Montabaur
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Nr. 19/95
II. von Ungarn die Sarazenenfestung auf dem Berg Tabor (dort soll Christus seinen Jüngern verklärt erschienen sein) zu erobern, jedoch vergeblich. In der Zeit von 1223 bis 1224 nahm Dietrich II selbst an einem Kreuzzug nach Palästina teil. Nach seiner Rückkehr benannte er die Burg Humbach wegen Ähnlichkeiten nach dem Mons Tabor. Am 15. Dezember 1227 erscheint zum erstenmal der neue Name Muntabur in einer Urkunde.
Wahrscheinlich war bei der Namensänderung der Wunsch bestimmend, »daß die einstige Veste Humbach« durch den Namenswechsel nun wie ihr Vorbild allen feindlichen Angriffen Trotz biete, damit der künftige Aufenthalt ein Gefühl beruhigender Sicherheit vor jeglicher Gefahr aufkommen lasse. »Er wollte schon durch den Namen seine Burg unter noch besseren Schutz stellen, als Tapferkeit und Rittersinn zu geben vermögen« (Hennes, Gesch. d. G. v. Nassau 1,163). *
Beatrix Künzer
* Prof. J. P. Schmitz, Montabaur: Die Umänderung des Ortsnamens Humbach in Mons Thabor ** K. A. A. Meister: Geschichte der Stadt und Burg Montabaur
Öffnungszeiten:
Mo., Mi., Frei.10.00 bis 12.00 Uhr
Di., Do...15.30 bis 17.30 Uhr
Das Stadtarchiv befindet sich in der Joseph-Kehrein-Schule.
“Erwachsenenbildung”
VHS Montabaur
G10602 Säuglingspflege
Termine und Referenten:
Mittwoch, 17. Mai 1995, 19.30 Uhr, Frau Bach, Kinderkrankenschwester
Mittwoch, 24. Mai 1995,19.30 Uhr, Dr. Gumpert, Gynäkologe Mittwoch, 31. Mai 1995, 19.30 Uhr, Dr. Schmidt, Kinderarzt Mittwoch, 07. Juni 1995,19.30 Uhr, Frau Steiger, Stillberaterin Mittwoch, 14. Juni 1995, 19.30 Uhr, Frau Endres, Hebamme Ort: Krankenhaus Dernbach
Gebühren: 30,- DM (Ehepaare 40,- DM)
“Bücherei-Info”
Öffnungszeiten der Stadtbücherei Montabaur
Montag.15.00 bis 18.30 Uhr
Dienstag...15.00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch.10.00 bis 14.00 Uhr
Donnerstag.15.00 bis 18.00 Uhr
Samstag.10.00 bis 12.00 Uhr
die Stadtbücherei Montabaur finden Sie in der Gelbachstraße 9 (Im Haus der Jugend, ehemalige Katharinenschule).
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Sibirien - hautnah
Wanderausstellung der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V. - Bonn - .
In der Zeit vom 22. Mai bis 2. Juni 1995 wird die Wanderausstellung der katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V., Bonn, (KAS) in Montabaur im »Haus Mons Tabor« zu sehen sein.
In eindrucksvollen Bildern und Reportagen von Eugen Schlei wird der Alltag in Sibirien dokumentiert. Die Menschen, ihre Arbeits- und Lebenswelten werden auf höchst ausdrucksstarke Weise wiedergegeben.
Schleis Aufnahmen entstanden während zahlreicher Reisen kreuz und quer durch Sibirien und zu allen Jahreszeiten. Die klimatisch bedingten Unterschiede im Verlaufe eines Jahres, selbst die tageszeitlichen Schwankungen stellen hohe Anforderungen an den Fotografen und sein Material: Temperaturschwankungen von bis zu 100 Grad Celsius zwischen Sommer (+ 30 Grad) und Winter (-70 Grad) sind keine Seltenheit.
Eugen Schlei, Jahrgang 1942, wurde während seiner Militärdienstzeit als talentierter Fotograf entdeckt. Danach arbeitete er viele Jahre für verschiedene russische Zeitungen. Seit Jahren lebt und arbeitet er als freier Journalist in Nowosibirsk, Sibirien.
Anstelle eines Eintrittes wird um eine Spende zugunsten des kirchlichen Aufbauwerkes RENOVABIS gebeten.
Die Ausstellung ist täglich ab 17.00 Uhr geöffnet. Für Gruppen nach Terminabsprache.
Russischer Folk-Rock und Music-Comedy mit Poslednij Chans in Montabaur
Mit Poslednij Chans, was übersetzt heißt »letzte Chance«, gastiert am Dienstag, 23. Mai 1995 um 20.00 Uhr, eine der wohl ungewöhnlichsten Musikgruppen Moskaus im Haus Mons Tabor in Montabaur. In einer Veranstaltung der Kleinkunstbühne im Haus Mons Tabor zeigt die Gruppe, daß sie mehr sind als die letzte Chance der russischen Musikszene.
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Das Repertoire der Band umfaßt traditionelle russische Melodien, zu denen sie gerne Texte russischer Dichter wie Puschkin, Block, Kyrlov u. a. verwenden. Bis dato hat die Gruppe sechs LP und eine CD veröffentlicht. Darüber hinaus brachte sie 10 Singles mit Liedern für Kinder heraus und ist schon vielfach in TV Sendungen aufgetreten.
Atremy Tristky, Autor des Buches »Back in the USSR - die wahre Geschichte des Rock in Rußland« schreibt über diese Gruppe:
Diese Gruppe ist einzigartig, weil sie fast alles ist. Sie ist Musik und Theater, Folklore und, Post-Moderne, Rock’n Roll und Komödie, Kinderkram und Erwachsenenwelt. Gleichzeitig ist sie pur und originell und verwurzelt in der alten russischen Tradition der »Skomorokki« - der mittelalterlichen Narren und Komödianten.
»Die letzte Chance« besteht seit den Untergrundzeiten der frühen siebziger Jahre. Im Laufe ihrer langen Karriere haben sie nicht nur Verbannungen und persönliche Veränderungen ebenso überlebt wie Triumphe und Traumas, sondern sie haben sich darüber hinaus auch ihren einzigartigen Stil und beachtenswerten Geschmack am Spaß erhalten.
Man mag sie wegen ihrer hübschen Melodien, ihrer tiefsinnigen und vieldeutigen Poesie und ihrem unwiderstehlichen Humor. »Die letzte Chance« ist eines der allerbesten Dinge, die die moderne nicht klassische Kultur Rußlands der Welt anzubieten hat.

