Montabaur
20
Nr. 13/96
Verwaltungshaushalt
Einnahmen/Ausgaben.je 1.123.000 DM
Vermögenshaushalt
Einnahmen/Ausgaben.je 397.000 DM
Der Gesamtbetrag der Kredite wurde auf 93.700 DM und der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen wurde auf 119.000 DM festgesetzt.
Die Gemeindesteuern wurden für das Haushaltsjahr 1996 wie
folgt festgelegt:
Grundsteuer A.250 v.H.
Grundsteuer B.290 v.H.
Gewerbesteuer.320 v.H.
Die Hundesteuer beträgt für
den ersten Hund.40 DM
den zweiten Hund.60 DM
jeden weiteren Hund.;.80 DM
Aussagen zur derzeitigen Haushaltssituation bzw. Prognosen zum Haushaltsjahr 1996 enthält der dem Haushaltsplan beigefügte Vorbericht. Hieraus werden auszugsweise einige Informationen zur Kenntnis gegeben:
Nach nun vorliegenden Erkenntnissen über den Verlauf der Haushaltswirtschaft 1995 kann festgestellt'werden, daß das Ergebnis sich etwas ungünstiger darstellt, als dies nach den Zahlen des Haushaltsplanes 1995 zu erwarten war.
Konkret drückt sich dies in der Tatsache aus, daß die Ortsgemeinde zum Jahresende mit einem Rücklagenbestand von rd. 120.000,00 DM rechnen kann. Hervorgerufen wird diese negative Entwicklung durch erhöhte Grunderwerbskosten sowie durch die außerplanmäßige Durchführung der Maßnahme »Am Asberg«.
Die Gesamtverschuldung der Ortsgemeinde Niedererbach beläuft sich zum 31.12.1995 auf 212.332,40 DM. Eine sich hieraus ergebende Pro-Kopf-Verschuldung von 219,12 DM liegt deutlich unter dem vergleichbaren Landesdurchschnitt von 392,00 DM.
Für die Aufstellung des Haushaltes 1996 sind somit durchaus gute finanzielle Verhältnisse gegeben.
Haushalt 1996
Das Gesamtvolumen des Etats 1996 beläuft sich auf 1.520.00,00 DM. Hiervon entfallen auf den ausgeglichenen Verwaltungshaushalt 1.123.000,00 DM und auf den ausgeglichenen Vermögenshaushalt 397.000,00 DM.
Da zur Finanzierung der anstehenden Maßnahmen Kredite (93.700,00 DM) benötigt werden, erfolgt deren Festsetzung. Um im Haushaltsjahr 1996 Auftragsvergaben vornehmen zu können, sind Verpflichtungsermächtigungen von insgesamt 119.000,00 DM veranschlagt.
Infolge beantragter Landeszuwendungen erfolgt die Anhebung des Gewerbesteuerhebesatzes auf 320 v.H. Ebenfalls angehoben werden die Beträge für die Hundehaltung.
Verwaltungshaushalt
Das Volumen des Verwaltungshaushaltes steigt von 1.114.000,00 DM um 9.000,00 DM auf 1.123.000,00 DM. Diese Steigerung beruht im wesentlichen auf Einnahmenzuwächsen im Bereich der Steuern.
Im Einnahmenbereich des Verwaltungshaushaltes bildet der Unterabschnitt Steuern, allgemeine Zuweisungen und allgemeine Umlagen den Schwerpunkt der Einnahmen. Wertfortschreibungen und der Wegfall von Grundsteuervergünstigungen bewirken den Zuwachs bei der Grundsteuer B, während das Aufkommen bei der Grundsteuer A stagniert. Das Gewerbesteueraufkommen basiert im wesentlichen auf dem voraussichtlichen Ergebnis von 1995 und den sich hieraus ergebenden Vorauszahlungen.
Die Auswirkungen des Jahressteuergesetzes 1996 (Familienleistungsausgleich, Erhöhung des Existenzminimums) führen zu deutlichen Verlusten bei der Einkommensteuer. Zum Ausgleich hierfür werden entsprechende Anteile der Umsatzsteuermehreinnahmen an die Gemeinden weitergeleitet.
Der Anstieg der Einwohnerzahl (1995 - 943; 1996 - 969 = 26) sowie die Anhebung des Schwellenwertes von 71 v.H. auf 73 v.H. (in DM von 751,55 DM auf 766,00 DM) bewirken den Zuwachs bei den Schlüsselzuweisungen.
Neben dem Einnahmen-Soll des zuvor erläuterten Unterabschnittes, das mit 69,08 % zu Buche schlägt, erwartet die Ortsgemeinde weitere Einnahmen aus folgenden Bereichen:
Erstattungen, Zuweisungen.16,75 v.H.
Gebühren.2,94 v.H.
Einnahmen aus Verkauf, Mieten, Pachten
und sonst. Verwaltungs- und Betriebseinnahmen.4,46 v.H.
Sonstige Finanzeinnahmen
(Konzessionsabgaben, Zinsen).6,77 v.H.
Die Ansätze für die laufenden Ausgaben des Verwaltungshaushaltes beruhen auf den Erfahrungswerten des Vorjahres oder sind aufgrund von Berechnungen ermittelt worden. Nachfolgend soll verdeutlicht werden, welchen prozentualen Anteil die einzelnen Ausgabearten an den Gesamtausgaben des Verwaltungshaushaltes haben:
Prozentanteil 1996
1. Personalausgaben...27,86%
2. Verwaltungs- und Betriebsausgaben.18,87 %
3. Zuschüsse für soziale Zwecke oder ähnliche
Einrichtungen.0,35 %
4. Umlagen..47,10 %
5. Zinsausgaben...1,28%
6. Zuführung zum Vermögenshaushalt.4,54 %
Vermögenshaushalt
Das vom Ortsgemeinderat beschlossene Investitionsprogramm bildet die Grundlage für die Aufstellung des Vermögenshaushaltes. Dieses Programm benennt die geplanten Maßnahmen, bestimmt das Jahr der Realisierung und setzt Prioritäten. Im Haushaltsjahr 1996 sind für die nachfolgend aufgeführten Investitionen, Investitionsforderungsmaßnahmen und Ausgaben 397.000,00 DM bereitgestellt:
1. Ausstattung Bürgermeisteramt. 1.500,00 DM
2. Umbau der Schule zum Kindergarten.50.000,00 DM
■ Damit eine Gesamtauftragsvergabe erfolgen kann, sind Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 20.000,00 DM
veranschlagt.
3. Zuweisungen für Dorferneüerungs-
maßnahmen.3.000,00 DM
4. Um- und Ausbau von Gemeindestraßen. 10.000,00 DM
5. Straßenoberflächenentwässerungsanteil
»Am Asberg«.3.720,00 DM
6. Straßenbeleuchtungserweiterung.5.000,00 DM
7. Friedhofsneugestaltung.5.000,00 DM
8. Ausbau von Wirtschaftswegen.66.000,00 DM
Damit eine Gesamtauftragsvergabe erfolgen kann, sind Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 99.000,00 DM veranschlagt.
9. Ausbau des Weges vom Sportplatz bis zum
Schützenhaus. 10.000,00 DM
10. Ortskemneuregelung.220.000,00 DM
11. Erwerb von Grundstücken. 10.000,00 DM
12. Zuführung zur allgemeinen Rücklage -
Planabrundungsbetrag -.106,00 DM
13. Tilgung von Krediten am Kreditmarkt. 12.674,00 DM.
Die Finanzierung sämtlicher Ausgaben erfolgt durch die nachfolgenden Einnahmen:
1. Zuweisung des Landes zum
Sportplatzausbau.50.000,00 DM
2. Zuweisung von einer Stiftung zum
Sportplatzausbau. 5.000,00 DM
3. Ausbaubeiträge »Am Asberg«.25.000,00 DM
4. Zuweisung des Landes zum
Wirtschaftswegebau. 39.600,00 DM
5. Investitionsschlüsselzuweisungen. 12.700,00 DM
6. Zuführung vom Verwaltungshaushalt.51.000,00 DM
7. Entnahme aus der allgemeinen
Rücklage.120.000,00 DM
8. Einnahmen aus Krediten vom
Kreditmarkt. 93.700,00 DM
Ausblick 1997 bis 1999
Der Kindergartenbau, Zuweisungen für Dorferneuerungsmaßnahmen, Straßenbeleuchtungserweiterung, die Ortskernneugestaltung, der Wirtschaftswegebau, Ausgaben für die Friedhofsneugestaltung, Grunderwerb, der Ausbau der Waldstraße, Investitionskostenanteil Stützmauer Bergstraße, die Erschließung des Neubaugebietes, der Ausbau der Obererbacher Straße, der Straßenausbau (in Verbindung mit dem Kreis) sowie Dorferneuerungsmaßnahmen bilden die Investitionsschwerpunkte der kommenden'Jahre.
Die mittelfristige Finanzplanüng signalisiert eine Realisierung der geplanten Vorhaben.
Geschwindigkeitsmessung in der Bahnhofstraße
Nach dem letzten glimpflich verlaufenen Unfall in der Bahnhofstraße am Gartenanwesen Noll hatte ich die Verbandsgemeindeverwaltung um eine Geschwindigkeitsmessung gebeten, die sie dankenswerterweise am 22.02.1996 durchführte. Das Ergebnis ist erschreckend: Von den innerhalb einer Stunde gemessenen 121 Fahrzeugen blieben nur 31 unter der

