Montabaur
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Nr. 37/95
Besonders begrüßt wurde von den Franzosen, daß die Deutschen sich so bemühten, ihre Reden zweisprachig zu gestalten. So hielten z. B. Frau Skrebutis, die 1. Vorsitzende der Deutsch- Französischen Gesellschaft, und Landrat Paul Weinert ihre Reden sowohl in Deutsch als auch in Französisch. Auch Bürgermeister Dr. Possel-Dölken gelobte, einen Französiseh-Kurs zu belegen, außerdem zog er in Erwägung, in nächster Zeit einmal eine Radtour durch das Burgund zu unternehmen, um Land und Leute noch besser kennenzulernen.
Am Sonntagmorgen stand ein ökumenischer Gottesdienst auf dem Programm, geleitet von Abbe Jean Max Gailledrat und dem Montabaurer Diakon Alwin Schoden. Im Anschluß daran wurden Blumenkränze am Ehrenmal niedergelegt, um die Anteilnahme an der Trauer um gefallene Krieger auszudrücken.
Die Gastfreundschaft der Franzosen kannte keine Grenzen, die Deutschen fühlten sich in ihren Gastfamilien sehr wohl und genossen die zahlreichen Aktivitäten, die an diesem Wochenende geboten wurden.
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Natur & Umwelt Info
Wespen
Woher nur kommen im Herbst die vielen Wespen und machen den Obstkuchengenuß im Garten und auf der Terrasse zu einem Wettessen mit den Sechsbeinern? Der Grund sind nicht, wie oft vermutet, plötzliche Massenvermehrungen, sondern eine Welle von »Massenentlassungen« aus den Wespenstaaten: Die oft mehr als dreitausend Arbeiterinnen pro Nest werden im Spätsommer nicht mehr zur Aufzucht von Larven gebraucht und wenden sich dann der Suche nach süßen Früchten zu. An warmen Tagen sind sie eine wahre Landplage und
bringen viele Menschen zur Verzweiflung. In Panik nach den f gelbschwarzen Rittern zu schlagen bringt jedoch nichts und führt nur zu schmerzhaften Stichen. Der bessere Weg ist, Wespen mit der Gelassenheit von Kuchenverkäuferinnen in der Konditorei zu begegnen und sie mit einigen Vorsichtsmaßnahmen gewähren zu lassen. Wer die Chance nutzt, die wehrhaften Insekten aus der Nähe zu beobachten, ihre Arten unterscheiden zu lernen, um ihr Verhalten zu Verstehen, wird sie bald als Bundesgenossen im Kleinökosystem Garten schätzen.
Obwohl Wespen ebenso wie die Bienen in Staaten leben, haben sie eine ganz andere Lebensstrategie, die schon beim Betrachten ihres Körpers deutlich wird. Bienen sind »Pelztiere«, ihre Körperbehaarung sammelt beim Besuch von Blüten soviel Pollen wie möglich ein, der zusammen mit Nektar zu Honig gemacht wird und als Vorrat für schlechte Zeiten dient. Die Wespen dagegen sind kaum behaart, ihr Körper besteht aus Chitinplatten, die den ganzen Leib wie eine Ritterrüstung umgeben. Die auffallende Warnfärbung Gelbschwarz weist
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