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Montabaur

Nr. 40/95

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Mittwoch 07.00 bis 09.00 Uhr Bundeswehr (Warmbadetag) 09.00 bis 13.00 Uhr allgemeiner Badebetrieb

19.30 bis 21.00 Uhr Frauenbad

Donnerstag 07.00 bis 09.00 Uhr Bundeswehr (Warmbadetag) 09.00 bis 21.00 Uhr allgemeiner Badebetrieb Freitag 07.00 bis 09.00 Uhr Bundeswehr

09.00 bis 16.00 Uhr allgemeiner Badebetrieb 16.00 bis 19.00 Uhr Vereinsbad (TuS Montabaur) 19.00 bis 21.00 Uhr Vereinsbad (DLRG) Samstag 08.00 bis 16.30 Uhr allgemeiner

Badebetrieb

16.30 bis 18.00 Uhr Vereinsbad

(TSG

Montabaur)

Sonntag 08.00 bis 12.30 Uhr allgemeiner

Badebetrieb

Telefon: 02602/4611

Natur & Umwelt Info

Eine heiße Angelegenheit

Die Sonne ist für den Menschen eine schier imendliche Ener­giequelle. Sie strahlt jährlich etwa 10000 mal mehr Energie auf die Erdoberfläche ein als von der Weltbevölkerung benötigt wird. Auch im hochindustriealisierten Deutschland ist das »himmlische« Energieangebot immens. Es übersteigt den Pri­märenergieverbrauch um das 89fache! Während die solare Stromerzeugung (Photovoltaik) nach wie vor sehr teuer ist, mausert sich die Brauchwassererwärmung durch Sonnen­strahlung langsam zu einer wirtschaftlichen Alternative und gehört daher zur häufigsten Solaranwendung im privaten Be­reich. Moderne »Standardanlagen« können bis zu zwei Drittel des Wärmebedarfs einer »Normalfamilie« decken.

Aus Licht wird warmes Wasser Die Funktionsweise einer Solaranlage ist recht einfach (vgl. Abb. 1). Herzstück der Anlage ist ein Kollektor, der das Son­nenlicht in Wärme umwandelt. Die bekanntesten Kollektoren sind der Flachkollektor und der Vakuumröhren-Kollektor. Die Wärme wird von einem Trägermedium (meist eine Mischung aus Wasser und einem Frostschutzmittel) über ein Rohrsy­stem in einen Solarwärmetauscher geleitet. Dieser erwärmt das Brauchwasser auf die gewünschte Temperatur (50 bis 60 °C). Eine Nachheizung im oberen Teil des Speichers ge­währleistet, daß auch in sonnenarmen Zeiten warmes Wasser zur Verfügung steht. Eine Regelung mit Temperaturmessung steuert die Zirkulation des Wärmeträgermediums.

Obgleich der Kollektor die wichtigste Anlagenkomponente ist, garantiert ein guter Kollektor allein noch keinen effektiven Anlagenbetrieb. Um einen hohen Wirkungsgrad erzielen zu können, müssen alle Komponenten der Solaranlage gut aufein­ander abgestimmt sein. Besondere Sorgfalt sollte auf die Aus­wahl des Solarspeichers verwendet werden. Ein Solarsystem muß soviel Energie speichern können, daß es auch ein bis zwei Schlechtwettertage ohne Sonnenschein überbrücken kann. Daher benötigen Solaranlagen einen im Vergleich zur konven­tionellen Zentralheizung vergrößerten Brauchwasserspeicher. Dieser wird Solarspeicher genannt.

Kollektor-

Speicher

Regelung

Nachheizung

Solarwärmetauscher

Abb. 1: Schema einer Solaranlage

Speicher

36 %

Regelung + Zubehör 7 %

Kollektorfeld

36 %

Montage

30 %

Abb. 2: Kostenanteile beim Solaranlagenbau

Tips und Hinweise

1. Achten Sie auf eine vernünftige Dimensionierung Ihrer Anlage. Hierzu müssen Sie Ihren Warmwasserverbrauch ermitteln.

2. Die Solarkollektoren sollten möglichst nach Süden ausge­richtet sein und einen Neigungswinkel zwischen 20 und 50 Grad besitzen.

3. Der Solarspeicher und die Rohrleitungen müssen sehr gut gedämmt werden.

4. Fast alle Firmen bieten Systeme als Bausatz an. Wenn Sie technisch versiert sind, können Sie die Solaranlage selber installieren und so die Montagekosten einsparen.

5. Die Bundesregierung bezuschußt Solaranlagen mit 1500 DM bzw. mit 250 DM pro Quadratmeter Kollektorfläche. Daneben gibt es Förderprogramme auf Landes- und kom­munaler Ebene. Informieren Sie sich rechtzeitig!

6. Der Bund der Energieverbraucher e.V., Rheinstraße 8, 53619 Rheinbreitbach, Tel.: 02224/92270, informiert Sie kostenlos über Solaranlagen. Nutzen Sie dieses Angebot.

Was kostet die Chose?

Der Gesamtpreis der Solaranlage resultiert aus den Kosten für das Kollektorfeld, dem Speicher, die Montage sowie Regelung und Zubehör (vgl. Abb. 2). Flachkollektoranlagen schlagen mit etwa 9000 bis 12000 DM zu Buche, bei Vakuumröhren-Kollek- toranlagen erhöht sich dieser Betrag um 2000 bis 3000 DM. Um die Kosten zu senken, hat der Bund der Energieverbrau­cher 1994 mit Unterstützung aller großen Umweltverbände das »Phönix-Projekt« gestartet. Phönix bietet vier verschiede­ne Standard-Anlagen zwischen 5000 und 8000 DM (ohne Mon­tage) an. Die Anlagen finden vor allem bei Selbstbauem großen Absatz, da sie sich einfach installieren lassen.

Eckart Grundmann

Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, Constanze Wunderlich, Durchwahl 02602/126.215.

IUS ARCHIVI

Archiv der Stadt Montabaur

Informationen zu Akten und Urkunden

Die Gemarkungen um die Stadt (Teil V)

Den Gemarkungen in Richtung Holler gilt heute unser beson­deres Interesse. Das Gelände zwischen der Koblenzer- und Gelbachstraße und somit »Vor dem Peterstor« war um 1868 weitgehend imbesiedelt und wurde in Form von Gärten, Wie­sen und Ackerland genutzt.