Montabaur
Nr. 14/95
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Blümchen belegen, ein rohes Ei damit einwickeln und dann im Färbebad kochen. Auf dem fertigen Osterei erscheinen so die feingezeichneten Ne'gativabdrucke von Gänseblümchen, jungen Löwenzahnblättern und allem, was der Osterhase sonst noch in der Frühlingszeit finden mag.
Zum Schluß noch ein kleiner Tip: Auf weißen Eiern wirken alle Farben besonders klar und leuchtend.
Tabelle: Beispiele für Färbemittel und Farbtöne zum Färben von Ostereiern
Färbemittel
Farbton
Schwarztee
schwarz-braun
Kaffeesatz
braun
braune Zwiebelschalen
gelb-braun
rote Zwiebelschalen
rot-braungelb
Sandelholz
orange
Cochenille
rot
Rote Beete
rot
Holunderbeeren
blau
Preiselbeersaft
blau
Lorbeerblätter
grün
Petersilie
grün
Spinat
grün
Viel Spaß! Gertrud Jansen
Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, Constanze Wunderlich, Durchwahl: 02602/126.215.
Sein Sohn Karl Josef Walter, geb. 1892 in Biebrich am Rhein, erlangte jedoch nicht weniger große Bekanntheit, aus ihm wurde der sog. »Orgel-Walter«. »Schon als Schulkind machte er seine Hausaufgaben in den Schulpausen, da er zu Hause Heber am Pedal Klavier spielte, wenn sein Vater weg war. Einmal im Alter von etwa 7 bis 8 Jahren belauschte er das Gespräch seiner Eltern. »Was glaubst du«, sagte der Vater, »ich war heute beichten, und weißt du, wer die Segensandacht gespielt hat? Ich habe den blonden Schopf von unserem Karl- chen gesehen - und er spielte gar nicht schlecht!«
Organist war damals ein alter Lehrer, der den kleinen Karl gern an Nachmittagen den Segen spielen Heß, während er auf ein Glas Bier ging«**
Nach dem Abitur lernte er Orgelbau bei J. Klais in Bonn und führte für diese Firma diverse neue Orgeln erstmahg vor. Seine Begabung zur freien Improvisation fiel einem Benediktiner-Pater in Rom auf, der ihn ermutigte, sich ganz der Musik zu widmen.
So ging er 1913 als Organist ans Benediktinerstift Seck- au/Steiermark, wo er auch als Musiklehrer tätig war. Im 1. Weltkrieg wurde er schwer verwundet und kehrte nach Seckau zurück. 1917 bis 1919 studierte er dann an der Musikhochschule in Wien und legte seine Prüfungen mit Auszeichnung ab. In Klosterneuburg lernte er die bekannte Geigerin Erny Alberdingk kennen und heiratete sie.
1921 wurde er als 1. Dom Organist nach St. Stephan in Wien berufen. Von 1927 bis 1959 wirkte er als Orgelprofessor an der Musikhochschule Wien. Er erreichte einen internationalen Ruf als Orgelvirtuose und spielte in vielen Konzertsälen, Kathedralen und Rundfunkanstalten des In- und Auslandes. Zahlreiche Titel und Orden wurden ihm verfiehen.***
Er starb am 18. August 1983. Mit seiner Heimatstadt Montabaur hielt er bis zu seinem Lebensende Kontakt, der bis heute von seiner zweiten Frau Margarete aufrecht erhalten wird.
Beatrix Künzer
* AK Heimatl. Brauchtum und Geschichte: Wer war wer in Montabaur — Straßennamen, 1985
** Margarete Walter: Kleine Episoden, die mir zu den Gesprächen und Plaudereien zu Karl Walter einfallen, STAM Abt. 8.6, Nr. 12
***Karl Walter GeseH.: Mitteilungen Nr. 2
ARCHIV!
Archiv der Stadt Montabaur
Informationen zu Akten und Urkunden
Die Karl-Walter-Straße
Ein kleines Sträßchen, welches man von der Paehlerstraße, die von der Peterstorstraße abbiegt erreicht. Den älteren Einwohnern ist der Name sicher noch zweimal gut bekannt: Einmal als »Glocken-Walter« zum anderen als »Orgel-Walter«. Zugezogene Montabaurer rufen sich vieHeicht noch Zeitungsberichte von 1992 ins Gedächtnis, die an den 100. Geburtstag des »Orgel-Walter« erinnerten.
Wer war wer und welcher gab der Straße den Namen? In der Zeit von 1893 bis 1920 wirkte am ehemafigen Lehrerseminar in Montabaur Seminaroberlehrer Karl Walter, geb. 1862 in Cransberg bei Usingen, der viele hundert Lehrer im Violin- und Orgelspiel ausbüdete. Neben dieser Tätigkeit arbeitete er auch als Bundesdirigent im Lahn-Sängerbund und wurde 1899 zum Diözesan-Inspektor für Orgel- und Glockenbau ernannt. Auch als Verfasser von Werken über Orgel- und Glockenkunde erlangte er Bekanntheit. Er erhielt denpäpstfichen Orden »Pro ecclesia et pontifice«. 1929 verstarb er in Montabaur, wohin er nach einem Aufenthalt von 1920 bis 1926 als Seminaroberlehrer in Prüm/Eifel zurückgekehrt war.*
Er war Namensgeber der »Karl-Walter-Straße« und ging als »Glocken-Walter« in unsere Geschichte ein.
Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch, Freitag.10.00 bis 12.00 Uhr
Dienstag, Donnerstag.15.30 bis 17.30 Uhr
Das Stadtarchiv befindet sich in der Joseph-Kehrein-Schule.
Verschiebung der wöchentlichen Abfall- bzw. Wertstoffentsorgung
wegen Karfreitag und Ostermontag Wegen Karfreitag (14.04.1995) und Ostermontag (17.04.1995) verschiebt sich die wöchentfiche AbfaH- bzw. Wertstoffentsor- gung in allen Gemeinden des Westerwaldkreises wie folgt:
a) Verschiebung wegen Karfreitag:
Wegen Karfreitag (14.04.1995) werden in der Wdche vom 10. bis 14.04.1995 die MüH- bzw. Wertstoffgefäße oder DSD-Säcke jeweils einen Tag vorher entleert bzw. abgeholt, d. h. anstatt montags, den 10.04.1995, bereits samstags, den 08.04.1995, anstatt dienstags bereits montags, anstatt mittwochs bereits dienstags usw. Die jeweilige Abfuhrart ist dem Müllkalender 1995 zu entnehmen, der jedem Haushalt im Dezember 1994 zugegangen ist.
b) Verschiebung wegen Ostermontag:
Wegen Ostermontag (17.04.1995) findet die Entleerung der MüH- bzw. Wertstoffgefäße oder Abholung der DSD-Säcke in der Woche vom 17. bis 22.04.1995 jeweils einen Tag später statt, also anstatt montags erst dienstags, anstatt dienstags erst mittwochs usw. Die jeweilige Abfuhrart ist dem Müllkalender 1995 zu entnehmen.
Desweiteren bleiben die beiden HausmüHdeponien des Westerwaldkreises in Meudt und Rennerod, die Erdaushubdeponien Hergenroth und Luckenbach sowie die Wertstoffsortieranlage in Boden am Karsamstag (15.04.1995) geschlossen.

