Montabaur
Nr. 31/95
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1747 abändem wollen. Häuser, die der Verbreiterung der Straße im Wege standen, wurden 1761 und 1765 versetzt. Der Amtsverwalter stelle 1761 fest, daß er schon im April des Jahres den Auftrag gegeben habe, daß das »in dahiesigem Saurenthal... stehende Hannappelsche Haus ... von der Landstraße weggerückt« werden müsse. (6) Aber erst zu nassaui- scher Zeit geht man an die »Herstellung der Futtermauer an dermaligen Stadtmauer am Sauertaler Berg.« (7) - Vom Sauertaler Berg und vom steilen Gelbachweg erreichte man auch die beiden Mühlen am Hammerweg, dem »jämmerlichen Fußpfad«, wie für die achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts festgestellt wurde. Zwar hatte die Stadt die Besitzer der Eisenschmelzhütte und des Eisenhammers zu Montabaur, die Mariot’s, 1648,1684 und 1721 bis 1739 »zur Hilfe bei Instandhaltung der Wege« (8) verpflichtet, aber mit dem Niedergang der Firma sind wohl auch die Wege verfallen. Wie schon festgestellt, wird erst 1886 der Hauptweg in die Marau zur Landstraße ausgebaut. Unser Chronist berichtet für diesen Abschnitt des Gelbachtales schließlich, daß hinter der Mühle in der Marau »ein neuangelegter Weg nach-Wirzenborn« (1) fuhrt, der an der »Grube Mühlenberg, öder wie sie zuletzt hieß: Grube Marie«, vorüberfuhrt. Es war »dieses ein Silber- und Bleibergwerk, welches noch nicht zur rechten Blüte gelangen konnte und gegenwärtig ganz ruht.« (1)
Im Zusammenhang mit den gegebenen Verkehrsverhältnissen kann man verstehen, daß der Betrieb immer wieder eingestellt werden mußte. Als der Plan einer Gelbach-Eisenbahnstrecke Ende des 19. Jahrhunderts und bis ins erste Viertel unseres Jahrhunderts diskutiert wurde, heißt es im Grubenfelder-Ver- zeichnis: »Marie VI, Wirzenborn, Gewerkschaft Marie VI zu Montabaur/Ferd. Wallot zu Darmstadt. — Die Grube ist durch einen Stollen aufgeschlossen, aus welchem mehrere Strecken und Überhauen getreiben wurden. Betrieb hat mit Unterbrechung von 1875 bis 1900 stattgefunden. Das Erzvorkommen ist nachgewiesen, bis jetzt aber noch wenig abgebaut worden ...«(9) — Am Bachtal entlang führte zu dieser Zeit nicht einmal eine Straße nach Reckenthal. Die Gemeinde Reckenthal hatte 1877 von sich aus einen Fahrweg angelegt, der vor der »Waldesruh« (heute Hotel Stock) auf die Höhe abbog. (1) Dieser Weg war natürlich nur geschottert. - Es wird verständlich, daß um die Jahrhundertwende immer wieder der Plan einer Gelbach- Eisenbahn Montabaur — Nassau/Bad Ems erwogen wurde. Hierzu im nächsten Aufsatz.
Günter Henkel
Eine Bemerkung in Sachen Literatur zur Stadtgeschichte: Das Stadtarchiv hat bisher drei Hefte in der Schriftenreihe zur Stadtgeschichte von Montabaur herausgegeben. Hier die Titel:
- Annäherungen an die 700jährige Stadt Montabaur (1991).
- Montabaur: - Von Scharfrichtern, Schülern, Gastwirtschaften (1993).
- Montabaur: - Von Schulen, Straßen und Bahnhöfen (1994). Sollten Sie interessiert sein, rufen Sie uns zu den Öffnungszeiten des Archivs an. Tel. 02602/126-210.
Hier auch meine Privat-Nr. 02602/4385.
Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Fr.10.00 bis 12.00 Uhr
Di, Do.15.30 bis 17.30 Uhr
Das Stadtarchiv befindet sich in der Jöseph-Kehrein-Schule.
Hl “Erwachsenenbildung”
Der neue Arbeitsplan der VHS Montabaur
für das Herbst-Semester 1995 liegt vor!
Ein interessantes und vielfältiges Programm erwartet Sie.
Erhalten können Sie den neuen Arbeitsplan bei allen Banken, Bäckereien, Metzgereien, Apotheken, Buchhandlungen und selbstverständlich bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Rathaus, Tel. 02602/12605
“Bücherei-Info”
Am Kirmesmontag ist die Stadtbücherei Montabaur geschlossen
Ansonsten ist die Stadtbücherei in den Ferien zu den normalen Zeiten geöffnet.
Erst am 21. August schließt die Stadtbücherei wegen dem Umzug zum Konrad-Adenauer-Platz.
Öffnungszeiten:
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15.00 bis 18.30 15.00 bis 18.00 10.00 bis 14.00 15.00 bis 18.00 10.00 bis 12.00
monmßAuit
UHU (05
Sommermatinee 1995
Sonntag, 13.08.1995,11.00 Uhr, auf dem Großen Markt, vor dem Rathaus Montabaur
»Das kann ich auch!«
Geschichten für Kinder ab 6 Jahren
Wie turbulent eine Zirkusvorstellung werden kann, wenn sich Clown und Direktor nicht ganz einig sind, zeigt das Clowntheater Mika & Rino in seinem Stück »Das kann ich auch«. Die beiden haben nämlich nichts anderes im Sinn, als zu beweisen, daß der andere der Dümmere ist und werden so immer wieder Opfer ihrer eigenen Dumm- und Schlauheiten. Für Ränder ab sechs Jahren gibt es ein Programm voller Überraschungen mit Zauberei, lebendigen Handpuppen, Jongliertricks und Bauchreden. Mitmachen dürfen die Kinder auch und Höhepunkt der Vorstellung ist eine Rolltreppe, die Mika und Rino für wilde Verfolgungsjagden nutzen.
Eintritt frei! Veranstalter: Stadt Montabaur
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