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Montabaur

Nr. 15/95

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IUS ARCHIVI

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Archiv der Stadt Montabaur

Informationen zu Akten und Urkunden

Paehlerstraße und Unksberg

Der Name Paehler steht in enger Verbindung mit dem Monta- baurer Schulwesen. Dr. Robert Paehler, geb. 21. März 1842 in Essen, gest. 26. Dezember 1925 in Kassel, wurde »Vater des Montabaurer Gymnasiums« genannt. In einem langen tätigen Leben hat er sich um das deutsche Schulwesen besonders verdient gemacht (FAZ).

Nach seinem Studium, das er im Jahr 1864 mit dem Staatsex­amen abschloß, erwarb er im gleichen Jahr die philosophische Doktorwürde mit der Note »Summa cum laude«. 1865 trat er seine erste Stelle als Gymnasiallehrer in Bochum an. Am 1. Juli 1868 wurde in Montabaur der Entschluß gefaßt, die alte Realschule als Progymnasium einzurichten. Unter Bürgermei­ster Waterloo wurde der erst 26jährige Dr. Paehler zum ersten Rektor der Anstalt ausgewählt. *

Der jugendliche Rektor hatte keine leichte Aufgabe vor sich: Vom Progymnasium wurden gleich die Klassen Sexta bis Ter­tia eröffnet, zugleich waren aber die verbliebenen Realschüler in diesen Klassen unterzubringen oder sonstwie zu einem befriedigenden Abschluß zu fördern. Dies gelang schnell. Be­reits im Juli 1870 fand das Progymnasium endgültige Aner­kennung. Daraufhin wurde vom Gemeinderat die Erweiterung zu einem Vollgymnasium auf Kosten der städtischen Kasse beschlossen. Ostern 1871 wurde die Prima eingerichtet und Rektor Paehler wurde im Juli Gymnasialdirektor. Die Aner­kennung als Vollgymnasium erfolgte schon im August, obwohl die Oberprima noch fehlte.

Am 6. Juli 1870 unternahm die ganze Schule eine Huldigungs­fahrt nach Bad Ems zu Kaiser Wilhelm I., der dort zur Kur weilte, aber wegen einer Unpäßlichkeit die Huldigung nur vom Fenster aus entgegennehmen konnte. Ein Jahr später, am 17. Juli 1871, wanderten wieder ca. 170 Gymnasiasten samt Di­rektor und Lehrern nach Bad Ems. Dieses Mal sind sie jedoch angemeldet und werden auch empfangen. Paehler äußert beim Adjudanten des Kaisers den Wunsch den Namen »Kaiser-Wil- helms-Gymnasium« führen zu dürfen. Am 11.10.1871 verleiht Wilhelm I. persönlich den Namen.

Für seine Verdienste um den raschen Aufstieg zum Vollgym­nasium verleiht die Stadt Dr. Paehler am 31.12.1871 die Eh­renbürgerwürde. Auf den Monarchen hatte die Persönlichkeit Paehlers wohl so einen guten Eindruck gemacht, daß ihm während seiner Zeit als Leiter des Gelehrtengymnasiums in Wiesbaden ab 1874 sogar die Erziehung des Prinzen Wilhelm - dem späteren Kaiser Wilhelm II - angetragen wird, was er jedoch ablehnte. **

Unweit der Paehlerstraße befindet sich noch eine kleine Straße mit dem Namen Unksberg, zwischen Gelbach- und Wirzenbor- ner Straße gelegen. Diese ist zwar noch jung, der Name der Flur auf der sie sich befindet, jedoch schon vor fast 300 Jahren erwähnt. So findet sich im Ratsprotokoll vom 16. November 1696 ein Eintrag, daß der Stadtschütze dem Herrn Kellner auf hiesiger Weide, zwei Hämmel pfändete, da dieser ohne Erlaub­nis, auf der Stadtgemarkung untig dem Gebück in dem Unks­berg seine Herde abermals weidete. Der Schütze Michael Har­tenfels sagte aus, daß er samt seiner Mitschützen beide Häm­mel in dem Unksberg in Johannes Mahls Wiese gepfändet hatte, und solches wahr sei. ***

Beatrix Künzer

* aus »Wer war wer in Montabaur« vom AK Heimatl. Brauch­tum, 1985

** aus »Die Geschichte unseres Gymnasiums« von Dr. Karl Franzke und Hans Frischbier in »100 Jahre Gymnasium Montabaur«, 1968

***STAM Abt. 2, Nr. A3

Erwachsenenbildung

VHS Montabaur

G10602

Säuglingspflege

Termine und Referenten:

Ort:

Mittwoch, 17. Mai 1995,

19.30 Uhr, Frau Bach, Kinderkrankenschwe-

Mittwoch, 24. Mai 1995,

19.30 Uhr, Dr. Gumpert, Gynäkologe

Mittwoch, 31. Mai 1995,

19.30 Uhr, Dr. Schmidt, Kinderarzt

Mittwoch, 7. Juni 1995,

19.30 Uhr, Frau Steiger, Stillberaterin Mittwoch, 14. Juni 1995,

19.30 Uhr, Frau Endres, Hebamme Krankenhaus Dernbach

Gebühren:

30,- DM (Ehepaare 40,- DM)

80104

Seidenmalerei für Anfänger und Fortge-

Beginn:

cpU w pnp

Dienstag, 25. April 1995,19.30 Uhr

Dauer:

5 Abende

Ort:

Hauptschule Montabaur

Leitung:

Christa Laux

Gebühren:

30,- DM

(Welches Material am ersten Abend mitzubringen ist,

kann bei der Anmeldung erfragt werden.)

Nähere Informationen und Anmeldung während den Ge­schäftszeiten: VHS-Geschäftsstelle, Rathaus Montabaur, Te­lefon 02602/126.105

Geschäftszeiten:

Mittwoch.13.30 bis 16.00 Uhr

Donnerstag.08.00 bis 12.30 Uhr

und.13.30 bis 18.00 Uhr

Freitag.08.00 bis 12.30 Uhr

Die Großen Sammlungen

der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn Unter dem Vulkan - Meisterwerke der Antike aus dem Archäologischen Nationalmuseum Neapel Mit der weltweit bedeutendsten Schatzkammer antiker Kunst, dem Museo Archeologico Nazionale di Napoli, setzt die Kunst- und Ausstellungshalle die Reihe der Großen Sammlungen fort. Das Museum verdankt mit einer über vierhundertjährigen Sammlungsgeschichte seinen Reich­tum nicht nur den weltberühmten Fundstücken aus den versunkenen Vesuvstädten Pompeji und Herculaneum. Ebenso umfassend ist die Kultur Süditaliens und Großgriechenlands vor Ankunft der Römer durch heraus­ragende Statuen, Fresken und Keramiken dokumentiert. Einzigartige Kunstwerke wie die Statuen der Artemis Farnese und der Venus im Bikini, das kunstvolle Komö- dianten-Mosaik des Dioskurides aus Samos oder der be­rühmte Freskenzyklus aus der Casa di Amor Fatale wur­den für die Ausstellung in Bonn ausgewählt.

Russisches Museum St. Petersburg Geboten wird ein kunsthistorischer Augenschmaus! Die Bestände des 1898 im prachtvollen Empire-Palais des Großfürsten Michaeil in St. Petersburg eröffneten Muse­um spiegeln mit mehr als 500.000 herausragenden Zeug­nissen 500 Jahre russische Kunst und Kultur. Präsentiert wird in Bonn eine Auswahl von 500 Werke: die altrussische Textilkunst und Ikonenmalerei des 15. bis 17. Jh., Gemäl- , de, Zeichnungen und Skulpturen der klassischen Periode !' bis zur Sowjetkunst. Erlesene Produkte der kaiserlichen ; Manufakturen aus Glas, Fayence und Porzellan werden j ebenso zu sehen sein wie kostbare Möbel und Kunsthand- i werk des 18. Jh. sowie Staatsfabrikate des 20. Jh. |

Die VHS Montabaur und Wirges besuchen die Ausstellun- i gen am Freitag, 21. April 1995. Abfahrt ab Montabaur 1 13.00 Uhr, ab Wirges 13.15 Uhr. Kosten: 35,- DM für f Fahrt, Eintritt und Führung durch die Ausstellung »Unter ! dem Vulkan«.

Anmeldung: VHS Wirges, Tel.: 02602/60604; VHS Monta- ' baur, Tel.: 02602/126105 !