurden bereits Begrünungs­maßnahmen zur Verbesserung der Dorfökologie angeregt und Umbaumaßnahmen, die der Kommunikationsförderung die­nen, durchgeführt. Insgesamt wurde ein 36-Punkte-Katalog, der Empfehlungen und Vorschläge zur Verbesserung der Le­bensqualität enthält, aufgestellt. Dieser soll im Verlauf der Bürgerbeteiligung diskutiert und gegebenenfalls ergänzt oder auch verändert werden.

Es wurde auch seitens der Kommune bestätigt, daß der 36- Punkte-Katalog nicht dazu diene, die Vorschläge der Bürge­

rinnen und Bürger zu behindern, er solle vielmehr als Anre­gung verstanden werden.

Dr. Kübler bedauerte schließlich ein wenig, daß von dem Auditorium fast nur Fragen zu Finanzierungsmöglichkeiten und zu baulichen Maßnahmen gestellt wurden, während der soziale und kulturelle Bereich nur am Rande eine Rolle spielte. Nachdem Dr. Kübler einige beispielhafte Dias von anderen Dorfwerkstätten vorgeführt hatte, konnte sie bereits die er­sten Teilnehmer für die geplante Dorfwerkstatt im Oktober begrüßen. Hier nun noch mal der Hinweis an Interessierte, bitte melden Sie sich umgehend bei der Gemeinde.

Bürgermeister Sprenger bedankte sich bei allen Anwesenden und rief nochmals zur aktiven Mitarbeit an der Zukunftsge­staltung Ruppach-Goldhausens auf.

Wandertag des Gesangverein »Cäcilia« am Samstag, den 14. September 1996

13.30 Uhr Fahrt mit dem Nahverkehrszug vom Bahnhof Gold­hausen nach Steinefrenz. Wanderung (ca. 2 Std.) bis zur Fischerhütte des Angelsportvereines und gemütliches Bei­sammensein bei Lied und Gesang, Speis und Trank.

Der Gesangverein »Cäcilia« Ruppach-Goldhausen lädt alle Vereinsmitglieder und alle, die ein paar gesellige Stunden bei leichter Körperertüchtigung in der Natur verbringen wollen, ein, Kind und Kegel, Hund und Katze einzusammeln, mit uns zusammen zu wandern und ein paar gemütliche Stunden in froher Runde zu verbringen. Für diejenigen, die an der Wan­derung nicht teilnehmen können, besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich später direkt an der Fischerhütte einzufin­den, um an der gemütlichen Runde teilzunehmen.

Für das leibliche Wohl wird in bewährter Form bestens und zu Selbstkostenpreisen gesorgt.

Damit wir hinsichtlich der benötigten Getränke und Speisen etwas Planungssicherheit haben, möge man sich bitte anmel­den, und zwar telefonisch bei, Raimund Schäfer, Tel. 8602, oder Hildegard Quirmbach, Tel. 8771.

Turn- und Sportverein 1921 Ahrbach e.V.

Abteilung Handball Samstag, 14. September 1996

Weibliche B-Jugend, 16.30 Uhr: TuS Hachenburg - TuS Ahrbach. Spielort: Rundsporthalle, Hachenburg.

Sonntag, 15. September 1996

II. Mannschaft, 13.15 Uhr: HSG Römerwall III - TuS Ahr­bach II, Spielort: Römerwallschule, Rheinbrohl. Treffpunkt: Sonnenhof Ruppach-Goldhausen um 11.45 Uhr.

Männliche D-Jugend, 14.45 Uhr: TuS Ahrbach - TV Arz­heim. Spielort: Vogelsanghalle, Heiligenroth, Treffpunkt: Vo­gelsanghalle Heiligenroth um 14.00 Uhr.

Damen, 16.15 Uhr: TuS Ahrbach - HSG Oberbieber/Rengs­dorf I. Spielort: Vogelsanghalle, Heiligenroth, Treffpunkt: Vo­gelsanghalle Heiligenroth um 15.15 Uhr.

I. Mannschaft, 18.00 Uhr: TuS Ahrbach - SpVgg Andernach

III. Spielort: Vogelsanghalle, Heiligenroth, Treffpunkt: Vogel­sanghalle Heiligenroth um 17.00 Uhr.

An diesem Wochenende beginnt die neue Saison, zu der wir wie immer Zuschauer recht herzlich willkommen heißen.

Trainingszeiten:

Damen: montags, 18.30 bis 20.00 Uhr, neue Kreissporthalle Montabaur.

Weibliche B-Jugend: montags, 18.30 bis 20.00 Uhr, Neue Kreissporthalle Montabaur.

Minis (Jahrgang bis 1987): mittwochs, 17.00 bis 18.00 Uhr, Turnhalle, Ruppach-Goldhausen.

D-Jugend (Jahrgang bis 1984): mittwochs, 18.00 bis 19.00 Uhr, Turnhalle, Ruppach-Goldhausen. ,

Herren 1. + 2. Mannschaft: donnerstags, 19.30 bis 21.30 Uhr, Neue Kreissporthalle, Montabaur.

Interessierte sind recht herzlich willkommen. Besonders wür­den wir uns freuen, wenn sich noch zusätzlich Leute finden würden, die uns bei der Betreuung der B-Jugend, D-Jugend und zweiten Mannschaft behilflich wären.

Weitere Informationen bei: Oliver Köllig, Mittelweg 4, 56244 Leuterod, Telefon 02602/8950 privat, 02623/600494 dienstlich.