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Wochenblatt

der Verbandsgemeinde Montabaur

Wocnenzeitung mit öffentlichen Bekanntmachungen der Ortsgemeinden

Boden, Daubach, Eitefborn, Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heiligenroth, Hotier, Horbach, Hübingen, Kadenbach, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel, Niederelbert, Niedererbach, Nomborn, Oberejbert, Ruppach-Goldhausen, Simmern, Stahlhofen, Untershausen, Welschneudorf

sowie der Zweck verbände gemäß § 27 der Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz vom 14. Dezember 1973 - GVBI..S 419 - in der derzeit gültigen Fassung - und den Bestimmungen der Hauptsatzung.

I Jahrgang 24

Freitag, 23. Februar 1996

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Welschneudorf führt

eigenes Gemeindewappen und eigene Gemeindeflagge

Durch Beschlüsse des Ortsgemeinderates Welschneudorfvom 25.10.1995 und 13.12.1995 wurden die Entwürfe bestimmt, die für die Einleitung eines Wappen- und Flaggengenehmigungsverfahrens Verwendung finden sollten. Nach Vorlage dieser Entwürfe, die von Manfred Limbach, Gemünden, erstellt wurden, beim Landeshauptarchiv in Koblenz, wurden am 18.12.1995 und 15.01.1996 bei der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises Anträge auf Genehmigung eines Gemeindewappens und einer Gemeindeflagge gestellt. Vom Landrat des Westerwaldkreises wurde am 05.01.1996 die Genehmigung zur Führung des Gemeindewappens und am 18.01.1996 die Genehmigung zur Führung der Gemeindeflagge in den nachstehend abgebildeten Formen ausgesprochen.

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Die Beschreibung des Wappens lautet:

Unter silbernem, mit drei Bogen begrenztem Schildhaupt, darin balkenweis drei rote Tatzenhochkreuze, in Grün ein nach links gewen­deter, auf einem einblättrigen silbernen Buchenzweig sitzender silber­ner Kuckuck, bewinkelt von je einem aus den Schildecken der Teilung wachsenden einblättrigen silbernen Buchenzweig.

Die Symbolik des Wappens wird wie folgt erläutert:

Die 1453 erstmals urkundlich erwähnte Gemeinde Welschneudorf liegt im südlichen Teil des ehemaligen Engersgaues und gehört in diesem zum königlichen Bannwald Sporkenburg (Spurckenberch). Von einer bereits frühen Besiedlung zeugt die Ringwallanlage aus der Hunsrück- Eifel-Kultur am Großen Dielkopf.

Der Basaltkegel ist mit 478 m die höchste Erhebung des untersten Westerwaldes. Im westlichen Teil der Gemarkung erinnert der Limes mit Wall und Graben ah die Grenze der Römer gegen die Germanen. Aus dieser Zeit stammt wohl auch die Bezeichnung »nova villa« für Neudorf. Das Gebiet des Sporkenforstes kam, und somit auch Welschneudorf, später in den Besitz der Trierer Erzbischöfe. Sie wur­den Landesherren und kamen wie ihre königlichen Vorgänger oft hierher zur Jagd in die Wälder um WelschneudoTf.

Aus dieser Zeit stammt auch das eigens hierfür errichtete kurtrierische Jagdzeughaus von 1705, der Wildgraben, welcher 1770 in Frondiensten um den Forst von Welschneudorf angelegt wurde, und der Tiergarten, der sich von der Bachaue des Stelzenbachtals bis zum südlichen Ortsrand erstreckte. Der Wald ist und war der Lebensnerv von Welschneudorf. Daher dominiert im Ortswappen die grüne Feldfarbe und steht symbolisch mit den silbernen Buchenzweigen für den Wald, die Jagd, den Tiergarten und das Stelzenbachtal.

Fortsetzung auf Seite 2!