Montabaur
Nr. 38/95
Was macht man nun, wenn die Wespen kommen? Neben den wichtigen Selbsthilferegeln, süße Getränke nie aus Dosen oder Flaschen zu trinken, sollte man auch daran denken, daß bereits der süße Eismund eines Kindes schon Wespen in die gefährdete Mundgegend lockt. Und wenn schon eine Wespe an einem unerwünschten Ort gelandet ist, dann mit ruhigen Bewegungen handeln. Hektik macht Wespen aggressiv. Wer diesen Tieren mit Gelassenheit zu sieht, kann feststellen, daß sie über Süßigkeiten einen schaukelnden Suchflug durchführen. Offensichtlich prüfen sie an den flüchtigen Geruchsstoffen deren Konzentration und landen zuerst am lohnenden Objekt. Kein Wunder, daß der Puderzucker auf Gebäck Wespen im Spätsommer magisch anzieht. Daran wird sich wohl auch nichts ändern lassen.
Woher kommen aber die Wespenmassen gegen Sommerende und warum lösen sich dann die Völker auf? Diese Frage erklärt sich aus der Biologie der Wespen - ein spannendes Beobachtungsthema für ein ganzes Jahr:
Alle Wespen sterben im Herbst nach den ersten Nachtfrösten ab, nur ein begattetes Weibchen überlebt in einem geschützten Winkel. Im kommenden Frühjahr baut das Weibchen allein ein Nest. Da es keine Wachsdrüsen, wie die Bienen besitzt, schabt es mit seinen kräftigen Oberkiefern Holzfasern ab, kaut sie mit Speichel durch und fertigt aus der Pappmache sechseckige Waben mit einem schirmartigen Dach darüber. Nach der Ablage von einem Ei in jede Zelle füttert sie die bald schlüpfenden Larven mit zerkauten Insekten. Nach deren Entwicklung wechseln die Rollen: Die Königin legt nur noch Eier, die jungen Arbeiterinnen kümmern sich um den weiteren Nestausbau. Das Flugbenzin zur Materialbeschaffung besorgen sich die Wesp.en in Form von Nektar aus leicht zugänglichen Blütendolden, wie etwa Wiesenkerbel, Engelwurz oder Schneeball. Im Spätsommer legt die. Königin in bestimmte, größere Zellen nur noch einige, wenige befruchtete Eier zur Königinnennachzucht, vermehrt aber imbefruchtete Eier ab, aus denen Männchen schlüpfen.
Danach hört die Eiproduktion auf, die Arbeiterinnen haben nun keine Pflegekinder mehr aufzuziehen und widmen sich ganz dem Naschen an der herbstlichen Früchtetafel der Natur. Wenn ein gut entwickeltes Nest seine drei- bis viertausend Arbeiterinnen entläßt, dann können Wespen uns schon manchmal lästig werden. Aber was ist das gegen die Millionen von lästigen Mücken und Fliegen, die sie den Sommer über von uns femhielten?
Wolfgang Dreyer
Quelle: kosmos 9/95
Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, Constanze Wunderlich, Durchwahl: 02602/126.215.
IUS ARCHIVI
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Archiv der Stadt Montabaur
Informationen zu Akten und Urkunden
Die Gemarkungsgrenzen als Einnahmequellen
In kurtrierischer Zeit waren die Handelswege, sofern sie die Stadt berührten, nicht zollfrei. Zölle waren eine wichtige Einnahmequelle sowohl für den Kurfürsten, als auch die Stadt. Fuhr man in den Hoheitsbereich der Stadt ein, waren zumindest Durchfahrtszölle an den »Schlägen«, den Zollbarrieren, zu entrichten. Im 16. Jahrhundert haben Händler immer wieder versucht, den »Schlag« zwischen Niederelbert und Horressen zu umgehen. Wie dem begegnet wurde, dazu ein Beispiel aus den Amtsbüchem der Stadt:
»In Zeiten hochlöblichen Gedächtnisses unseres gnädigsten Herrn, Erzbischof Richard, haben die Sälzer eine neue Straße zu fahren vorgenommen.
Mit Namen von Elbert (Niederelbert) obig Horhausen (Horressen) durch den Wald bis zu den »Schlägen« zu. Hat sich die Stadt darüber beschwert funden, wo die Güter und Waren neben der Stadt hin geführt würden, daß der Handel in der Stadt abnehmen würde und auch die Waren wie Eier, Käse, Salz, Schmalz, Speck nicht zu feilem Kauf gekommen. - Hat hochgeehrter unser gnädiger Herr solches erwogen und die Stadt damit begnadet und gefreit, daß die Stadt dieselbe Straße verschlagen und verhüten sollte, nämlich mit dem Graben durch den Wald, und daß keiner darüber fahren sollte, sondern durch die Stadt (und nicht um sie herum), da man mög auch sehen, was jeder zu zollen schuldig sei. Ist also gehalten worden und die Übertreter viel gestraft worden, unserm gnädigen Herrn halb und der Stadt halb (die Strafgelder sind' gemeint), wie auch mit dem Zoll verfahren wurde«.
1608 ist der Graben auf Anweisung des Amtsmanns Melchior von Elz wieder zugeworfen worden.
Der genannte Erzbischof und Kurfürst Richard von Greifenklau regierte das Kurfürstentum Trier von 1511 bis 1531.
Daß auch die Dienstleute der Kurfürsten selbst der Stadt die Hoheitsrechte auf den Straßen beschneiden wollten, darüber ein nächstes Mal.
Günter Henkel
Quelle:
Rotes Buch, Stadtarchiv Montabaur, Abt. 1, Nr. A2
Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch, Freitag.10.00 bis 12.00 Uhr
Dienstag, Donnerstag.15.30 bis 17.30 Uhr
Geänderte Öffnungszeiten ‘
der Hausmülldeponien
Von seiten des Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetriebes wird auf nachfolgend aufgeführte geänderte Öffnungszeiten der Hausmülldeponien des Westerwaldkreises in Meudt und Rennerod, der Wertstoffsortieranlage in Boden und der Erdaushubdeponie Hergenroth mit Beginn der Winterzeit ab 24.09.1995 sowie der Schließung der Erdaushubdeponie Luckenbach während der Winterzeit hingewiesen.
Hausmülldeponien Meudt und liennerod:
Montags bis freitags..von 08.00 bis 16.00 Uhr
Samstags...von 08.00 bis 12.00 Uhr
Wertstoffsortieranlage Boden:
Montags bis freitags.von 08.00 bis 16.00 Uhr
Samstags ....von 08.00 bis 12.00 Uhr
Erdaushubdeponie Hergenroth:
Mittwochs.von 12.00 bis 16.00 Uhr
Samstags.von 08.00 bis 12.00 Uhr
Erdaushubdeponie Luckenbach
Mit Beginn der Winterzeit bleibt diese Erdaushubdeponie bis i einschließlich 31.03.1996 ganz geschlossen. In Ausnahmefällen besteht jedoch nach vorheriger telefonischer Absprache (02602/68060) die Möglichkeit einer Anlieferung. 1
“Erwachsenenbildung”
07210 Reading and Discussion
A lively discussion groupt for participants with a goodj knowledge of English.
Lehrmittel: »World and Press« (englischsprachige Zeitung)
Beginn: Mittwoch, 27. September 1995, 10.20 Uhr
Dauer: 15 Vormittage
Ort: Haus der Jugend
Leitung: Elizabeth Flikschuh
Gebühren: 80,- DM
Nähere Informationen und Anmeldung während den Geschäftszeiten: VHS-Geschäftsstelle, Rathaus Montabaur, Tel.: 02602/126.105
Geschäftszeiten:
Mittwoch. v .13.30 bis 16.00 Uhr
Donnerstag.08.00 bis 12.30 Uhr
und.13.30 bis 18.00 Uhr
Freitag.08.00 bis 12.30 Uhr

