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Montabaur

Nr. 17/95

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Die jüdischen Reinigungsrituale waren der christlichen Bür­gerschaft des ausgehenden 17. Jahrhunderts offensichtlich nicht bekannt. Wir wollen hier nicht darüber berichten, inwie­weit das Baden üblich war; den Menschen jener Zeit war, nach der Größe der Waschgefaße zu urteilen, die Berührung mit Wasser eher unangenehm.

Auch in finanzieller Beziehung war der Sauerbrunnen ein Loch, in dem die Silbermünzen der Bürgerschaft verschwan­den, um ihn instand zu halten. Eine kleinere Mineralquelle sollte eingerichtet werden; aber auch für diese wollten die Bürger nicht das erforderliche Geld aufbringen. So wird 1753 »Johannes Tromm zu einem Deputierten ausgewählt, ... bei unserem allergnädigsten Churfürst und Landesherrn die An­zeig zu tun, wegen der schweren von dem Stadtmagistrat abgeforderten Kosten des Sauerbronnen«.

1767 untersucht der Hofbrunnenmeister Georgius Henricus Kim aus Ehrenbreitstein die Quellen und fertigt eine Zeich­nung, in der ein »großer und kleiner oder oberer und unterer Sauerbrunnen« dargestellt ist.

Kim findet in Montabaur »alte Bürger..., welche in Wahrheit versicherten, daß vorberührter Brunnen vor älteren Zeiten nicht allein an Menge, sondern auch an Geschmack und Güte des Wassers allen in dasiger Gegend vorzüglicher gewesen wäre...« Hinsichtlich der Qualität des Wassers kommt Kim selbst zu dem Schluß, daß es kein Heilwasser sei, sondern ein zum Trinken geeignetes Getränk.

Vorläufig verbleibe ich daran anschließend mit der Hoff­nung, daß die heute das Brunnenwasser Trinkenden zu ähnli­chen Ergebnissen kommen.

Wohl bekomms! Günter Henkel

Stadtarchiv Montabaur: Zeitungsarchiv und Abteilung 2.

Erwachsenenbildung

Rezitationsabend Sigmar Binder spricht Gedichte von Friedrich Hölderlin Programm:

Die Eichbäume - Lebens­lauf - Sophokles Der Ab­schied - Mein Eigentum - Unter den Alpen gesungen - Heimkunft Pause - Andeken Buonaparte - Friedensfeier - Sonst nemlich, Vater Zevs Hei- math (Indessen laß mich wandeln...) - Das Nächste Beste.

Donnerstag, 4. Mai 1995,20.00 Uhr, im Rittersaal des Schlosses Montabaur

Eintritt: Erwachsene 10,- DM - Schüler 8,- DM. Kartenvorverkauf: VHS-Geschäftsstelle, Rathaus, Mon­tabaur, Tel. 02602/126105, während den Geschäftszeiten.

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Verschiebung der wöchentlichen Müll- bzw. Wertstoffabfuhr wegen des Feiertages 1. Mai 1995

Von seiten des Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetriebes wird darauf hingewiesen, daß wegen des Feiertages »1. Mai 1995« am Montag, dem 01.05.1995 die Entleerung der Müll- bzw. Wertstoffgefaße oder Einsammlung der DSD-Säcke in der Woche vom 01.05. bis 06.05.1995 jeweils einen Tag später erfolgt, also anstatt montags erst dienstags, anstatt dienstags erst mittwochs usw.

Die jeweilige Abfuhrart ist dem Müllkalender 1995 zu entneh­men.

Hinweis auf zukünftige SperrmüUanlieferungen

Der Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb weist darauf hin, daß ab sofort unter Berücksichtigung der abfallrechtli­chen Vorgaben auf den Hausmülldeponien Meudt und Ren­nerod kein Sperrmüll mehr angenommen wird. Sperrmüll kann künftig nur noch auf der Sortieranlage in Boden angelie­fert werden und zwar zu folgenden Konditionen:

1. Sperrmüll als Gemisch aus verwertbaren Anteilen, wie.z. B. Möbel und Holzteile, Holztüren, Kunststoffe usw. und unverwertbaren Teilen, wie z. B. Couch, Matratzen, Teppi­che usw. = 370,- DM/to

2. Sperrmüll mit ausschließlich nicht verwertbaren Teilen, wie z. B. Couch, Sessel, Matratzen, Teppiche usw. = 175, DM/to.

Für KLeinstmengenanlieferungen an Sperrmüll stehen auf der Hausmülldeponie Rennerod zwei Container zur Verfügung, wobei sich allerdings für nicht verwertbare Sperrmüllanteile unter Berücksichtigung der Transportkosten der Annahme­preis auf 290,- DM/to erhöht.

Für sperrige Gegenstände ausschließlich aus Holz oder aus Metall empfehlen wir die entsprechenden Angebote privater Firmen, wie z. B. der Fa. Bellersheim Abfallwirtschaft GmbH in 56412 Boden.

Juhiläumskonzert

" Blasmusik vom Feinsten "

10 Jahre

Konzertgemeinschaft

DRK - Blasorchester Daubach

DRK - Landesmusikkorps Rheinland-Pfalz Leitung: Walter Frink

Musikverein Holler e.V.

Leitung: Wolfgang Lang

Musikverein Heiligenroth e.V.

Leitung: Franz Wolf

Samstag, 29. April 1995

20 Uhr Haus Mons-Tabor j

Montabaur j

Kartenvorverkauf: bei allen beteiligten Orchestern, Telefon: ! 02602/2630 oder 3561 oder 5946; Buchhandlung am Rathaus | Montabaur (Eintrittspreis 10,- DM)

Muatkrereia