Montabaur
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Nr. 19/95
Bernhard Winkenbach, Montabaur, Weststraße 26 Martha Maria Scheffler, geb. Metternich, Holler, Hauptstraße 62 Christina Newinger, geb. Mück, Montabaur, Elgendorfer Straße 5
Ludwig Jakob Rauscher, Villingen-Schwenningen, Auf Rinelen 52
Ida Martha Streng, geb. Wöhner, Montabaur, Rödemweg 11 Anna Gehling, geb. Rüster, Montabaur, Südstraße 10 Simone Pierette Jung, geb. Bre, Gackenbach, Im Boden 27 Katharina Josefine Scheugenpflug, geb. Röhrig, Montabaur, Färberbachstraße 1
Cäcilia Möschke, geb. Scheerer, Montabaur, Dillstraße 1 Elfriede Dorothea Richter, geb. Koch, Untershausen, Hauptstraße 27
Anna Elisabetha Intra, geb. Hisgen, Montabaur, Steinweg 12 Elisabetha Josefina Michaely, geb. Schönberger, Montabaur, Südstraße 14 a
Ursula Makin, geb. Voigt, Nentershausen, Moselstraße 24 Willi Theodor Helle, Montabaur, Bomwiesenstraße 10
Natur & Umwelt Info
Ölflecken -
Gefahr für Umwelt und Gewässer
Haben Sie schon mal darauf geachtet, wieviel Öl Ihr Auto verliert? Sie denken, daß die geringen Ölmengen, die Ihr Auto verliert, kaum Auswirkungen auf Umwelt und Gewässer ha- ben?
Wußten Sie, daß ein Tropfen Öl tausend Liter Grundwasser gefährden kann?
Das aus undichten Motoren auslaufende Öl wird bei Regen abgeschwemmt, dabei summieren sich die vielen scheinbar minimalen Ölmengen auf. Das so verschmutzte Regenwasser gelangt über unterschiedliche Wege in die Umwelt:
- Ist eine Getrenntkanalisation, wie dies besonders in ländlichen Gemeinden üblich ist, vorhanden, gelangt das ölverschmutzte Regenwasser direkt in die Gewässer (Bäche, Flüsse, Seen, Grundwasser).
— Ist eine Mischkanalisation, wie sie meist nur in Innenstädten angelegt wird, vorhanden, gelangt das verschmutzte Regenwasser mit dem regulären Abwasser in die Kläranlagen.
- Weiterhin kann das verschmutzte Regenwasser aber auch in an den Parkplatz angrenzendes, imversiegeltes Erdreich sickern.
Die Folgen der Belastung des Regenwassers mit Öl wirken sich gravierend aus auf:
— Grundwasservorkommen.
In der BRD wird mehr als die Hälfte des Trinkwasserbedarfs aus Grundwasservorkommen gewonnen, die jedoch zunehmend durch den erhöhten Schadstoffeintrag bedroht sind.
- Oberflächengewässer.
Aus Oberflächengewässem stammt ein Drittel des Trinkwassers in der BRD. Neben der Trinkwasserversorgung bedroht die Verunreinigung der Oberflächengewässer Pflanzen und Tiere und mindert den Erholungswert für den Menschen.
— Böden.
Durch die Kontamination des Erdreichs mit Öl verliert der Boden für viele Jahre seine Filterfunktion, da die Bodenorganismen das Öl nur langsam abbauen können. Über Jahre hinaus geht vom verschmutzten Erdreich daher die Gefahr der Grundwasserverschmutzung aus.
Schadstoffe, die über die Umweltbelastung in das Trinkwasser gelangen, erreichen alle Bevölkerungsschichten, und es gibt für niemanden eine Möglichkeit, sich dagegen zu schützen. Nur mit großem technischem und finanziellen Aufwand kann verschmutztes Grund- und Oberflächenwasser zur Trinkwasserversorgung aufbereitet werden und Abwasser geklärt werden. Kontaminierte Böden müssen einer kostspieligen und aufwendigen Sanierung unterzogen werden.
Ihre Gemeinde und letztendlich jeder einzelne Bürger hat die Kosten für zunehmende Abwassermengen und die Beseitigung von Verunreinigungen wie auch für die Bereitstellung von einwandfreiem Trinkwasser zu tragen.
Nach Schätzungen müssen im Jahr 2000 ca. 162 bis 216 Mrd. DM für den Gewässerschutz ausgegeben werden.
Staatliche Behörden sind verpflichtet, Gewässer im Einklang mit den Erfordernissen des Naturhaushaltes und des Gemeinwohls zu bewirtschaften und jeder vermeidbaren Beeinträchtigung entgegenzuwirken. Verschiedene Gesetze dienen dem Schutz der Gewässer, z. B.:
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
- Abwasserabgabengesetz (AbwAG)
- Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)
- Landeswassergesetz (LWG).
Geringe Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit nach dem WHG oder LWG geahndet.
Doch allein durch Gesetze und Kontrollen kann der Gesetzgeber den unbefriedigenden Zustand der Gewässer nicht beseitigen. Jeder einzelne muß sich verantwortlich fühlen und mit dem Wasser, das ein Lebensmittel ist, welches durch kein anderes ersetzt werden kann, sorgsam umgehen.
Konkret heißt dies: Auch Verunreinigungen durch die scheinbar geringfügige, indirekte »Einleitung« von Öl in die Umwelt durch undichte Motoren sollten Sie vermeiden. Regelmäßige Kontrollen Ihres Automotors vermeiden Ölverluste und
- erhöhen damit die Lebensdauer Ihres Autos
- dienen dem Umweltschutz
- dienen dem Schutz der Wasserresourcen
- sichern Ihnen und Ihren Mitmenschen auch in Zukunft eine ausreichende Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser
- helfen, daß Wasser als wichtigstes Lebensmittel des Menschen auch in Zukunft bezahlbar bleibt.
Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, Constanze Wunderlich, Durchwahl 02602/126215
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IUS ARCHIVI
Archiv der Stadt Montabaur
Informationen zu Akten und Urkunden
Albert straße und Kurfürst-Dietrich-Straße
Pie heutige Albertstraße bzw. das Gebiet der sog. Alberthöhe leitet ihren Namen vermutlich von einer Legende ab:
Die Grafen von Nassau, Heinrich I., genannt der Reiche und Ruprecht V., zunächst stets in Gesellschaft des Kurfürsten Diedrich II. von Wied und in bestem Einvernehmen mit ihm lebend, hatten in dem Streit zwischen den Gegenkaisem Friedrich II und Otto IV für den Weifenkaiser Ötto Partei ergriffen, während Dietrich auf der Seite des Hohenstaufers Friedrich stand.
Im Jahre 1212 kam es zum Kampf zwischen Dietrich und Heinrich. Ein »Ritter Albert von dem Kirchhofe aus Koblenz« versucht den bedrängten Erzbischof zu retten, jedoch vergeblich; er fallt durch Heinrichs Schwert, der daraufhin den Erzbischof gefangen nimmt. Dieser wird erst zwei Jahre später, im Jahre 1214>, von Friedrich II. durch einen Kriegszug an die Mosel befreit. Möglicherweise war unsere Stadt, damals noch das castellum Humbacense, der Schauplatz der Gefangennahme gewesen. Allerdings gibt es auch die Vermutung, daß sich der Name Alberthöhe aus dem Wort alber (mhd. ist alber gleich Pappel) herleitet. * Kurfürst Dietrich II von Wied ist für Montabaur von besonderer Bedeutung. Er war derjenige, der den alten Namen Humbach in Montabaur umänderte. Dietrich oder auch Theodorich genannt war von 1212-1242 Kurfürst und Erzbischof von Trier. Nach der Befreiung aus der Gefangenschaft 1214 (s.o.) setzte er, im Jahre 1217 um vor erneuten Angriffen der Grafen von Nassau sicher zu sein, das der nassauischen Grenze nahegelegene Kastell zu Humbach in Verteidigungszustand, indem er den alten Turm mit einer Mauer umgab und den Hof mit Wohngebäuden versehen ließ. Inzwischen hatte sich Graf Heinrich von Nassau, wieder mit dem Erzbischof versöhnt, er sollte der Erste werden, der sich zu ihrer Verteidigung verpflichtete. Heinrichs Sohn Ruprecht wurde zum Burgmann gewonnen, mit ihm traten eine große Zahl von Edlen gegen Geld und Lehen für Montabaur in seine Dienste. **
Nach der Aufforderung von Papst Innozenz III. (1198-1216), das heilige Land zu befreien, versucht zunächst Georg, der Bruder von Kurfürst Dietrich, zusammen mit König Andreas

