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Montabaur

Nr. 13/95

- sozialökonomische Verhältnisse der Betriebe

- Eigentums- und Pachtverhältnisse an der landwirtschaft­lich genutzten Fläche

- Arbeitskräfte der Betriebe

- Erwerbs- und Unterhaltsquellen des Betriebsinhabers und seines Ehegatten.

Um den Aufwand möglichst gering zu halten, wird ein Teil der Sachverhalte nur in zufällig ausgewählten Stichprobenbetrie­ben erhoben.

Auskunftspflicht besteht für Betriehe mit einer landwirt­schaftlich genutzten Fläche (LF) von mindestens einem Hek­tar oder mit natürlichen Erzeugungseinheiten, die mindestens dem durchschnittlichen Wert einer jährlichen Markterzeu­gung von 1 ha LF entsprechen sowie für Betriebe mit einer Waldfläche von mindestens einem Hektar. Zum Erhebungsbe­reich der Bodennutzungshaupterhebung gehören ferner Flä­chen eines Bewirtschafters von zusammen mindestens einem Hektar, die ganz oder teilweise land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden, sowie alle Flächen, auf denen Reben, Obst, Gemüse, Tabak, Hopfen, Heil- und Gewürzpflanzen, Zierpflan­zen oder Baumschulerzeugnisse für den Verkauf angebaut werden.

Wir machen darauf aufmerksam, daß ordnungswidrig handelt, wer die Auskünfte vorsätzlich oder fahrlässig nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt.

Die Angaben unterliegen der Geheimhaltung. Eine Verwen­dung zu steuerlichen Zwecken ist gesetzlich ausgeschlossen.

Ihr Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Saisonplan im Hallenbad Montabaur

wjSpümif

Während der Osterferien, vom 03.04. bis 22.04.1995, gilt folgender Badezeitenplan

Montag

Dienstag

Mittwoch

(Warmbade-

tag)

Donnerstag

(Warmbade-

tag)

Freitag

Samstag

Sonntag

vormittags

für Reinigungsarbeiten geschlossen 14.00 bis 19.00 Uhr Familienbad 19.00 bis 20.15 Uhr Vereinsbad

(B ehinder tensportgrupp e) 07.00 bis 09.00 Uhr Bundeswehr 09.00 bis 21.00 Uhr Familienbad 07.00 bis 09.00 Uhr Bundeswehr 09.00 bis 19.30 Uhr Familienbad 19.30 bis 21.00 Uhr Frauenbad 07.00 bis 09.00 Uhr Bundeswehr 09.00 bis 21.00 Uhr Familienbad

07.00 bis 09.00 Uhr Bundeswehr 09.00 bis 16.00 Uhr Familienbad

16.00 bis 19.00 Uhr Vereinsbad (TuS Montabaur) 19.00 bis 21.00 Uhr Vereinsbad (DLRG)

08.00 bis 16.30 Uhr Familienbad

16.30 bis 18.00 Uhr Vereinsbad (TSGMontabaur)

08.00 bis 12.30 Uhr Familienbad

Telefon: 02602/4611 oder 02602/126173

IUS ARCHIVI

Archiv der Stadt Montabaur

Informationen zu Akten und Urkunden

Die Joseph-Kehrein-Straße

Heute geht es wieder zurück zu den Straßen. Die Joseph-Keh­rein-Straße gehört zwar zu den noch jungen Straßen unserer Stadt, ihr Name erinnert jedoch an einen Mann, der im vorigen

Jahrhundert in unserer Stadt als Direktor des katholischen Schullehrerseminars wirkte. Seine Arbeit hinterließ nachhal­tig Eindruck. Er erhielt deshalb die Ehrenbürgerschaft, man setzte ihm 25 Jahre nach seinem Tod ein Denkmal in unserer Stadt, außerdem wird neben der Benennung der Straße durch unsere Grundschule, die ebenfalls nach ihm benannt ist, sein Name in unserem Gedächtnis behalten.

Wer war Joseph Kehrein? Er wurde am 20.10.1808 in Heides- heim bei Mainz geboren. Seine Eltern betrieben eine kleine Landwirtschaft. Er war der einzige Sohn, hatte noch fünf Schwestern, vier weitere Kinder der Familie verstarben früh. Ein Pfarrer erkannte sein Talent, unterrichtete ihn privat und erreichte,, daß er am 2. November 1823 das kleine Seminar in Mainz besuchen konnte. Täglich mußte er 6 Stunden Weges zur Schule nach Mainz und zurück bewältigen. Nach dem Abitur 1830 studierte er an der Landesuniversität Gießen Philologie, Psychologie, Lyrik, Geschichte, Kunst und Litera­tur, Mathematik, Englisch, Französisch und Botanik. 1835 legte er das Staatsexamen ab und begann seine Laufbahn als Kandidat des Gymnasiallehramtes in Darmstadt. Ein Jahr später heiratete er Elisabeth Holz vom Wacholderhof bei Er­bach im Rheingau, die 1868 in Montabaur verstarb. Kehrein wurde 1837 Gymnasiallehrer in Mainz, 1845 Prorektor, ab 1846 Professor am Gymnasium zu Hadamar.

Er hielt strenge Disziplin, war jedoch ein hilfreicher, toleran­ter Lehrer, der jeden Schüler gleich behandelte. Er vertrat die Auffassung, »man betreibe zu viel Latein und Griechisch auf Kosten der deutschen Sprache«, war unermüdlich, mit weni­gen stunden Schlaf auskommend, sprachwissenschaftlich tä­tig, lernte 1846 Jakob und Johann Grimm sowie Andreas Schmeller kennen und begründete nach einem Besuch auf Schloß Schaumburg seine langjährige Freundschaft mit Sr. K. K.Hoheit, Erzherzog Stephan von Österreich.

Am 16.01.1855 übernahm er als Direktor das katholische Schullehrerseminarium in Montabaur. Auch war er Direktor der hiesigen Realschule. Bei Tagesanbruch begann Kehrein zu arbeiten, versah mit großer Hingabe sein Amt und war oft bis tief in die Nacht tätig.

Seine wissenschaftlichen und lyrischen Werke alle zu benen­nen, hieße mehr als 50 Bücher aufzuzählen und zu beschrei­ben, von denen heute noch viele anerkannt werden und in Archiven einzusehen sind: u. a. »Grammatik der neuhochdeut­schen Sprache«; »Deutsches Lesebuch«; »Zur Geschichte der deutschen Bibelübersetzung vor Luther«; »Onomatischen Wörterbuch« (2 Bde.) sowie sein Hauptwerk: »Volkssprache und Volkssitte im Herzogtum Nassau« (3 Bde. 1861 1864). Außerdem gah er »Katholische Kirchenlieder, Hymnen und Psalmen« u. a. heraus.

Joseph Kehrein wurde mit hohen Auszeichnungen bedacht. Papst Pius IX ernannte ihn 1865 zum Ritter des St.-Gregori- us-Ordens; Herzog Adolph von Nassau überreichte ihm per­sönlich das Kreuz des Militär- und Zivildienstordens; Kaiser Wilhelm verlieh ihm 1872 den Roten-Adler-Orden, am 01.01.1874 überreichte ihm die Stadt Montabaur den Ehren­bürgerbrief. Sein ganzes Leben war die Religion. Sein Wahl­spruch lautete: »Handle wie Du lehrest und lehre wie Du handelst.« *

Im Januar des Jahres 1876 fühlte Kehrein, daß seine Kräfte sichtlich schwanden. Am 19. März feierte er noch im Kreise der Familie seinen Namenstag. Am 21. März warf ihn eine Lungenentzündung, die er sich bei der Schulprüfung zu Eschelbach zugezogen hatte, auf das Krankenlager. Er ver­starb am 25. März 1876. **

Auf Grund einer Initiative ehemaliger Schüler wurde der Plan zur Errichtung des Denkmals gefaßt. Nach einer Vorfeier am 15. September in Hämmmerleins Gartenlokal unter Mitwir­kung eines Wiesbadener Konzertsängers, des Gesangsvereins Mendelsohn-Bartholdy, des Katholischen Kirchenchores .und des Turnvereins wurde dann am 16. September 1901 das Denkmal feierlich enthüllt. Dem vorausgegangenen Festzug­gehörten 18 verschiedene Vereine und Gruppierungen aus der Stadt an. ***

Beatrix Künzer

* Joseph Kehrein 1808 1876, Kurzbiographie von Willi Schoth, Elz, 1995, in STAM Abt. 9.4, Nr. 83 ** Joseph Kehrein der Germanist und Pädagoge von Dr. Va­lentin Kehrein, in STAM III. 3.3.4.12 ***Festschrift zur Enthüllungsfeier, in STAM III.3.3.4.11 Öffnungszeiten:

Montag, Mittwoch, Freitag.10.00 bis 12.00 Uhr

Dienstag, Donnerstag.15.30 bis 17.30 Uhr

Das Archiv befindet sich in der Joseph-Kehrein-Schule.