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Montabaur

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Nr.. 51/94

In den vergangenen zwölf Monaten hat sich auch unsere Verbandsgemeinde in vielen Bereichen weiterentwickelt. Es würde den Umfangeines Grußwortes übersteigen, auf alle Maßnahmen in unseren Ortsgemeinden und der Stadt Montabaur einzugehen. Gerne will ich aber an dieser Stelle auf einige wichtige und herausragende Entscheidungen und Maßnahmen kurz eingehen. Investitionen für unsere Kinder sind InvestitionenindieZukunft.DiesgiltnebendenSchulenauchfür unsere Kindergärten. Indiesem Jahr konnten neue, unter kommunaler Trägerschaft stehende Kindergärten in Girod, Neuhäusel, Holler und Montabaur (Himmelfeld) an die Kinder und ihre Erzieherinnen übergeben werden. Mit finanzieller Beteiligung der jeweiligen Ortsgemeinden erfolgten Erweiterun­gen und Sanierungen an den unter kirchlicher Trägerschaft stehenden Kindergärten in Kadenbach, Welschneudorf und Görgeshau- sen. Damit haben wir ein hinreichendes Betreuungsangebotfür unsere Vorschulkinder geschaffen und den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für alle Kinder ab dem 3. Lebensjahr erfüllt. Damit sich nach dem Verlassen des Kindergartens ein optimales schulisches Angebot anschließt, hat der Verbandsgemeinderat auch in diesem Jahr die entsprechenden Entscheidungen getroffen. So konnten wir kürzlich mit dem ersten Spatenstich den »Startschuß«für die Bauarbeiten zu einer neuen Grundschule in Nentershausen geben. Nach etwa 11/2 jähriger Bauzeit soll das neue Schulgebäude den Grundschülemausdem Ortsteil unserer Verbandsgemeinde seine Tore öffnen und die übergangsweise Unterbringung in Heilberscheid und Niedererbach beenden.

Die Vervollständigung des Schulraumprogrammes durch den A nbau eines Mehrzweckraumes und notwendiger Verwaltungsräume an der Grundschule Welschneudorf konnte ebenfalls in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Anfang des kommenden Jahres sollen die neuen Räume genutzt werden können. Kurz vor der Fertigstellung steht auch die Erweiterung der Grundschule in Girod. Damit die dort zur Zeit in Regie der Ortsgemeinde Girod entstehende Dorfgemeinschaftshalle auchfür den Schulsportgenutztwerden kann, hat sich die Verbandsgemeinde Montabaur finanziell an diesem Bauvorhaben beteiligt.

Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung haben unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten seit Bestehen unserer Verbandsgemeinde einen hohen Stellenwert. Dieser Einsatz zahlt sich zwischenzeitlich aus. Mit einer Anschlußquote von über 90 % aller Einwohner an eine mechaniscbbiologische Kläranlage liegt die Verbandsgemeinde Montabaur im Vergleich zu vielen anderen Verbandsgemeinden weit vorne. Damit haben wir einen äußerst wertvollen Beitrag zur Umwelt und im besonderen zum Gewässerschutz geleistet. Daß hierbei auch eine Kooperation und auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvolle Zusammen­arbeit zwischen benachbarten Verbandsgemeinden möglich ist, hat die erst kürzlich fertiggestellte Kläranlage im Eisenbach tal bei Girod gezeigt. Diese unter modernsten Gesichtspunkten arbeitende Kläranlage reinigt die Gewässer aus Gemeinden der Verbands­gemeinde Wallmerod und Montabaur. In gleicher Weise soll beim für 1995 vorgesehenen Bau einer Kläranlage im Gelbachtal bei Kirchähr vorgegangen werden. Die Verbandsgemeinden Diez und Montabaur haben sich hier ebenfalls für eine gemeinsame A bwasserreinigungsanlage ausgesprochen, die neben den A bwässem aus Gackenbach, Horbach, Daubach, Stahlhofen, Kirchähr und Ettersdorf auchdie Abwässer aus Gemeinden der Verbandsgemeinde Diez reinigen soll. Zur Zeit erfolgt der Ausbau der Kläranlage inMontabaur. Die am Beginn des Gelbachtales liegende Anlage wird modernisiert und erweitert, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. An diese Kläranlage sollen künftig auch die Gemeinden Ruppach-Goldhausen, Bodm, Heiligenroth und Montabaur-Wirzenborn angeschlossen werden.

Weitere Verbesserungen konnten auch in der Wasserversorgung erzielt werden. Beispielhaft sei hier der neue Hochbehälter bei Kadenbach genannt, der eine Optimierung der Wasserversorgung in der Augst gewährleistet.

Nach wie vor ist es unser Ziel, eine den heutigen Anforderungen gerechte Ausstattung und den guten Leistungsstand unserer Feuerwehren zu gewährleisten. Unter diesen Gesichtspunkten hat sich der Verbandsgemeinderat für den Bau eines neuen Feuerwehr- gerätehausesfür die Stützpunktfeuerwehr in Neuhäuselausgesprochen. Daszur Zeit im Bau befindliche Gebäude soll Mitte des nächsten Jahres an die Wehr übergeben werden. Eine deutliche Verbesserung des vorbeugenden Brandschutzes für das Buchfinkenland wird die Auslieferung eines neuen Löschfahrzeuges AnfangdesJahres an die Löschgruppe Hübingen bedeuten. Den vielen Feuerwehrmän­nern danke ichfür ihre stetige Einsatzbereitschaft undfür die vielen Stunden, die sie zum Wohle ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger aufbringen.

VieleEntscheidungenund Vorhabenkonnten auch in diesem JahrwiedernurimEinklangmitderjeweiligen Ortsgemeinde getroffen werden, die zudem weitere vielfach zukunftsorientierte Entscheidungen in eigener Regie gefällt haben. So konnte z. B. die Ortsdurchfahrt in Holler weitestgehend fertiggestellt werden. Die Ortsgemeinde Untershausen nutzt derweil ihr neues Dorfgemein- schaftshaus zu vielfältigen kulturellen Anlässen. Auch Oberelbert hat sich für einen neuen Kommunikationsort entschieden. Die Gemeinde konnte erst vor wenigen Tagen die neue »Stelzenbachhalle« einweihen und an ihre Bürgerinnen und Bürger und Vereine übergeben. Aufeine besondere Leistung kann die Ortsgemeinde Niederelbert zurückblicken. Das große Engagement der Niederelber­ter im diesjährigen Landeswettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« wurde mit einer Goldmedaille belohnt Mit dieser Auszeichnung hat Niederelbert die großen Erfolge unserer Gemeinden in diesem Wettbewerb erfolgreich fortgesetzt. Schon heute wünsche ich der Gemeinde im nächstjährigen Wettbewerb viel Erfolg - vielleicht sogar den Sprung in den Bundeswettbewerb.

Daß unsere Gemeinden lebens- und liebenswert sind, zeigen die jährlichen Einwohnerzuwächse.

Unter strenger Beachtung eines sparsamen und umweltschonenden Flächenverbrauches hat der Verbandsgemeinderat in diesem Jahr durch die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes die erforderlichen Rahmenbedingungen zur künftigen Ausweisung von . Wohnbau- und Gewerbeflächen geschaffen.

Eine große Herausforderung für die Stadt und Verbandsgemeinde Montabaur und die gesamte Regen wird der Haltepunkt an der geplanten Schnellbahnstrecke Köln-Frankfurt sein. Die gesamte Region erhält damit eine Aufwertung die ihr besondere wirtschaft­liche Entwicklungsmöglichkeitenfürdienächsten Jahrzehnte eröffnet. Durch den Erlaß der städtischen Entwicklungssatzung für das GebietumdenbisherigenBahnhofinMontabaurhat die Stadt die Weichenjür eineoptimaleAnbindungundNutzungdiesesGebietes gestellt. In breiter A bstimmung mit den dort ansässigen Bürgerinnen und Bürgern und den Gewerbebetrieben und den beauftragen Planungsbüros ist es unsere A bsicht, frühzeitig dieses Gebiet zu ordnen und Problemlösungen gemeinsam zu erarbeiten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, viele von mir angesprochenen Aufgaben sind aufgrund ihres Umfangesund ihrer Auswirkun­gen nicht in einem Jahr zu bewältigen und werden uns auch in 1995 und darüber hinaus beschäftigen. Ichfreue mich daher auf eine 1 weitere konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligen zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger.

Ich wünsche Ihnen auch im Namen des Rates und der Verwaltung

friedvolle Weihnachtsfeiertage und ein gutes neues Jahr 1995.

Dr. Possel-Dölken - Bürgermeister -

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