Montabaur
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Nr. 3/96
“Öffentl. Bekanntmachungen”
Öffentliche Bekanntmachung
Sitzung des Ausländerbeirates der Stadt Montabaur
Die nächste Sitzung des Ausländerbeirates der Stadt Montabaur findet am
Montag, 29.01.1996, um 17.00 Uhr, im Sitz u ngssaal des Rathauses (Altbau, 1. Stock),
i statt.
Tagesordnung
Öffentliche Sitzung
1. Jahresbericht des Ausländerbeirates
2. Verschiedenes 56410 Montabaur, 02.01.1996
Dr. Possel-Dölken, Bürgermeister
! Sitzung des Stadtrates der Stadt Montabaur
J Siehe Nachtrag auf Seite 32!
Öffentliche Ausschreibung
Die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur schreibt für die Ortsgemeinde Görgeshausen den Ausbau der Gehwege in der Westerwaldstraße und Parkstraße öffentlich aus.
Leistungsumfang:
ca. 1.000 m 2 Pflasterfläche
Firmen, die an Ausschreibungsunterlagen Interesse haben, werden gebeten, die Unterlagen schriftlich bis zum 05.02.lf.96 bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Bauamt, Konrad-Adenauer-Platz 8, 56410 Montabaur, anzufordern.
Die Schutzgebühr in Höhe von 20,- DM ist unter Angabe des Verwendungszweckes auf das Konto-Nummer 500 017 bei der Kreissparkasse Montabaur einzuzahlen. Ein Nachweis über die getätigte Einzahlung ist der Anforderung beizulegen.
Termin für die Abgabe des Angebotes ist
Donnerstag, 22. Februar 1996,10.00 Uhr. Angebote, die mit einer entsprechenden Aufschrift versehen sein müssen, sind bis zu diesem Zeitpunkt bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Bauamt, Zimmer 239, Konrad-Adenauer-Platz 8, 56410 Montabaur, einzureichen.
Montabaur, 10.01.1996 Dr. Possel-Dölken, Bürgermeister
Die Verwaltung informiert
Öffnungszeiten der
Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur
jeweils vormittags von.....08.00 bis 12.00 Uhr
sowie donnerstags von.16.00 bis 18.00 Uhr
Telefonisch erreichen Sie uns zu den o. g. Öffnungszeiten sowie
montags- bis donnerstagsnachmittags
von...14.00 bis 16.00 Uhr
Rufnummer.02602/1260
Aus der Sitzung des Stadtrates der Stadt Montabaur vom 21. Dezember 1995
Stellungnahme der Stadt zu den Planfeststellung des Planfeststellungsabschnittes 71 der Bahn-Neubaustrecke Köln- Rhein/Main
Die Bezirksregierung Koblenz hat am 04.10.1995 das Planfeststellungsverfahren für den Planfeststellungsabschnitt (PFA)
71 eingeleitet. Dieser PFA 71 beginnt an der Planfeststellungsgrenze zum PFA 64 östlich der L 312 in der Gemarkung Eigendorf und endet an der Planfeststellungsgrenze zum Abschnitt 72 südlich der BAB-Abfahrt aus Richtung Köln.
Der PFA 71 wird ganz wesentlich geprägt vom Neubaustreckenbahnhof Montabaur, wobei die Bahnstrecke Staffel-Siershahn mit dem Neubaustreckenbahnhof verknüpft und der vorhandene Bahnhof Montabaur aufgelassen wird. Daneben wird der PFA 71 auch geprägt von
- der Eisenbahnüberführung über die L 313 (Montabaur- Eschelbach) und den Aubach und der mit dieser Baumaßnahme verbundenen Tieferlegung der L 313 und der Verlegung von Ferngasleitungen,
- der Ausweisung von Kompensationsflächen außerhalb des Gebietes der PFA 71,
- der Verlegung des Waldbaches und
- der Verlegung des Sportplatzes Eschelbach.
Die vorliegende Stellungnahme umfaßt insbesondere eine Ablehnung zum ICE-Bahnhof Montabaur. Inzwischen wurde zwar auf dem Verhandlungswege unter Beteiligung des Ministeriums für Wirtschaft und Verkehr ein neues Planungs-, Gestaltungs- und Raumkonzept für den ICE-Bahnhof Montabaur durch die DB AG entwickelt, das jedoch von der DB AG zum jetzigen Zeitpunkt wegen der fehlenden Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Rheinland-Pfalz, dem Bundesverkehrsministerium und der DB AG noch nicht in das Verfahren eingebracht wird. Aus diesem Grund ist die jetzige Konzeption als sogenannte »Sparlösung« mit Nachdruck abzulehnen.
Nach grundsätzlichen Ausführungen aller Fraktionen wurde die Stellungnahme, die die Verwaltung gemeinsam mit der Arbeitsgruppe »Schnellbahn« erarbeitet hatte, ziffemweise durchgegangen.
Zu Ziffer 2 »Bahnhof Montabaur« stellte Ratsmitglied Schweizer (FWG) den Antrag, in Ziffer 2.1 »Personentunnel« ein Laufband für Gepäck (Erleichterung für die Reisenden — ähnlich wie an Flughäfen) zu fordern. Diesem Antrag stimmte der Stadtrat einstimmig zu.
Der Antrag der Fraktion »Bündnis 90/Die Grünen« zu Ziffer 2.2 »Park-& Ride-Anlage«, diese in die Sohle des Bahndammes zu bauen und keine andere Fläche außerhalb dafür zu nutzen, fand bei 4 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen keine Mehrheit.
Der Antrag von Ratsmitglied Bartholome (SPD), das Dach des Parkhauses zu begrünen und die Parkflächen mit Rasengittersteinen zu gestalten sowie gleichzeitig für die Entwässerung des oberen Parkdeckes mit Ölabscheider zu sorgen, fand mit 13 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen und 8 Enthaltungen die Zustimmung des Stadtrates.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken gab zu Ziffer 3.2 »Gewährleistung des Erhaltes des ICE-Bahnhofs« eine textliche Änderung bekannt.
Ratsmitglied Hermes (BfM) beantragte, in Ziffer 3.2 klarzustellen, daß der Bestand des Bahnhofes nicht nur dauerhaft, sondern mindestens bis zum Jahre 2015 gesichert bleibe. Dieser Antrag wurde bei 2 Ja-Stimmen, 19 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen abgelehnt.
Ratsmitglied Manns (Bündnis 90/Die Grünen) stellte den Antrag, in Ziffer 4.7 »ÖPNV« die Reaktivierung der Bahnstrecken Siershahn-Engers und Siershahn-Altenkirchen zu fordern, um eine Anbindung an den ÖPNV zu erreichen. Der Stadtrat signalisierte mit 23 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen seine Zustimmung.
1. Beigeordneter Dr. Hütte stellte den Antrag, iii Ziffer 6.2 »Kompensationsmaßnahmen« den Satz »Dabei handelt es sich einmal um eine ca. 9 ha große Fläche 40- bis 50jähriger Fichtenforste in Abteilung 76 b 1 des Stadtwaldes Montbaur.« zu streichen und in den nachfolgenden Satz »Außerdem stehen in Abteilung 43 (unterhalb Koppel) ca. 100jährige Fichtenhorste für den Buchenvoranbau zur Verfügung.« das Wort »mittelfristig« einzufügen. Dieser Antrag wurde bei 5 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen abgelehnt.
Der Antrag von Ratsmitglied Manns (Bündnis 90/Die Grünen), in Ziffer 7.2 »Regenrückhaltebecken« die naturnahe Gestaltung des Regenrückhaltebeckens mit entsprechender Bepflanzung und keine Betoneinfassung zu fordern, um ein Austrocknen des Waldbaches zu verhindern, wurde einstimmig angenommen. Zu Ziffer 8 »Lärmschutz« stellte die »BfM« drei Anträge:
- Die völlige Untertunnelung von der Dembacher Straße bis zur Eschelbacher Straße fand bei 4 Ja-Stimmen, 18 Neinstimmen und 2 Enthaltungen keine Mehrheit.
- Der Antrag der BfM, auf der Südseite einen Wall als Lärm- .und Schmutzschutz aufzuschütten, wurde bei 5 Ja-Stimmen, 15 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen abgelehnt.

