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Montabaur

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Nr. 16/95

Neben der Dichtung gilt seine Sympathie der Musik. Im Jahre 1950, an seinem 75. Geburtstag, wird er vom Mendelsohn- Bartholdy für 50-jährige Treue geehrt. Außerdem war er Mit­glied im Kirchenchor, im Musikverein Limburg spielte er Gei­ge und ab 1900 gehörte er dem Instrumental-Quartett H. Meister, J. Müller und Geigenbauer Eduard Kratz an.

Er verstirbt am 2. April 1952 in Montabaur. Durch seine über 250 noch erhaltenen lyrischen Gedichte und Lieder, die er nicht in Mundart verfaßte und Siebert auch über den Wester­wald hinaus bekannt machten, bleibt die Erinnerung an ihn lebendig.*

Jakob Hannappel wurde am 14. Mai 1876 in Montabaur gebo­ren, wo er auch 1931 verstarb. Nach dem Studium der Philo­logie in Münster und Freiburg war er zunächst als Privatlehrer auf einem Schloß in Frankreich tätig. Später war er Leiter der eigenen »Höheren Privatschule« in Köln-Mülheim. 1926 kehr­te er nach Montabaur zurück.

Als zwei seiner wesentlichen Charakterzüge werden tiefe Hei­matverbundenheit und Frömmigkeit genannt. Diese drückt sich auch in diversen Gedichten auf die Gottesmutter und Wirzenborn aus. Seine Gedichte verfaßte er sowohl im Dialekt als auch in Hochdeutsch. Teilweise wurden aus seinen Versen städtische »Gassenhauer«, wie z. B. »Dot Mondebäirer Schäßjes-Lied«, das zur Melodie von »Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren« an Fastnacht gesungen wurde. In jüng­ster Zeit hat man es - zusammen mit anderen alten Liedern - wieder ausgegraben und zu den Kappensitzungen vorgetra­gen. Jakob Hannappel war außerdem ein meisterlicher Zeich­ner und Musiker. * und **

Beatrix Künzer

* aus »Wer war wer in Montabaur« vom AK Heimatl. Brauch­tum, 1985

und »Montabaurer Dichter« von Sabine Hübner in »700 Jahre Stadt Montabaur«, 1991

** aus »Mai Mondebauer Gedichte von Jakob Hannappel« vom AK Heimatl. Brauchtum, Heft 1

Natur & Umwelt Info

Der Naturpark Nassau hat bereits vor geraumer Zeit Empfeh­lungen für verschiedene Wanderungen durch das über 1000 km lange und gut begehbare Wanderwegenetz des Naturparks Nassau ausgearbeitet. Für jeden Monat wird eine besonders interessante Route vorgeschlagen. Auf diese Anregungen soll nochmals zurückgegriffen und als Tip für Interessierte veröf­fentlicht werden.

April

Uppersberg, Alarmstange und Koppel - über die Höhen des Naturparks Nassau

Die Wanderung beginnt an dem Parkplatz »Großer Hergott«, zu erreichen über eine Zufahrt von der Straße Hillscheider Stock an der B 49 Hillscheid. Ein guter Überblick über den Quarzitrücken der Montabaurer Höhe, einem Kerngebiet für die stille Erholung im Naturpark Nassau, ist einer dortigen Informationstafel zu entnehmen. Zu Beginn ist den Wegen G 1 und G 2 über einen breiten Weg zu folgen, bis die markierten Wanderwege nach rechts abknicken. Dort muß man den gera­deaus führenden Weg in Richtung Alarmstange wählen. Links vom Weg ist die Kuppe des Lippers-Berg, mit 534,7 m die dritthöchste Erhebung der Montabaurer Höhe, durch die noch unbelaubten Rotbuchen zu sehen. Die ersten grünen Tupfer am Boden erweisen sich als Hohler Lerchensporn und Hain- Sauerklee, die am Lippersberg im Umfeld eines kleinen Stein­bruches auf etwas basenreicherem Boden wachsen. Ansonsten fallt auf, daß die Vegetation im April auf der Montabaurer Höhe noch weit zurück ist, wenn man Vergleiche mit Rhein­oder Lahntal anstellt. Der Fichtenanteil nimmt an der Wan­derstrecke mehr und mehr zu, auch die Fraß- und Schälschä­den durch einen überhöhten Rotwildbestand werden immer deutlicher. An einer Windwurffläche führt der Weg nach rechts durch Fichtenwälder unterschiedlichster Altersstufen bis zur geteerten Zufahrt zur Alarmstange, mit 545,2 m der höchsten Erhebung der Montabaurer Höhe. Der Turm dient mit einer Höhe von 98,5 m der Übermittlung von Telefongesprächen. Vereinzelt lassen sich bei sonnigem Wetter einige Bergei­dechsen am Wegrand blicken. Die Art ist im Bereich der

Montabaurer Höhe weit verbreitet und dort die häufigste Reptilienart. An der Alarmstange befindet sich die Rekon­struktion eines Vermessungspunktes aus napoleonischer Zeit, erstellt mit Mitteln des Naturparks Nassau. Hinter der Alarm­stange knickt der Weg nach links ab und führt mit dem Wanderzeichen IV bis zum Koppel. Von einigen Schonungen ergeben sich Aussichten in den südlichen Westerwald der Räume Ransbach-Baumbach und Wirges. Das letzte Stück des Weges ist die geteerte Zufahrt zum Koppel. Er ist mit 540,2 m die zweithöchste Erhebung der Montabaurer Höhe. Hier be­steht in der Köppelklause die Möglichkeit zur Einkehr. Unbe­dingt sollte der Köppelturm erstiegen werden, von dem man eine herrliche Aussicht über die gesamte Montabaurer Höhe hat und bei gutem Wetter bis weit in Eifel, Hunsrück, Taunus und Westerwald blicken kann.

Hinter dem Koppel geht es einen Fußpfad steil bergab bis zur geteerten Köppelzuwegung und dann weiter über den Weg IV in südliche Richtung. Vor einem Buchenaltholzbestand biegt der Weg links ab und führt entlang einer Waldwiese und Jungaufforstung in östliche Richtung. Der Buchenaltholzbe­stand ist Brutplatz von verschiedenen Höhlenbrütern und wird als Altholzinsel geschont. An der nächsten Wegekreu­zung folgen wir dem rechts abknickenden Hauptweg in Rich­tung Biebrichsbach. Dieser entspringt im Waldgebiet der Mon­tabaurer Höhe. Das Wasser ist relativ sauer, insbesondere auch durch das hier vorhandene Quarzitgestein. Bemerkens­wert ist dennoch, daß Bachstrudelwürmer, Steinfliegen- und Eintagsfliegenlarven im Bach nachzuweisen sind. Es sollte das Ziel der Forstwirtschaft sein, den Einzugsbereich der Bachaue wieder vollständig mit Laubholzarten zu bestocken, damit ein weiterer Säureeintrag durch das Nadelstreu verhindert wird. Der Biebrichsbach wird überquert und der Weg führt, langsam ansteigend, bis zum Wanderparkplatz »Großer Hergott« zu­rück.

Für die ca. 8,5 km lange Strecke sind zwischen 2,5 und 3 Stunden zu kalkulieren (ohne Köppelaufenthalt). Der Weg ist bei jedem Wetter zu begehen und für Wanderungen mit Kin­derwagen wegen der vorhandenen Steigungen und der in kur­zen Bereichen schlechten Wegstrecke nur bedingt geeignet.

Koppel

Montabaurei^Höhe

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Biebnchs-Bach (

Lippers-B.

Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, Constanze Wunderlich, Durchwahl: 02602/126.215.

Bodennutzungshaupterhebung und Agrarberichterstattung 1995

In den Monaten März bis Mai 1995 findet eine Bodennutzungs­haupterhebung und Agrarberichterstattung statt. Die Erhe­bungen sind gesetzlich vorgeschrieben und erfassen u. a. die

- Nutzung der Bodenflächen, untergliedert nach Hauptnut- zungs-, Kultur- und Fruchtarten

- sozialökonomischen Verhältnisse der Betriebe

- Eigentums- und Pachtverhältnisse an der landwirtschaft­lich genutzten Fläche

- Arbeitskräfte der Betriebe

- Erwerbs- und Unterhaltsquellen des Betriebsinhabers und seines Ehegatten.

Um den Aufwand möglichst gering zu halten, wird ein Teil der Sachverhalte nur in zufällig ausgewählten Stichprobenbetrie­ben erhoben.

Auskunftspflicht besteht für Betriebe mit einer landwirt­schaftlich genutzten Fläche (LF) von mindestens einem Hek-

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