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Montabaur

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Nr. 22/95

Von 1686 bis 1699 ließ Johann Hugo von Orsbeck grundlegen­de Um- und Neubauten des Montabaurer Schlosses durchfüh­ren, da wohl während des 30jährigen Krieges und des 2. Raubkrieges Ludwigs des XIV. in der Friedenszeit von 1648 bis 1672 wegen Geldmangels nur die nötigsten Instandhaltun­gen erledigt wurden. Die Räumlichkeiten waren nur noch dürftig ausgestattet. Das Schloß bekam zum überwiegenden Teil sein heutiges Gesicht, mit Ausnahme der Innenausbauten des 18. Jahrhunderts und den Veränderungen und Ergänzun­gen unserer Tage. Dabei wurden vorhandene Gebäude vom Baumeister Sebastiani geschickt mit einbezogen. So entstand der aus vier zweistöckigen Flügeln bestehende Hauptbau, der mittelalterlichen »Bergfried« wurde 1687 aufgestockt und blieb als Hauptturm erhalten. Diesem wurden drei weitere, dreistöckige Rundtürme an den Ecken des Gebäudekomplexes hinzugefügt sowie ein Turm an der Nordseite des nach Osten vorspringenden Küchenbaues. Die Südseite erhielt ein mit großem orsbeckschen Wappen bekröntes Hofportal. Auch die geschwungenen Giebel, die die Eingangstüren der im Innenhof rechteckig hervortretenden Treppenhäuser überdecken, tra­gen wieder das orsbecksche Wappen, außerdem befindet sich an der westlichen Türrahmung die Jahreszahl 1688, am Mau­erwerk darüber die Jahreszahl 1687. 1690 folgte der an den alten äußeren Torbau angefügte runde Eckturm. Bis 1709 ergänzte Sebastianis Nachfolger Ravensteyn Obergeschoß, Giebel und Dach sowie den an der Innenseite rechtwinklig angebauten Treppenzugang mit Holzgalerie. Von der Innen­ausstattung aus dieser Zeit sind die Stukkaturen der Raum­decken, z. B. im Bereich des Vorraumes der ehemaligen Schloßkapelle und auch einige Deckengemälde, z. B. im Ritter­saal erhalten geblieben. **

Beatrix Künzer

* Franz Schorn: Johann Hugo von Orsbeck - Ein rheinischer Kirchenfürst der Barockzeit, 1976 ** Markus Wild: Schloß Montabaur - von der mittelalterli­chen Burganlage zur barocken Residenz in »700 Jahre Stadt Montabaur Momentaufnahmen einer wechselvollen Geschichte«, 1991 Öffnungszeiten:

Montag, Mittwoch, Freitag.10.00 bis 12.00 Uhr

Dienstag, Donnerstag.15.30 bis 17.30 Uhr

Das Stadtarchiv befindet sich in der Joseph-Kehrein-Schule.

Verschiebung der wöchentlichen Müll- bzw. Wertstoffabfuhr wegen des Feiertages »Pfingstmontag« (05.06.1995)

Von seiten des Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetriebes wird daraufhingewiesen, daß wegen des Feiertages »Pfingst­montag« am Montag, dem 05.06.1995 die Entleerung der Müll- bzw. WertstofFgefaße oder Einsammlung der DSD-Säcke in der

Woche vom 05.06.1995 bis 10.06.1995 jeweils einen Tag später stattfindet, anstatt montags, den 05.06.1995, erst dienstags, den 06.06.1995, anstatt dienstags erst mittwochs usw.

Die jeweilige Abfuhrart ist dem Müllkalender 1995 zu entnehmen.

Erwachsenenbildung

VHS Montabaur

Studienreise: Sachsens Glanz und Gloria Edles Porzellan, Silbermanns Orgeln und Stätten großer Kunst - vom 07.10 bis 14.10.1995

Sie besuchen die Orte Rudolfstadt, Amstadt, Erfurt, Sit- zendorf, Naumburg, Radebeul, Meißen, Dresden, Freiberg, Karlsbad und Selb. Sie werden traditionsreiche Porzellan­manufakturen kennenlemen. Fordern Sie unverbindlich unseren Reiseprospekt an!

Nähere Informationen und Anmeldung während den Geschäftszeiten:

VHS-Geschäftsstelle, Rathaus Montabaur, Tel. 02602/126105 Geschäftszeiten:

Mittwoch.13.30 bis 16.00 Uhr

Donnerstag.. 08.00 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr Freitag.08.00 bis 12.30 Uhr

Bücherei-Info

Die Stadtbücherei Montabaur hat neue Bücher

Dabei sind viele neue Krimis, Science fiction und Kinderbü­cher. Zum Beispiel aus der Serie »Sehen - Staunen - Wissen« aus dem Gerstenberg Verlag mit brillanten Farbaufnahmen und informativen, verständlichen Texten. Bücher, die wirklich zum Sehen und Staunen einladen und alle Themen umfassen: Tiere, Pflanzen, Natur, Geschichte und Technik

Öffnungszeiten der Stadtbücherei Montabaur

Montag:.15.00 bis 18.30 Uhr

Dienstag:.15.00 bis 18.00 Uhr

Mittwoch:.10.00 bis 14.00 Uhr

Donnerstag:.15.00 bis 18.00 Uhr

Samstag:.10.00 bis 12.00 Uhr

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Die Sorben in Deutschland

- Eine Wanderausstellung der Stiftung für das sorbische Volk - vom 8. Juni bis 9. Juli 1995 in der Bürgerhalle des Rathauses

Über die Tatsache, daß im Osten Deutschlands Menschen leben, die eine slawische Sprache als Muttersprache sprechen, sich zu ihrer Geschichte sowie zu einer über das Niveau naiver Volkskunst hinausführenden Kultur bekennen und sich selbst als »Sorben« bezeichnen, ist nur wenig bekannt. Das spärliche Wissen über sie erschöpft sich meist schon in der Vorstellung von bunt verzierten Ostereiern oder einer Spreewälderin in Tracht, die einen Kahn voller Touristen auf einem Spree­arm entlang stakt. Dieser folkloristische Aspekt widerspiegelt jedoch nur einen Teil sorbischer Geschichte. Ziel der Ausstellung ist daher die Erstinformation über die Sorben oder Wenden vor allem in den alten Bundesländern.

Das Zusammenleben zwischen Slawen und Deutschen führte zu besonderen Kulturformen, die es sowohl an Zeugnissen der Vergangenheit als auch an Bildern des gegenwärtigen sorbischen Alltags vorzustellen gilt.

Die Ausstellung gliedert sich demnach in zwei Teile. Sie zeigt im ersten die Sorben als modernes Kulturvolk und europäische Minderheit und geht anschließend auf wesentliche, kulturgeschichtlich bedeutsame Fakten ein.

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