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Montabaur

Die Verwaltung informiert

Bericht über die erste Sitzung

des Ausländerbeirates der Stadt Montabaur vom 11.01.1995 Mitglieder des Beirates verpflichtet

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken verpflichtete als Beauftrag­ter der Aufsichtsbehörde die Mitglieder des Ausländerbeirates zur gewissenhaften Erfüllung ihres Amtes. Er verwies dabei auf die Vorschriften der Gemeindeordnung, die für die Inhaber von Ehrenämtern gelten und für die Beiratsmitglieder ent­sprechend angewendet werden.

Vorsitzender des Beirate^und zwei Stellvertreter gewählt Der Ausländerbeirat wählte zu seinem Vorsitzenden Dr. Mau- ricio Perez Sarabia. Erster Stellvertreter wurde Cafer Carpaz. Zum zweiten Stellvertreter wurde Omer Sabic gewählt.

Unterzeichner für die Protokolle gewählt

Der Beirat wählte zur Unterzeichnung der Sitzungsprotokolle

Veli Arabaci und Enver Zahirovic.

Aufgaben und Ziele des Ausländerbeirates erörtert Dr. Perez bezog sich auf die Positionen, die die Internationale Demokratische LISTE in ihren Wahlversammlungen festge­legt habe. Man verstehe sich im Ausländerbeirat als politische Vertretung aller Ausländerinnen und Ausländer - unabhängig von den einzelnen Nationalitäten. Angestrebt werde eine Zu­sammenarbeit zwischen den Ausländern verschiedener Her­kunftsländer. Außerdem wolle man zur Integration in die örtliche Gemeinschaft, in die Gesellschaft beitragen.

Dr. Perez betonte, es gebe viele Probleme und Arbeitsschwer­punkte, die zu bewältigen seien. Hierfür wolle man Arbeits­gruppen bilden, um möglichst Adele Personen einzubinden. Bürgermeister Dr. Possel-Dölken sagte seitens der Verwal­tung zu, den Ausländerbeirat in seiner Arbeit zu unterstützen.

Zuschuß für Jugendarbeit in Vereinen

Seit dem 01.01.1980 gelten für den Bereich der Stadt Monta­baur die Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit. Anträge auf Gewährung von Zuschüssen können-für 1995 bis zum 1. April 1995 gestellt werden.

Förderungsvoraussetzungen:

1. Zuschüsse werden nur an Vereine und Jugendgemein­schaften mit mindestens 10 jugendlichen Mitgliedern, die Einwohner von Montabaur sind und das 19. Lebensjahr am 31.12. des Jahres der Antragstellung nicht vollendet haben, gezahlt.

2. Die Stadt Montabaur gewährt den Vereinen, bzw. Jugend­gemeinschaften für jedes jugendliche Mitglied (Stichtag der Mitgliedschaft ist der 01.01. des Jahres, für das der Antrag gestellt wird) Zuschüsse.

3. Der Zuschußbetrag besteht aus einem Grundbetrag in Höhe von 200 DM je Verein, bzw. Jugendgemeinschaft. Dieser Betrag erhöht sich für jeden Jugendlichen um 15 DM.

Anträge sind bei der Verbandsgemeindeverwaltung Monta­baur, Rathaus, Zimmer 208, einzureichen. Dem Antrag ist eine Aufstellung mit Angabe der Vor- und Zunamen, der Geburts­daten und der Anschriften für die Mitglieder, für die der Zuschuß gewährt werden soll, beizufügen.

Wir weisen ausdrücklich daraufhin, daß der 01.04.1995 eine Aussehlußfrist darstellt. Anträge, die nach diesem Zeitpunkt eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden.

_ Nr. 3/95 ;

Natur & Umwelt

Hausputz ohne »chemische Keule«

Werbeaussagen wie »biologisch«, »ökologisch«, »um­weltfreundlich« oder »biologisch abbaubar«, sagen nicht unbedingt etwas über die Umweltfreundlichkeit eines Produktes aus - alle belasten die Umwelt mehr oder weniger, auch solche aus natürlichen Rohstoffen. Entscheidend für die Beurteilung der Umweltbelastun­gen ist die Geschwindigkeit und das Ausmaß des biolo­gischen Abbaus sowie die Eigenschaft der Zersetzungs­produkte. Um dem Verbraucher beim Einkauf eine er­ste Orientierung zu geben, zeigt der »Blaue Umwelten­gel«, welche Mittel weniger umweltbelastend sind als vergleichbare aus der selben Produktgruppe.

Allein die Bürger der alten Bundesländer verbrauchen jährlich ; etwa 700 000 Tonnen Reinigungsmittel. Davon sind viele nicht nur umweit-, sondern auch gesundheitsschädlich. Sie gelan­gen nach Gebrauch ins Abwasser und belasten die Kläranla­gen. Durch Verzicht auf unnötigen Chemikalieneinsatz, durch eine sparsame Dosierung und das Befolgen einfacher Tips kann jeder einzelne einen deutlichen Beitrag zum Umwelt- ; schütz leisten und nebenbei die Haushaltskasse schonen. Im­merhin gibt ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt s etwa 250 Mark im Jahr für Wasch-, Putz- und Reinigungsmit­tel aus.

Allgemeines...

Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen! Das einfachste . Mittel reicht in der Regel aus. Zu den oft schädlichen Spe- : zialreinigern gibt es Alternativen. So sind Haushaltsessig } oder verdünnte Essigessenz und ein Scheuerpulver beim . Toilettenreinigen genauso wirksam wie die einschlägigen j WC- und Sanitärreiniger. Bitte beachten! Verwenden Sie j auf keinen Fall säurehaltige WC-Reiniger gemeinsam mit j aktivchlorhaltigen alkalischen Sanitärreinigem, denn dann kann sich giftiges Chlorgas bilden.

Ein milder, phosphatfreier Allzweckreiniger reinigt Böden, Bad und alle Oberflächen. Auch die am ehesten umweltver- trägliehe Schmierseife erfüllt vollauf ihren Zweck, zumal sie auch pflegende Wirkung hat.

Möglichst Konzentrate benutzen, da die meisten Putzmittel zu 70 bis 80 Prozent aus Wasser bestehen. Dadurch helfen | Sie mit, Transportenergie und Verpackungsmaterial zu ver­meiden. Wasser läßt sich billiger aus dem Wasserhahn zufügen.

Mittel immer sparsam verwenden. Zum Beispiel befördert jeder Spritzer Spülmittel zwei- bis fünfmal soviel ins Was- j ser, wie an sich für normal verschmutztes Geschirr nötig J wäre.

Desinfektionsmittel sind kleine »Chemie-Bomben«. Die In­

haltsstoffe sind größtenteils gesundheitsschädlich. Desin- j fektion im Haushalt ist schlichtweg überflüssig. |

Mechanik contra Abflußreiniger. Bei einem verstopften Ab- !

fluß hilft eine Saugglocke oder eine Spirale. Verstopfungen können Sie mit einem zusätzlichen engmaschigen Ab- 1 flußsieb Vorbeugen. I

Im umweltfreundlichen Hauhalt haben Beckensteine, Was- , serkastenzusätze, Luftverbesserer, Backofensprays und- I semittelhaltige Fleckentferner Hausverbot. Sie enthalten I umweltbelastende und zum Teil krebserregende Stoffe. I

Vollwaschmittel nur bei Bedarf und nicht routinemäßig I

verwenden. Heute ist die Wäsche größtenteils bunt, und I besteht aus Mischfasern. Ein Feinwaschmittel reicht hier I völlig aus. Die Bleichstoffe und optischen Aufheller eines I Vollwaschmittels sind überflüssig. Kleidung mit Flecken I nicht mehrmals waschen, sondern die Flecken (zum Bei- 1 spiel mit Gallseife) vorher entfernen. 1

Doppelt hält nicht immer besser. Zumindest erfreuen sich I weder die Waschmaschine noch die Wäsche an der »verei- ] nigten Waschkraft« von Waschmittel und Wäsch Verstärker I (Tücher). Auch die weichmachende Schicht eines Weich- 1 spülers ist nicht nur unnötig, sondern muß bei der nächsten I Wäsche mit einer Extraportion Waschmittel wieder ent­fernt werden.

... und spezielles

Einen Fensterreiniger können Sie leicht selbst mischen: Warmes Wasser nebst einem Spritzer Schmierseife oder Spülmittel und etwas Essig oder Spiritus genügen. Mit