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Montabaur

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Nr. 45/95

Erfolgreiche Jugendliche aus dem Kreisgehiet

Industrie- und Handelskammer zeichnete Prüflinge aus

MR

Fünfzehn junge Leute aus dem Westerwaldkreis haben Grund zum Strahlen: Sie gehören zu den 242 Kandidaten aus dem gesamten Regierungsbezirk, die 1995 ihre Berufsabschlußprü­fung vor der Industrie- und Handelskammer Koblenz (IHK) mit der Note »Sehr gut« bzw. als Beste in ihrem Beruf absol­viert haben. Die Industrie- und Handelskammer hatte sie zur Auszeichnung ins Koblenzer Schloß eingeladen.

Im Kaisersaal des Kurfürstlichen Schlosses erhielten die Ein­ser-Kandidaten und Besten ihres Berufs von IHK-Präsident Hubert Scherer und IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Jürgen Podzun Urkunde und Buchgeschenk. Scherer und Podzun beglückwünschten Prüflinge wie Ausbildungsbetriebe zu den herausragenden Ergebnissen und ermunterten zu weiteren Leistungen. Die Abschlußprüfung, sagte Scherer, stelle zwar formal den Endpunkt der Berufsausbildung dar, sie sei aber gleichzeitig nur ein Abschnitt auf dem Weg für lebenslanges Lernen. Mit den sehr guten Prüfungsergebnissen dokumen­tierten die jungen Damen und Herren das große berufliche Interesse, den Fleiß und das Durchhaltevermögen der Jugend. Insgesamt haben im Jahr 1995 genau 6.671 Prüflinge in 132 verschiedenen Berufen ihre Berufsabschlußprüfung vor der Industrie- und Handelskammer absolviert. 242 legten die Prü­fung mit einer »Eins« bzw. mit der besten Note in ihrem Beruf ab.

Auf die Lehrstellensituation im Kammerbezirk eingehend, sagte der IHK-Präsident, beim Ausbildungsplatzangebot sei eine deutliche Trendwende zu verzeichnen. Im Kammerbezirk gibt es auch weiterhin mehr Lehrstellen als nachfragende Jugendliche. Ende August 1995 kamen auf 2.458 unbesetzte Ausbildungsstellen 1.465 Bewerber. Das bedeutet, einem Be­werber stehen 1,7 Aüsbildungsstellen offen.

Was die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den erfolgreichen jungen Leuten sagen wollte, verlas Dr. Wolfgang Linckelmann, denn die Ministerin war erkrankt. »Das duale System der beruflichen Bildung muß erhalten und dort, wo es möglich ist, noch weiter ausgebaut und verbessert werden,« ließ sie versichern.

Herzliche Glückwünsche für die Besten und deren persönli­chen Lebensweg und weiteren Aufstieg hatte die Ministerin ihrem Mitarbeiter noch mit auf den Weg gegeben. Der berufli­chen Bildung komme eine Schlüsselfunktion nicht nur für die persönliche Zukunftssicherung zu, sondern auch für die Zu­kunftssicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland und für den sozialen Frieden. Die Ausbildung besonders leistungs­starker Jugendlicher soll nach Meinung der Ministerin noch attraktiver werden und eine echte Alternative zum Hochschul­studium darstellen. Der Umstand, daß in den nächsten zehn Jahren für rund 200.000 kleinere und mittlere Betriebe Nach­folgerinnen und Nachfolger gesucht werden, aber auch die Entwicklung neuer Verfahren in der Fertigung und die Aus­weitung des Dienstleistungssektors erforderten eine hohe Zahl qualifizierter Nachwuchskräfte, die leistungsmotiviert ihre Chancen wahmehmen.

Die erfolgreichen jungen Leute in Ausbildungsstätten aus dem Westerwaldkreis sind:

Odine Schweiger, Bürokauffrau (Autohaus A. Diefenbach GmbH l/entefshausen), Claudia Grodtke, Siebdruckerin (De­kor-Print Rollensiebdruck GmbH Hilgert), Uwe Metzger, Be­rufskraftfahrer -Güterverkehr- (Emil Mann GmbH & Co. KG Langenbach), Manuel Reguilon, Industrieelektroniker -Gerä­

tetechnik- (EWM Elektrowerk Mündersbach Szczesny KG Mündersbach), Oliver Komab, Energieelektroniker -Betrieb­stechnik- (Jasba GmbH Otzingen), Christian Link, Kaufmann für Bürokommunikation (Keramchemie GmbH Siershahn), Monika Schwarz, Kauffrau für Bürokommunikation (Keram­chemie GmbH Siershahn), Nicole Eberth, Industriekauffrau (Klöckner Pentaplast GmbH Montabaur), Kristina Peters, Be­kleidungsschneiderin (Lebek Bekleidungsindustrie GmbH & Co. Bad Marienberg), Katja Stein, Verkäuferin (Raphaela Wolf und Eva Maria Gresser Montabaur), Mario Güsten, Flachgra­veur (Signum Werbetechnik GmbH Unnau), Ulla Stein, Kauf­mannsgehilfin im Hotel- und Gaststättengewerbe (Sporthotel Zugbrücke, Manfred Gstettner, Höhr-Grenzhausen), Jörg Krause, Holzmechaniker (Von Bergh Ladenbau GmbH Dern­bach), Patrick Hahn, Bauzeichner -Hochbau- (W. Schenkel­berg, Ransbach-Baumbach), Holger Genzier, Zerspanungsme­chaniker -Drehtechnik- (Westfalia Separator Aktiengesell­schaft Niederahr).

Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz

Sparkassenwertpapiere - ein lohnender Kauf

Festverzinslich, risikoarm, ertragsstark - mit diesen Schlag­worten lassen sich die Eigenschaften der sparkasseneigenen Wertpapiere (Sparkassen-Inhaberschuldverschreibung, Spar­kassenbrief und Sparkassenobligation) umschreiben. Daß die Anleger in Ost- und Westdeutschland in den vergangenen Jahren immer renditebewußter geworden sind, zeigen die nachhaltigen Umschichtungen zugunsten der Sondersparfor­men und Eigenemissionen. Ende 1994 verbuchten die Institu­te der Sparkassen-Finanzgruppe bei den eigenen Wertpapie­ren gut 252 Milliarden DM, 10,6 Prozent mehr als zum Jah­resabschluß 1993.

Hohe Liquidität durch ständige Verkaufsmöglichkeit bietet die Sparkassen-Inhaberschuldverschreibung. Das börsenfähi­ge Wertpapier der Sparkasse ist übertragbar. Für die gesamte Laufzeit, die der Kunde weitestgehend nach eigenem Ermes­sen festlegen kann, werden feste Zinssätze garantiert. Üblich sind Bindungen von zwei bis zehn Jahren - je länger der Kunde das Geld in Inhaberschuldverschreibungen anlegt, de­sto höher ist natürlich die Rendite. Derzeit lassen sich für mittlere Laufzeiten 6 Prozent und mehr erzielen. In den Genuß der Zinsen kommt der Käufer Jahr für Jahr - als Gutschrift auf dem Konto oder als Auszahlung. Die Sparkassen geben die jeweiligen Anlagebeträge vor, in der Regel liegen sie aber zwischen 1.000 und 10.000 DM.

Wer eine risikofreie, mittelfristige Geldanleihe wünscht, ist mit dem Sparkassenbrief gut beraten. Ab einer Stückelung von 100 DM garantiert er dem Anleger eine attraktive Verzinsung. Sparkassenbriefe sind Urkunden, die auf den Namen der Kunden ausgestellt sind. Der Zinssatz wird beim Kauf für die gesamte Laufzeit, die in der Regel vier bis sechs Jahre beträgt, festgeschrieben. Dabei hat der Kunde bei den Zinszahlungen die Wahl zwischen drei verschiedenen Varianten: laufende Verzinsung, Aufzinsung, Abzinsung. Seit der Einführung der Zinsabschlagsteuer sind Auf- und Abzinsungspapiere, deren Kapitalerträge zum Ende der Laufzeit kapitalisiert und in einer Summe zufließen, für die meisten Anleger nur noch bedingt geeignet. Sparkassenbriefe können nicht gekündigt, jedoch beliehen werden.

Sparkassenobligationen sind für die/Anleger interessant, die ein Papier mit einem stärkeren Wertpapiercharakter als den Sparkassenbrief suchen. Neben einer Haupturkunde erhält der Käufer einen Zinsscheinbogen. Für dieses Papier, das übertragbar ist, wird für die gesamte Laufzeit ein fester Zins garantiert. Auch die Sparkassenobligation kann mit laufender Verzinsung sowie als Aufzinsungs- oder Abzinsungspapier erworben werden. Eine Börseneinführung ist bei den Papie­ren, die eine Laufzeit von mindestens einem bis höchstens zehn Jahren haben, nicht vorgesehen. Die Sparkassenobliga­tion besitzt größere Fungibilität als der Sparkassenbrief. Zwar ist sie für den Gläubiger und Schuldner unkündbar, es kann aber nach Ablauf von vier Jahren eine Rückgabemöglichkeit an die Sparkassen vereinbart werden. Als weitere Pluspunkte bieten die Sparkassenobligationen kostenlose Verwahrung und Verwaltung sowie Spesenfreiheit bei Kauf und Einlösung. Der Mindestnennbetrag liegt bei 100 DM.