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Montabaur

Archiv der Stadt Montabaur

Nr. 21/95

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IUS ARCHIVI

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Informationen zu Akten und Urkunden

Humbachstraße

Nachdem im vorletzten Artikel schon darüber berichtet wurde, wie es zu dem Namen Montabaur kam, soll auch der alte Name Humbach nicht ganz vergessen werden. In dem Aufsatz von Ebert und Ebert »Ein Gang durch Montabaurs tausendjährige Geschichte«, erschienen 1930 in dem Buch »1000 Jahre Mon­tabaur 930 -1930« ist dazu folgendes zu lesen: »In der Vorzeit befand sich auf dem Schloßberge jedenfalls ein Heiligtum Wotans; denn die spätere christliche Kapelle war dem heiligen Michael geweiht, dem Verdränger Wotans. Bekanntlich knüpf- 1 ten die ersten Glaubensboten bei der Einführung des Christen­tums klug und verständnisvoll an bisherige heidnische Bräu­che an. Sichere Nachricht darüber, ob die Römer in Montabaur gewesen und sich dort niedergelassen haben, sind nicht vor­handen.« Nach den Chatten und Alemannen gelang es schließlich den Franken im fünften Jahrhundert in unserer Gegend die Herrschaft zu erlangen.

»Am Fuße des Schloßberges finden wir in fränkischer Zeit den Ort Humbach, auch Hun- und Himbach genannt; E. För­stemann leitet den Namen von einem Bache Hun ab, von dem aber nichts überliefert ist. Die Sprechforscher von Wecus und K. Stuhl erklären den Namen als Bezeichnung der Gerichts- stätte. Die germanischen Völker siedelten sich nämlich in Hund- oder Hundertschaften an; ihr Anführer und Herr war der Huno. An diesen erinnert der erste Teil des Wortes Hum­bach (oder Hunbach). Der zweite Teil kommt im Niederdeut­schen als »beck« vor und bezeichnet Verhandlung, Spruch, Ge­richt. Humbach wäre also der Ort, wo der Huno Recht spricht. Eine alte Gerichtsstätte in Humbach war die Stelle, wo jetzt das Rathaus steht, das früher der »Rote Löwe« hieß. »Rot« und »Rüg« bezeichnet auch Gericht, Recht. In der Nähe des Gerichts befindet sich gewöhnlich Kirche und Markt. Eine alte Kirche stand denn auch an dem nahen »Trichter« (Verbindung vom Kleinen zum Großen Markt) und der Markt wurde stets da abgehalten,«

Diese Kirche ist Gegenstand der Urkunde von 959, in der erstmals die Nennung Humbachs erfolgte. Der Inhalt lautet wie folgt:»... in einem Ort am Fuße des Kastells Humbach hat unser Vorgänger Ruotbert auf Bitten des Herzogs Hermann eine aus Holz erbaute Kirche eingeweiht...« Die Amtszeit dieses Ruot­bert währte von 930 bis 956.

Beatrix Künzer

Öffnungszeiten des Archivs:

Montag, Mittwoch, Freitag.10.00 bis 12.00 Uhr

Dienstag, Donnerstag.15.30 bis 17.30 Uhr

Das Stadtarchiv befindet sich in der Joseph-Kehrein-Schule.

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Im diesjährigen Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden,., stellte sich als erstes die Ortsgemeinde Görgeshausen der kritischen Blicken der fünfköpfigen Bewertungskommission ! Vom 16. bis zum 24. Mai besucht die Jury die 37 Gemeinde! I im Westerwaldkreis, die sich für die Entscheidung im Kreis' Wettbewerb 1995 gemeldet haben. Besonders positiv verzeich neten die Kommissionsmitglieder gegenüber 1994 mit nur 2 4 Teilnehmern die rege Beteiligung an der diesjährigen Aus 1 ' Scheidung. Aus der Verbandsgemeinde Montabaur sind neber Görgeshausen Niedererbach und Stahlhofen in der Hauptklas: se sowie Horbach in der Sonderklasse mit von der Partie.

Die Jury beurteilt Entwicklung und Gestaltung der Orte bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen, pri vate Gebäude, Hofräume und bauliche Anlagen, Grüngestal tung im privaten Bereich sowie die Einbindung des Ortes iifl die Umgebungslandschaft. An den Rundgang durch Görgesl hausen schloß sich die Besichtigung des Nachbarortes Nie dererbach an, danach verließ die Kommission das Verbands ? gemeindegebiet um Dreikirchen, Weroth und Salz zu begut achten. Am 23. Mai führt die Besichtigung der Gemeinde: Stahlhofen und Horbach die Kommission zurück in die Ver bandsgemeinde.

Schon in den Vorjahren waren die Orte der Verbandsgemeind erfolgreich im Rennen. 1993 belegten Gackenbach und Obere!; bert den ersten und zweiten Platz in der Sonderklasse, Dar