Montabaur
Nr. 25/95
Die Verwaltung informiert
Öffnungszeiten der
Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur
jeweils vormittags von, sowie donnerstags von
Telefonisch erreichen Sie uns zu den o. g. Öffnungszeiten sowie
montags- bis donnerstagsnachmittags von.14.00 bi
16.00 bis 18.00 Uhr
Wanderausstellung aus Bautzen noch bis zum 9. Juli im Alten Rathaus
Die eindrucksvolle Kultur und Geschichte der Sorben einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist das Ziel der am 8. Juni eröffneten Ausstellung »Die Sorben in Deutschland«, die die Stadt Montabaur zusammen mit der Stiftung für das Sorbische Volk bis zum 9. Juli präsentiert. Denn den wenigsten ist bekannt, daß im Osten Deutschlands zirka 60.000 Menschen leben, die sich als »Sorben« oder »Wenden« bezeichnen, deren Muttersprache eine slawische Sprache ist und die in über 1300 Jahren eine eigenständige Kultur bewahren konnten. Die Ausstellung, die bereits in mehreren europäischen Städten zu sehen war, geht auf eine gemeinsame Initiative der 1991 gegründeten Stiftung für das Sorbische Volk und der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel zurück.
Neun der 150 Mitglieder des Sorbischen Nationalensembles bei einem kleinen Konzert auf Originalinstrumenten
■HB
i■
ililllili*
wSSm
■Hi
Typisch sorbische Bauernstube um 1900
Die Darstellung des historischen Schicksals der Sorben steht im Vordergrund der Ausstellung, für deren Konzept Kulturhistoriker und Museologen aus Bautzen verantwortlich zeichnen. So bietet sie neben vielen bunten Ausstellungsstücken - Trachten, die Rekonstruktion einer Bauernstube um 1900 oder typisch sorbischen Musikinstrumenten - einen knappen, aber äußerst informativen Überblick über die wesentlichen Aspekte
E.
der sorbischen Geschichte und Kultur. An zahlreichen Stellwänden finden sich Informationen über den Lebensraum der Sorben in Vergangenheit und Gegenwart. Mittels Monitor und Video erhält der Besucher auch einen lebendigen Einblick in sorbisches kultuelles Leben und Brauchtum.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken begrüßte die Gäste aus Bautzen und Montabaur und würdigte die Bemühungen um die Vermittlung sorbischer Kultur als besonderen Beitrag für das Zusammenwachsen und Zusammenleben im wiedervereinigten Deutschland. Der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk Marko Suchy umriß die wesentliche Aufgabe der Ausstellung in seiner Einführung »Wir wollen mit dieser Ausstellung die Öffentlichkeit informieren und den Kampf der Sorben um den Erhalt ihrer Sprache und ihrer Kultur deutlich machen«. Den Reichtum sorbischer Kultur stellten acht Musiker und eine Musikerin des Sorbischen Nationalensembles in einem mitreißenden Vortrag auf Originalinstrumenten unter Beweis. Die Ausstellung wird bis zum 9. Juli in Montabaur gastieren. Ein ausführlicher Bildband, der die sorbische Kulturgeschichte in sieben Kapiteln eingehend und mit reichem Bildmaterial versehen darstellt, ist im Rahmen der Ausstellung erhältlich. Geöffnet ist die Ausstellung im Foyer des Alten Rathauses, Montag bis Freitag, von 08.00 bis 12.00 Uhr und an Donnerstagen zusätzlich von 16.00 bis 18.00 Uhr.
Aus den Sitzungen des Stadtrates der Stadt Montabaur und des Haupt- und Finanzausschusses Stadt am 8. Juni 1995
Änderung der Hauptsatzung der Stadt Montabaur
Der Stadtrat beschloß, die Hauptsatzung der Stadt Montabaur in drei Punkten zu ändern:
1. Delegation von Entscheidungsbefugnissen auf den Stadtbürgermeister
Bei 2 Nein-Stimmen entschied der Stadtrat, in unproblematischen Fällen (d. h. wenn durch das Bauvorhaben die Grundzüge der städtebaulichen Ordnung nicht berührt werden) die Entscheidung über die Erteilung des Einvernehmens auf den Stadtbürgermeister zu übertragen. Bei Bauvorhaben im Außenbereich wird die Zuständigkeit für eine Entscheidung auf den Haupt- und Finanz- und Bauausschuß übertragen.
2. Arbeitsweise des Haupt- und Finanzausschusses und des Bauausschusses bei der Vorbereitung von Stadtratsentscheidungen
Die Vorbereitung der Entscheidungen des Stadtrates erfolgt durch gemeinsame Beratung beider Ausschüsse und Empfehlungsbeschluß des Bauausschusses. Auf Antrag ist auch ein Empfehlungsbeschluß des Haupt- und Finanzausschusses herbeizuführen.
Der Stadtrat stimmte einstimmig dieser Arbeitsweise der Ausschüsse zu.
3. Aufwandsentschädigung der Stadtbeigeordneten bei kurzzeitigen Vertretungen des Stadtbürgermeisters
Der Stadtrat beschloß einstimmig, den Stadtbeigeordneten eine Aufwandsentschädigung in Höhe des Sitzungsgeldes zu gewähren, wenn die Vertretung für einen kürzeren Zeitraum als einen vollen Tag erfolge.
Wahl eines Stadtteilbeauftragten für den Stadtteil Eigendorf; Antrag der Fraktion »BfM« vom 04.05.1995 Auf Vorschlag der Fraktion »BfM« wählte der Stadtrat einstimmig (23 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen) Herrn Hermann Wolf zum Stadtteilbeauftragten für den Stadtteil Eigendorf.
Zuschuß der Stadt zu den Personal -und Sachkosten des Hauses der Jugend
Der Stadtrat beschloß mit 25 Ja-Stimmen und 3 Nein-Stimmen, den Beschluß des Stadtrates vom 09.02.1995, den städtischen Anteil an den Kosten des Hauses der Jugend auf 90.000,- DM festzuschreiben, aufzuheben. Gleichzeitig stimmte der Stadtrat dem vorgelegten Finanzierungskonzept (die Verbandsgemeinde trägt 35 % der durch eigene Einnahmen nicht gedeckten und die Stadt die übrigen durch' Land und Verbandsgemeinde nicht finanzierten Sach- und Personalkosten) zu.

