Montabaur
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Nr. 15/96
1.800 Jugendliche erlebten, wie in dieser Veranstaltung nicht nur die Gruppen Culture Beat und Dolls United, sondern auch der Pulsschlag der Wirtschaft den Rhythmus bestimmten. Erkenntnis der Diskussionsrunden: Zwar sei Geld nicht alles, meinten etwa die Redakteure der Schülerzeituhg »Der Spargel«, deren Erscheinungsbild nicht ungewollt an ein vielzitiertes Hamburger Nachrichtenmagazin erinnert. Andererseits stamme Geld aber sicherlich »nicht vom Teufel«, wie Kirchenvertreter Dietmar Treber hinzufügte.
Die »Viva«-Moderatorin Aleksandra Bechtel und ihr Kollege Mola Adebisi leiteten die Gesprächsrunden.
Eine bedenkliche Verschuldung bei manchen jüngeren Leuten mahnte Dozent und Autor Professor Dr. Ernst Ulrich Huster an. Zwei von drei »notleidenden« Kreditverträgen seien von Verbrauchern unter 40 Jahren abgeschlossen worden.
Ronja Perschbacher, mit 24 Jahren jüngste hessische Landtagsabgeordnete (Bündnis 90/Die Grünen), sprach sich deshalb dafür aus, den Kindern und Jugendlichen schon früh ein Budget einzuräumen, das sie in eigener Verantwortung verwalten sollten. Auch im politischen Raum forderte die Politikerin Mitbestimmung für Jugendliche unter 18 Jahren, zum Beispiel durch eine Jugend-Hotline.
Michaela Schlag und Sascha Staudt (rechts im Bild) begleiteten 44 junge Leute aus dem Westerwald zum ersten Jugendforum der Volksbanken und Raiffeisenbanken
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Der Schülersprecher Benjamin Kiesewetter ging noch einen Schritt weiter: Er streitet vor dem Bundesverfassungsgericht für eine Reduzierung des Wahlalters (»Wer Politik für die Zukunft machen möchte, darf die Jugend nicht ausschließen«) und sähe das Kindergeld am liebsten direkt an die Jugendlichen ausgezahlt.
Der Hit des Abends: Live-Auftritt der Gruppe »Culture Beat«
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Was machen Menschen, die plötzlich großen Erfolg haben und dementsprechend verdienen? Entweder sie ärgern sich, wie die Produzenten des Ohrwurms »Eine Insel mit zwei Bergen«, Martin Meinschäfer und Sebastian Schoplick, die sich beklagten, jeder, der Erfolg habe, werde sofort gefragt, »was das »kohlemäßig« gebracht habe«. Oder aber sie investieren eher konservativ, wie der Schauspieler Andreas Eisholz, der auf Immobilien setzte. Das männliche Modell Haluk-Pehul Kör- mürcü, »Gesicht des Jahres 1995«, widersprach der Behauptung, Geld verderbe den Charakter, mit einem Stück Menschenkenntnis: »Wer einen soliden Charakter hat, der läßt sich nicht verderben«.
Den ganzen Abend hatten Mola Adebisi und Aleksandra Bechtel flott und locker die Gesprächsrunden gestaltet. Dann aber wollte es eine Teilnehmerin konkret wissen: Was die beiden denn bei ihrem Musiksender so verdienten. Die Antwort der beiden Moderatoren kam einem diplomatischen Meisterstück gleich: Manche bei »Viva« fahren noch eine rostige Ente. Und von einem Lamborghini können alle nur träumen. Aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank Montabaur-Wallmerod nahmen auf Einladung der Volksbank 44 Jugendliche teil. Die Volksbank hatte Schulen und Jugendorganisationen eingeladen, die das Angebot sehr gerne angenommen haben. Gemeinsam mit Vertriebs- und Marketingleiter Heinz Peter Weidenfeller sowie zwei Azubis der Volksbank, Michaela Schlag und Sascha Staudt, erlebten die jungen Leute aus dem Westerwald eine einzigartige Veranstaltung in Europas größter Diskothek, dem Paramount-Park in Rödermark.
Gebrauchtwagen-Garantien
Beim Kauf genau informieren
Immer mehr Auto-Händler fangen das Ausfallrisiko von Gebrauchtwagen mit Garantiezusagen ab. Diese Gebrauchtwagen-Garantien sind vielfach im Kaufpreis inbegriffen. Laut' Dekra gelten sie in der Regel ein Jahr, manchmal bis zu drei Jahren. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe hat mit dem Goldenen Gebrauchtwagen-Vertrauenssiegel einen Standard gesetzt. Händler, die das Siegel führen, gewähren Garantien für Fahrzeuge über 3.000 Mark, die nicht mehr als 100.000 Kilometer gelaufen und nicht älter als sechs Jahre sind. Der Händler übernimmt dabei in der Regel die Garantie für wichtige Baugruppen. Fallen in der Garantiezeit zum Beispiel Motor, Getriebe, Achsgetriebe, Lenkung und Bremsen aus, muß der Kunde nicht für die Reparaturkosten aufkom- men. Allerdings kann je nach Laufleistung des defekten Teiles beim Material eine Selbstbeteiligung von bis zu 60 % anfallen. Da es erhebliche Unterschiede gibt, sollte man sich beim Kauf über Leistungsumfang und Bedingungen genau informieren, raten die Sachverständigen von Dekra.
Dekra-Info
Für Gartenteichliebhaber
Am Freitag, 12.04., lädt der Aquarien- und Terrarienverein Bendorf zu einem Informationsabend zum Thema »Einrichtung und Pflege eines Gartenteiches« in das Parkhotel in Bendorf-Sayn, Koblenz-Olper-Str. - gegenüber Parkplatz Schmetterlingsgarten - ein. Der Eintritt ist frei.
Nähere Informationen erfragen Sie bitte unter der Tel.-Nr. 02631/56429 oder unter 02622/2010.
Westerwälderinnen unterwegs
Tagesinformationen für Frauen bietet wieder die Gleichstel- lungsstelle bei der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises an. Folgende Termine können interessierte Frauen sich vormerken:
Donnerstag, 18.04.1996, Frankfurt, mit Sachprogramm und Besuch der Börse
Donnerstag, 25.04.1996, Bonn, mit Kulturprogramm, Innenstadt und Fachvortrag im Bundesjustizministerium zu dem Thema »Frauen und Rechte heute«.
Unter der Tel.-Nr. 02602/124384können bei der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises die Programme angefordert werden.
Westerwälder Frauenkabarett beim Cochemer Kreisfrauenforum unterstützen
Ein buntes Tagesprogramm zu Frauen- und Familienthemen findet am Sonntag, 21.04.1996, in Cochem anläßlich des Kreisfrauenforums statt. Hier werden auch die Westerwälder Kabarettdamen »Gift-isch Madsche« auftreten. Interessierte Westerwälderinnen und auch Ehepartner und sonstige Begleitungen haben die Möglichkeit, über eine Busfahrgemeinschaft an der Veranstaltung teilzunehmen Das Kreisfrauenforum beinhaltet Musikdarbietungen, Buchausstellung, Kunstausstellung, Diskussionsrunden zu den Themen »Frauen in der Politik«, »Frau im Sport«, »Existenzgründung«, Sportdarbietungen, Angebote der Familienberatungsstellen, Beratungen des örtlichen Arbeitsamts sowie einer Autorenlesung. Kinderbetreuung ist ebenfalls garantiert.
Es entsteht lediglich ein Kostenbeitrag für die Teilnahme an der Busfahrt. Programm und Rückfragen unter Tel.-Nr. 02602/124384.

