Einzelbild herunterladen

Montabaur

5

Nr. 21/95

Die Verwaltung informiert

Öffnungszeiten der

Verbandsgemeindeverwaltimg Montabaur

jeweils vormittags von sowie donnerstags von

Telefonisch erreichen Sie uns zu den o. g. Öffnungszeiten sowie

montags- bis donnerstagsnachmittags von.

14.00 bis 16.00 Uhr

16.00 bis 18.00 Uhr

Stellenausschreibung

Wer hat Lust mitzumachen?

Die Stadt Montabaur sucht Betreuerinnen zur Organisation und Durchführung der »Ferienspiele am Quendelberg« vom 17.07. bis 11.08.1995 Die Ferienspiele sollen Kindern und Jugendlichen sinnvolle Frei­zeitaktivitäten in den Sommerfe­rien ermöglichen.

Zum Aufgabenbereich gehört die Erarbeitung eines Programmes sowie die eigenverantwortliche Organisation und Durchführung der Ferienspiele.

Wir wünschen uns für diese Arbeit Betreuerinnen mit Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit sowie die Fähigkeit, selbständig eine Gruppe von Kindern und Ju­gendlichen zu betreuen.

Die Arbeitszeit beträgt 20 Stunden pro Woche. Der Einsatz an Werktagen erfolgt von 14.00 bis 18.00 Uhr während der Ferienspiele.

Die Vorbereitungsphase findet bei freier Zeiteinteilung statt. Die Arbeitszeit kann entsprechend den Bedürfnissen der Kinder auch flexibel gestaltet werden.

Die Maßnahme erfolgt vom 03.07. bis 14.07.1995 Vorberei­tungsphase

und vom 17.07. bis 11.08.1995 Ferienspiele

und kann als Praktikum für Sozialarbeiter-/Sozialpädago-

gikstudenten anerkannt werden.

Wer sich für diese Aufgabe interessiert, kann sich bis zum 09.06.1995 bei der

Verbandsgemeinde Montabaur Personalamt

Konrad-Adenauer-Platz 8 56410 Montabaur

bewerben. Telefonische Auskünfte werden unter der Nr. 02602/126-131 (Personalamt) oder unter 02602/4547 (Ju­gendpflege) erteilt.

Sprechstunde des Ausländerbeirates

Die nächste Sprechstunde des Ausländerbeirates der Stadt Montabaur findet am Donnerstag, dem 01.06.1995, 16.00 bis 18.00 Uhr, im Rathaus, Zimmer Nr. 214, statt.

Natur & Umwelt Info

Mai

Maiwanderung um Simmem

Die Maiwanderung beginnt am Parkplatz an der Straße Sim- mern-Neuhäusel, direkt am Sportplatz gelegen. Der erste Teil des Weges folgt dem Waldrand hinter dem Sportplatz bis zum Friedhof Simmern an der Straße Simmem-Hillscheid. Die

Eichen des unterholzreichen Mischwaldes sind noch unbe­laubt, während die unterste Waldstufe schon das frische Mai­grün aufweist. Mönchsgrasmücke, Buchfink und Kohlmeise sind am Waldrand zu hören. Im Eichenwald brütet der seltene Mittelspecht, der nur geringfügig kleiner als der häufigere Buntspecht ist, aber in seinem Vorkommen unbedingt an Eichen- und Eichenmischwälder gebunden ist. Die Kreisstraße wird nahe dem Friedhof überquert. Die Wande­rung führt nunmehr durch Felder und Wiesen. Auf den Strom­masten sitzen gerne Turmfalke, Mäusebussard und vereinzelt auch Rotmilan, um nach Mäusen Ausschau zu halten. Von der Hochfläche hat man eine herrliche Aussicht auf die Montabau- rer Höhe mit der Alarmstange als markantester Erhebung. Blickt man in westliche Richtung, ist das mittelrheinische Becken mit den Städten Koblenz, Mülheim-Kärlich und Neu­wied zu erkennen. Bei gutem Wetter kann man weit in die Eifel sehen und die Vulkankuppen um den Laacher See erkennen. Ein Stück hinter den Gebäuden am Berg Moriah biegt der Weg links ab. An der nahen Kreuzung führt dieser in Richtung eines Feldgehölzes. Gute Beobachter können hier ab Mitte Mai den Neuntöter entdecken. Der seltene Vogel brütet in dichtem Domengebüsch des Waldrandes.

Auch der plätschernd flötende Gesang der Gartengrasmücke ist zu hören. Hinter dem Feldgehölz befindet sich das Quellge­biet des Wambaches. Auf den Weideflächen halten sich zahl­reiche Wacholderdrosseln auf, die hier in den Streuobstbestän­den und Waldrandbereichen brüten und gerne auf kurzrasigen Weideflächen Nahrung suchen. Über den geteerten Hauptweg gelangt man zum Wiesenhof. Erfreulich, daß noch zahlreiche Rauchschwalben in den Ställen des Hofes brüten. Hinter dem Wiesenhof zweigt der Weg in Richtung Simmern ab. Entlang der Transformatorenstation führt der Weg zum Ortsbereich. An der Hauptstraße biegt dieser rechts ab. Es geht weiter entlang der Straße bis zur Straßenkurve am Ortsausgang von Simmern, direkt unter der Hochspannungsleitung. Hier führt der Weg nach links, an den Tennisplätzen entlang zum nahen Wald. Unter der Hochspannungstrasse befindet sich eine herr­liche Streuohstwiese, wo Star, Feldsperling und Grünspecht als Brutvögel anzutreffen sind und die Bäume im Mai mit rötlichweißen Blüten geschmückt sind. Die Tafeln eines Wald­lehrpfades säumen nunmehr den Weg. Den Waldlehrpfad soll­te man sich für einen gesonderten Spaziergang aufheben. Die Wanderung geht weiter durch einen artenreichen Mischwald bis zur Grülhütte. Im Unterholz des Waldes dominiert als Strauchart der Traubenholunder. Am oberen Hang des Moos­bachtals führt nun der Weg entlang. Der Boden wird saurer, was man an dem gehäuften Vorkommen des säureliebenden Heidekrautes erkennen kann. Nach kurzer Strecke wird wie­der der Waldrand erreicht. Es bietet sich an, die Kenntnisse über einheimische Straucharten aufzufrischen. Hier wachsen unter anderem Trauben-Holunder, Gemeiner Schneeball, Sal­weide, Faulbaum, Weißdorn, Schwarzdom, Himbeere und Heckenrose. Von der Hochspannungsleitung hat man eine schöne Aussicht in das Moosbachtal bis zur B 49 bei Neuhäu­sel. Der letzte Waldtyp auf der Strecke ist ein herrlicher Buchenaltholzhestand. Am Boden blüht mit hellvioletter Far­be die Zwiebel-Zahnwurz. Schwarzspecht, Star und Waldlaub­sänger kommen als Brutvögel vor. Vom Waldrand führt die Strecke his zum ehemaligen Naturdenkmal »Dicke Buche« an der Straße Simmem-Neuhäusel. Der Baum ist aus unbekann­ten Gründen vor einigen Jahren eingegangen. Lobend zu er­wähnen ist der Beschluß des Gemeinderates von Simmern, den Stamm zu erhalten und vor allem holzbewohnenden Tier­arten eine Lebensmöglichkeit zu geben. Die informative Hin­weistafel gibt Erläuterungen über den Wert der Bäume im Haushalt der Natur. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Für die etwa 6 km lange Strecke werden höchstens 2,5 Stun­den benötigt. Der Weg ist bei jedem Wetter zu begehen und auch für Wanderungen mit Kinderwagen sehr gut geeignet. Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, Constanze Wunderlich, Durchwahl: 02602/126215.

xiach

Hülscheid