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Montabaur

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Nr. 43/95

Autofahren im Herbst

Stürmische Begegnungen

Der Wind ist zwar ein himmlisches Kind; aber daß von oben nur Gutes kommt, widerlegt alljährlich der Herbst. Wenn die ersten Sturmböen durch die Lande fegen, Fensterscheiben zu Bruch gehen, Dachziegel durch die Luft fliegen oder so man­cher Baum auf einem Autodach landet - dann hört der Spaß auf. Man sollte daher Wettervorhersagen trauen und baumrei­che Straßen - zumindest zum Parken - meiden. Nicht nur in den Städten, auch auf freier Landstraße hinterlassen Stürme häufig eine Spur der Verwüstung. Nach Empfehlung der De- kra-Sachverständigen sollten Autofahrer, die bei diesem Wet­ter unterwegs sind, Warnungen von Verkehrszeichen ernst nehmen. Gefährdete Strecken sollten die mit Vorsicht passie­ren.

Fahrzeug abmelden

Keine Umwege nach der Abmeldung

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen wieder in den Keller fallen, gönnen viele Cabrio-Fans und Motorrad­fahrer ihren Gefährten einen Winterschlaf. Wer Geld sparen will, legt sein Sommerfahrzeug vorübergehend still, denn in der meldefreien Zeit fallen weder Versicherungsprämie noch Kraftfahrzeugsteuer an. Die Formalitäten sind kein Problem, wenn man die richtigen Papiere dabei hat: Für die vorüberge­hende Stillegung genügen Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein. Natürlich werden auch die Kennzeichenschilder durch das Entfernen der Behördenplakette vorübergehend »entwertet«. Der Gesetzgeber erlaubt es, dazu mit dem abzumeldenden Fahrzeug bei der Kfz-Zulassungsstelle vorzufahren. Die De- kra-Sachverständigen verweisen allerdings darauf, daß nach der Abmeldung das Fahrzeug auf dem direkten Weg zum »Überwinterungsort« überführt werden muß. Bei einem unnö­tigen »Umweg« verliert der Halter seinen Versicherungsschutz und riskiert überdies ein Bußgeld.

Selbsthilfegruppe Neurodermitis, Asthma, Allergien

Am Samstag, 04.11.1995, findet das letzte Treffen der Selbst­hilfegruppe für Neurodermitis-, Asthma- und Allergiepatien- ten für 1995 statt. Treffpunkt: 15.00 Uhr im katholischen Pfarrheim in Meudt. Zu den Zusammenkünften sind betroffe­ne Menschen, deren Angehörige oder Interessierte eingeladen, mit denen die eigenen Erfahrungen über alternative Behand- lungs- bzw. Emährungsmöglichkeiten ausgetauscht werden können. Infos: 06435/1731 oder 02623/4475. Zum Vormerken die Termine für 1996: 20.01., 09.03., 15.06., 07.09., 16.11.

Auch in der Politik wird nur mit Wasser gekocht

Das Foto zeigt die Westerwälder Gruppe vor der Europäischen Kommission. Hier wurde intensiv über die Zukunft des ländlichen Raumes und Fragen des Lebens­mittel- und Umweltrechtes diskutiert.

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Davon konnten sich wieder über 54 Westerwülderinnen über­zeugen im Rahmen einer Informationsfahrt für Frauen nach Bonn. Haus der Geschichte, Besichtigung Plenarsaal, Rhein­land-pfälzische Landesvertretung, europäische Kommission und ein frauenhistorischer Stadtrundgang vermittelten den Westerwälderinnen Eindrücke der Politik in Bonn.

Die Fahrt stand unter der Leitung der Gleichstellungsbeauf­tragten des Westerwaldkreises, Angela Schneider, die mit diesen Veranstaltungen Frauen die Berührungsängste vor der Politik nehmen möchte.

Neue Termine für Informationsfahrten für Frauen Sonderprospekt anfordem

Termine für die nächsten Fraueninformationsfahrten sind: Do., 07.12.1995 (Frankfurt, Börse, Kaiserdom, Weihnachts­markt) und Do., 18.01.1996 (Mainz, Landtagssitzung mit Teil­nahme an der Debatte, Frauenvortrag/Ministerium, gemein­sames Mittagessen, Stadtführung).

Die Busroute geht über Rennerod, Westerburg und Monta­baur. Zusteigemöglichkeiten sind dort und in den Durch­fahrorten. Anmeldung ist erforderlich.

Für Rückfragen steht die Gleichstellungsbeauftragte des We­sterwaldkreises, Angela Schneider, unter der Rufnummer 02602/ 124301, gerne zur Verfügung.

Nicht die Krankheit, nur die Symptome werden behandelt

Großangelegte Bodenschutzkalkung im Forstamt Neuhäusel

Ab der zweiten Oktoberhälfte dieses Jahres werden umfang­reiche Bodenschutzkalkungen bei allen Waldbesitzarten im Forstamt Neuhäusel begonnen, insbesondere im Bereich der Montabaurer Höhe (Alarmstange).

Auch die Waldbestände entlang der B 49 und C 309 werden gekalkt. Mit Sichtbehinderung durch Staubbildung ist zu rech­nen. Es handelt sich um kohlensauren Magnesiumkalk, der sowohl von hochleistungsfähigen Bodenverblasegeräten als auch vom Hubschrauber in den nicht befahrbaren Lagen aus­gebracht wird. Die Waldbesucher werden gebeten, zum Zeit­punkt der Kalkausbringung die Arbeitsgebiete zu meiden und Waldwanderungen zu verlegen.

Pro Hektar Waldfläche werden drei Tonnen Kalk ausgebracht, in den nächsten Tagen im Forstamt Neuhäusel rund 1.500 Tonnen.

Die Kalkung soll in Anbetracht der anhaltenden Immissionen die Waldböden gegen saure Schadstoffeinträge abschirmen und eine weitere Verschlechterung verhindern. Luftschadstoffe entstehen hauptsächlich bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, Kohle, Öl, Gas usw. Mit einer der Hauptverursacher ist der Straßenverkehr.

Eine fortschreitende Versauerung der Waldböden bedeutet vor allem

- Mobilisierung von Nährelementen und Schadstoffen im

Oberboden 1

- Auswaschung und Verlagerung dieser Elemente und Stoffe in tiefere Bodenschichten bis in das Grundwasser

- Nährstoffmangel

- Zerstörung des physikalischen Bodengefüges

- Beeinträchtigung des Wald Wachstums.

»Tatsächlich kurieren wir nur an den Krankheitssymptomen herum«, erläutert Oberforstrat Jürgen Schlüter vom Forstamt Neuhäusel, »es ist so ähnlich wie die Einnahme von Na­sentropfen - kurzfristig ist die Nase frei, aber schnell ist die Wirkung verflogen. Eine nachhaltige Verbesserung der Wald­gesundheit ist nur und ausschließlich über eine Verminderung des Schadstoffausstoßes möglich.«

Die Kosten für die Waldkalkung im Gemeinde- und Privatwald werden zu 90 % vom Land übernommen.

Literarisches Suchspiel findet breites Echo bei jungen Lesern

Gewinner des Wettbewerbs der Stiftung Lesen und der Naspa-Stiftung wurden ermittelt

Rund 4.000 junge Leserinnen und Leser im Geschäftsgebiet der Nassauischen Sparkasse haben von Mai bis September 1995 an deip Wettbewerb unter dem Motto »Die Erde ist unser Haus« teilgenommen.

Veranstalter waren die Stiftung Lesen sowie »Initiative und Leistung«, Stiftung der Nassauischen Sparkasse für Kultur, Sport und Gesellschaft. - Aus den richtigen Einsendungen wurden jetzt die Gewinner ermittelt.

Prof. Dr. Klaus Ring und Winfrid W. Rogge, die Geschäftsfüh­rer der beiden Stiftungen, freuten sich über die rege Beteili­gung an diesem literarischen Suchspiel, dessen Lösung »Na­türlich lesen« lautete. Bei der Ermittlung der Gewinner hatten neun Mädchen und Jungen besonderes Glück. Sie dürfen zu-

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