Montabaur
11
Nr. 50/94
• Meiden Sie Gemüsebrei mit Salz (Natrium), Gewürzzubereitungen/Gewürzen, Zucker, Molkeneiweiß, Magermilchpulver und Bindemitteln. Es gibt viele Produkte ohne diese Zutaten. Zucker, Salz und andere Gewürze lenken das Geschmacksempfinden Ihres Sprößlings auf falsche Bahnen. Ein Salzgehalt von über 40 mg pro 100 g ist bis zum 6. Monat äußerst schädlich, weil die Nieren noch nicht richtig arbeiten. Im ersten Lebensjahr sollte Babykost grundsätzlich nicht gesalzen werden.
• Erwärmen Sie den Inhalt der Gläser nur einmal. Nehmen Sie nur soviel heraus, wie vermutlich gegessen wird. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren.
Literatur:
»Gesunde Ernährung von Anfang an«, 100 Seiten, für 7 DM erhältlich in den Beratungsstellen der Verbraucher-Zentralen Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen; für zusätzlich 3 DM Porto kann der Ratgeber auch beim VZN-Versandservice, Postfach 6126, 30061 Hannover, bezogen werden.
Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, Constanze Wunderlich, Durchwahl: 02602/126.196
Stellenausschreibung
Die Verbandsgemeinde Montabaur sucht zum schnellstmöglichen Zeitpunkt für die »Betreuende Grundschule« an der
Joseph-Kehrein-Schule Montabaur
eine geeignete Person zur Betreuung der Schüler. Aufgabe ist es, eine Gruppe von ca. 15 bis 20 Schüler während den unterrichtsfreien Zeiten (in der Regel zwischen 07.30 bis 08.00 Uhr und 11.30 bis 13.15 Uhr) zu betreuen. Die Gruppenstärke ist stundenplanbedingt variabel.
Die Gruppe wird von zwei Betreuungspersonen geleitet, die derzeit in einem zweiwöchigen Wechsel eingesetzt werden. Desweiteren vertreten sich die Betreuer/innen bei evtl. Ausfällen wie z. B. Krankheit, Urlaub, etc. Vergütet wird die Tätigkeit mit 15,- DM pro Stunde. Gesucht werden Personen, die eine pädagogische Ausbildung (z. B. als Erzieherin) haben, aber auch Väter und Mütter, die sich in der Lage sehen, die Kinder gut zu betreuen und pädagogisch geschicktbei Spielen anleiten können.
Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit bei Vereinen, Kirchen etc. wären vorteilhaft, sind aber nicht Voraussetzung.
Nähere Informationen können beim Rektor der Joseph- Kehrein-Schule, Herr Ostermann, Telefon 02602/126- 179 oder bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Frau Kühlen, 02602/126-107 erfragt werden.
Die Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, evtl. Zeugnisse) sind bis spätestens 29. Dezember 1994 an die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, z. H. Fr-. Kühlen, Konrad-Adenauer-Platz 8, 56410 Montabaur, zu richten. Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur — Schulamt —
IUS ARCHIV!
Q
Archiv der Stadt Montabaur
Informationen zu Akten und Urkunden
Der Adenauerplatz — Ein Platz und fünf Namen
Der Badstubengarten
»dat batt« in Montabaur muß schon im 15. Jahrhundert eine Besonderheit gewesen sein; denn 1499 gehörte das Bad im Badhaus auf dem jetzigen Adenauerplatz zu den »Ergötzlich- keiten«. Maurern, die den Grundstein der Wallfahrtskapelle in
Wirzenborn gelegt hatten, wurde ausdrücklich dieses Vergnügen gewährt. Ich erinnere, daß Stadtbach und Färberbach den Platz sozusagen einschlossen. Die Gelegenheit für eine Badestube war gegeben. Frauen und Männer schwitzten gemeinsam in den Zubern der Badstube. Erst als man entdeckte, daß die Badehäuser auch Quelle für Krankheiten und Seuchen waren, verschwanden diese Badegelegenheiten.
Der Klostergarten
Von Limburg her kamen Franziskaner nach Montabaur. 1641 waren es zwei »Minderbrüder«, die in einem kleinen Haus neben dem alten Hospital Wohnung bekamen und in der Hospitalkapelle das Meßopfer feiern durften. Der später achtköpfige Konvent konnte das alte Hospital als Kloster erwerben, nachdem die Brüder das alte Brauhaus zum Hospital hatten umbauen lassen. Im Westen des Klostergebäudes erstreckte sich der Klostergarten, von einer Mauer umgeben. Im Norden und Süden hatte diese Tore, die bei einer Feuerbrunst den Weg von der Klostergasse zum Steinweg freigaben. Inmitten des Gartens war ein Fischteich. Älteste Einwohner der Stadt haben noch Reste des Mauerrings um den späteren Adenauerplatz gesehen. Nachdem die Franziskaner an die 150 Jahre zur Seelsorge in der großen Kirchgemeinde und zur Unterrichtung der Jugend in der Lateinschule beigetragen hatten, kam mit dem Übergang von Kurtrier zu Nassau und der Säkularisierung das Ende. Das Edikt der Herzoglich Nassauischen Regierung zur Aufhebung der Bettelordenklöster von 1812 führte 1813 zur Auflösung des Konvents, zur Versteigerung der Klostermobilien und schließlich 1824 zum Abbruch der Klosterkirche am Südflügel des Klosters. Das Klostergebäude allerdings überlebte.
Der Amtmannsgarten
Für die Wohngebäude des Klosters fand die nassauische Regierung eine neue Verwendung. - »In den unteren Stock... zog die Amtsverwaltung ein« (H. Fries), oben wohnte der Amtmann. Dieser erhielt auch den Klostergarten, der nun zum Amtmannsgarten wurde, ein Name, der bis in die preußische Zeit im Gebrauch war. Das Klostergebäude wurde nun Königlich Preußisches Amtsgericht, bis 1908 der Neubau des Gerichts in der Bahnhofstraße fertig wurde.
Der Juxplatz
1889 kaufte die Stadt den größeren Teil des Amtsmannsgartens; dieser Teil erhielt bald den Namen Juxplatz; fanden doch hier die Lustbarkeiten, so z. B. die Kirmes statt.
Das Klostergebäude »hat in den letzten 150 Jahren den verschiedensten Zwecken gedient. Zunächst nahm es die nassauische Amtsverwaltung auf. Bis zum Neubau des Amtsgerichts in der Bahnhofstraße war dann dort in preußischer Zeit das Amtsgericht untergebracht. Später nahm es das Arbeitsamt und die Fortbildungsschule auf; und in jüngster Zeit wurden dort mehrere Familien üntergebracht.« (Heinrich Fries). Dieses Resume meines Vorgängers als Stadtarchivar kann durch folgende Vorlage für die Sitzung des Stadtrates am 30. Januar 1974 ergänzt werden:
»Das Gebäude des <Alten Amtsgerichts» ist in einem derart schlechten baulichen Zustand, daß sich aus wirtschaftlichen Gründen eine Renovierung nicht vertreten läßt. — Darüber hinaus liegt das Gebäude im Altstadtsanierungsbereich und würde durch seine Erhaltung den Zielen der Planung entgegenstehen. — Im Zuge der Abbrucharbeiten... ist das Gebäude des «Alten Amtsgerichts» kurzfristig abzubrechen. ...« (Stadtarchiv Montabaur, Abt. 9,4; Nr. 53).
Jetzt haben wir den Adenauerplatz.
Günter Henkel
Das Stadtarchiv bleibt in der Zeit vom 27.121994 bis 06.01.1995 geschlossen.
Wir bitten um Kenntnisnahme.
IS»!
Verschiebung der wöchentlichen Müllabfuhr bzw. Wertstoffabfuhr
wegen des 2. Weihnachtsfeiertages am Montag, dem 26.12.1994
Bekanntgabe der Öffnungszeiten für die Hausmülldeponien Meudt und Rennerod, der Erdaushubdeponie Hergenroth, der Wertstoffsortieranlage in Boden am 24.12. und 31.12.1994 sowie des Verwaltungsgebäudes in Moschheim an den vorgenannten Tagen 1. Verschiebung wegen des 2. Weihnachtsfeiertages

