Montabaur
Nr. 50/95
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Neuer Kindergarten fiir Görgeshausen
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Die Kindergartenleiterin Sabine Neuroth freute sich mit den Kindern, den Eltern und Großeltern, die in großer Zahl erschienen waren. Pfarrer Sode weihte die beiden Räume für die »Regentropfenkinder« sowie für die »Sonnenkinder« ein. Ortsbürgermeister Theo Burkhard sagte bei der Einweihungsfeier, daß die Gemeinde 589.000,- DM aufgewendet habe für den zweigruppigen Kindergarten. Das Land habe sich mit 125.000,- DM beteiligt und der Kreis 170.000,- DM bewilligt. Der vom ersten Beigeordneten Heinz Reusch mitgebrachte Bollerwagen der Verbandgemeinde Montabaur wurde von den Kindern lebhaft begrüßt.
Natur & Umwelt Info
Neophyten - Problempflanzen im Naturschutz?
Als Neophyten bezeichnet man eine Gruppe von Pflanzen, die ab dem 16. Jahrhundert bei uns eingewandert sind - zufällig über den weltweiten Handel oder aber als Zierpflanzen in Hausgärten und botanischen Gärten — und die sich auch in der freien Natur immer stärker ausbreiten.
Da natürliche Feinde, wie Fraßschädlinge oder Krankheiten für diese Pflanzen fehlten, konnten sich besonders konkurrenz- kräftige Arten rasch ausbreiten und zum Teil die einheimische Vegetation verdrängen. Dies trifft jedoch nicht für alle Neophyten, sondern nur für die folgenden genannten Arten zu. Dies sind Kanadische Goldrute, Riesengoldrute, Japanischer Staudenknöterich, Indisches Springkraut und Riesenbärenklau. Diese treten in besonders unerfreulichem Maße in freier Landschaft als Konkurrenzpflanzen einheimischer Pflanzenarten auf. Andere Neophyten beispielsweise, wie die Pfingstrose oder der Flieder sind zwar seit Jahrhunderten in unseren Gärten eingebürgert, stellen aber aufgrund ihrer Ortstreue keine Gefahr für die einheimische Flora dar.
Insbesondere soll an dieser Stelle auch auf eine weitere Gefahr, die durch den Riesenbärenklau (Herculesstaude) ausgeht, eingegangen werden. Dieser Riesenbärenklau, mit lateinischem Namen Heracleum mantegazzianum, ist eine auffällige Pflanze mit einer Höhe bis zu 3 m und großen Korbblüten bis zu 50 cm Durchmesser, der ursprünglich aus dem Kaukasus stammt.
Teilweise ist er in einzelnen Gärten zu finden. In der Gemarkung Horressen hat sich der Riesenbärenklau von einer Parzelle in der Nähe der Waldschule innerhalb weniger Jahre entlang des Bachlaufes aus flächig und an dem alten Steinbruch bis in Höhe des Horresser Berges horstweise ausgebreitet.’ Neben der Beeinträchtigung für den Naturhaushalt ist beim Riesenbärenklau insbesondere daraufhinzuweisen, daß diese Pflanze beim Berühren oder Abbrechen einen Pflanzensaft ausscheidet, der in Verbindung mit UV-Einstrahlung durch Sonne oder künstliches UV-Licht zu Hautreizungen, die sich durch Blasenbildung, Verbrennungen und Hautzerstörungen äußern, führen können. Bei Allergikern können die Hautkontakte zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen fuhren.
Deshalb soll hier insbesondere darauf hingewiesen werden, daß man eine Berührung mit diesen Pflanzen meidet und besonders Kinder darauf aufmerksam macht, daß sie geschädigt werden können.
Dies gilt allerdings nur für den Zeitraum, in dem die Pflanze auch oberirdisch ausgetrieben hat, das heißt von Mai bis ca. August, danach vertrocknet sie und ist deutlich ungefährlicher.
Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, Constanze Wunderlich, Durchwahl 02602/126.215
Verschiebung der wöchentlichen Müll- bzw. Wertstoffabfuhr
wegen den Weihnachtsfeiertagen im Dezember 1995 und Neujahr 1996 sowie Bekanntgabe der Öffnungszeiten an v. g. Tagen

