Montabaur
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und besondere Modeeffekte zu erzielen, wird der Stoff noch chemisch ausgerüstet — »Textilveredelung« nennt man das dann. Um glatter, glänzender, reißfester und besser färbbar zu sein, wird mit Natronlauge mercerisiert. Hochveredelt heißt die Baumwolle, die in einem Plastikanzug aus Kunstharzen steckt, wodurch sie weniger einläuft und knittert, eine bessere Formstabilität hat und sich leichter bügeln läßt. Die natürlichen Eigenschaften der Baumwolle - hautsympathisch, luftdurchlässig, weich, keine elektrostatische Aufladung, hohe Saugfähigkeit, hohe Trocken- und Naßfestigkeit und gute Abbaubarkeit - gehen dabei nahezu vollständig verloren. Veredelung bedeutet auch, daß für 1 kg Textilien ca. 100 Liter Wasser — meist Trinkwasser — und 15 bis 20 Kilowattstunden Energie verbraucht werden.
Kennzeichnung
Unter den Stoffen zur Ausrüstung befinden sich harmlose wie Kartoffelstärke, aber auch allergieauslösende wie Formaldehyd, optische Aufheller oder bestimmte Faserstoffe sowie giftige oder krebserregende Chemikalien. Auf dem Etikett ist von diesen Substanzen nichts zu lesen, denn laut Gesetz müssen nur die textilen Fasern angegeben sein. Auf jedem Joghurtbecher wird per Gesetz jedes Milligramm an Spurenelementen aufgelistet, so daß Allergiker gleich erkennen, was sie nicht vertragen. Kein Gesetz fordert die Angabe von Hilfsmitteln und Chemikalien, die bei der Herstellung der Kleidung helfen oder im Endprodukt enthalten sind. Hierzulande sind viele Ausrüstchemikalien gar nicht mehr erlaubt, doch niemand kann die zahllosen Importe kontrollieren—genauso wenige wie die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter und Arbeiterinnen in den Entwicklungsländern.
Öko-Labels
Da die Nachfrage nach gesunder und umweltfreundlicher Kleidung steigt, haben einige Hersteller Öko-Kollektionen auf dem Markt gebracht und etliche Umweltgütezeichen (Labels) sind entstanden. Ihre Qualitätsstandards sind allerdings sehr unterschiedlich. Vor dem Kauf sollten Sie im Einzelfall die schriftlichen Werbeaussagen prüfen - denn die Begriffe »bio«, »Öko« und »naturbelassen« sind gesetzlich nicht definiert. Unterscheiden sollte man grob zwischen Textilien, die im Endprodukt keine krebserregenden und besonders allergieauslösende Stoffe enthalten dürfen und für Pestizide feste Grenzwerte haben (z. B. Schadstoffgehalt nach Öko-Tex Standart 100, Markenzeichen schadstoffgeprüfte Textilien) und Herstellerlabels, die wirklich eine ganze kontrollierte Erzeugungskette angeben (z. B. Arbeitskreis Naturtextil e.V.). Diese Erzeugungskette beginnt beim biologischen Anbau. Es dürfen keine Pestizide verwendet werden und die Baumwolle wird entweder von Hand geerntet oder kommt aus Gebieten, in denen die Baumwollsträucher ihre Blätter natürlicherweise bei Frosteinbruch abwerfen. Der Stoff wird nicht oder nur chlorfrei gebleicht, nicht optisch aufgehellt, enthält keine schwermetallhaltigen oder allergenen Farbstoffe und wird nicht mit Kunstharzen ausgerüstet.
Hinweise:
Meiden Sie Kleidung, auf der »separat waschen« oder »Farbe blutet aus« vermerkt ist. Denn was beim Waschen ausblutet, wird auch vom normalen Körperschweiß gelöst und kann die Haut reizen.
Wenn Ihre Kleidungsstücke auf Ihrer Haut Rötungen, Ausschläge oder Juckreiz hervorrufen, suchen Sie einen Arzt auf. Ihr Arzt sollte den Fall dem Bundesgesundheitsamt melden, wo eine Arbeitsgruppe mögliche Gesundheitsgefahren durch Textilien erhebt und Empfehlungen für Grenzwerte und Verbote erarbeitet.
Und denken Sie daran: Waschen Sie neue Kleidungsstücke vor dem ersten Tragen mehrmals, damit Reste von Ausrüstungschemikalien und Pestiziden herausgespült werden!
Literatur: »Einkaufsratgeber für Ihre Textilien«, für 3,50 DM erhältlich bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V., Paulinenstraße 47,70178 Stuttgart; Zeitschrift Gesünder Wohnen, Heilig-Geist-Straße 54, 83022 Rosenheim, »Grüne Baumwolle«, Heft 25, 6,50 DM.
Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, Constanze Wunderlich, Durchwahl: 02602/126196
Friedhof Neuhäusel
Teilräumung eines Grabfeldes
Für die beiden ersten Reihen des Grabfeldes VI auf dem Friedhof in Neuhäusel ist die 30jährige Ruhefrist nach der geltenden Friedhofssatzung abgelaufen, für diesen Teilbereich ist die Einebnung vorgesehen.
Es handelt sich um folgende Grabstätten:
Reihe A
Grab-Nr. 4
Anna Rosenbach
(geb. 1883, gest. 1960)
Grab-Nr. 5
Else Franke
(geb. 1880, gest. 1960)
Grab-Nr. 6
Johanna Nordhausen
(geb. 1903, gest. 1960)
Grab-Nr. 10
Maria Zebczuk
(geb. 1889, gest. 1958)
Grab-Nr. 11
Gertrude Lehmler
(geb. 1879, gest. 1958) !
Grab-Nr. 12
Josef Riffert
(geb. 1884, gest. 1958)
Grab-Nr. 13
Anna Marx
(geb. 1872, gest. 1958)
Grab-Nr. 14
Peter Herrn. Isbert
(geb. 1909, gest. 1959)
Grab-Nr. 15
Anna Reusch
(geb. 1895, gest. 1959)
Reihe B
Grab-Nr. 16
Katharina Weisbrod
(geb. 1914, gest. 1959)
Grab-Nr. 17
Wilhelmine Ducke
(geb. 1878, gest. 1959) ’
Grab-Nr. 18
Gertrude Sabel
(geb. 1900, gest. 1959)
Grab-Nr. 19
Pauline Struth
(geb. 1877, gest. 1961)
Grab-Nr. 21
Margarete Asenissen
(geb. 1886, gest. 1962)
Grab-Nr. 22
Wilhelm Gerharz
(geb. 1897, gest. 1962)
Grab-Nr. 23
Alex Jansen
(geb. 1902, gest. 1962)
Grab-Nr. 24
Elisabeth Jäger
(geb. 1893, gest. 1962)
Grab-Nr. 25
Erich Kannewitz
(geb. 1902, gest. 1963)
Grab-Nr. 26
Maria Weber
(geb. 1892, gest. 1963)
Grab-Nr. 27
Johann Huth
(geb. 1886, gest. 1963)
Grab-Nr. 28
Helma Moder
(geb. 1928, gest. 1963)
Grab-Nr. 29
Nikolaus Rossbach
(geb. 1896, gest. 1963)
Grab-Nr. 30
Jürgen Fischer
(geb. 1944, gest. 1963)
Grab-Nr. 31
Gertrud Knopp
(geb. 1900, gest. 1964) •
Grab-Nr. 32
Hermann Günther
(geb. 1902,
gest. 01.01.1965)
Die Entfernung der Grabsteine und Grabumrandungen durch die Angehörigen sollte bis zum 1. April 1995 abgeschlossen sein. Danach gehen alle Gegenstände, die sich noch auf den Grabstätten befinden, entschädigungslos in das Eigentum der Ortsgemeinde über.
Friedhofsverwaltung Montabaur
“Bücherei-Info”
Öffnungszeiten der Stadtbücherei Montabaur '*
Montag:.15.00 bis 18.30 Uhr
Dienstag:. 15.00 bis 18.00 Uhr ^
Mittwoch:.. 10.00 bis 14.00 Uhr
Donnerstag:.15.00 bis 18.00 Uhr
Samstag:.10.00 bis 12.00 Uhr
Die Stadtbücherei Montabaur finden Sie in der Gelbachstraße ^1 9 (Im Haus der Jugend, ehemalige Katharinenschule). *

