Montabaur
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Nr. 49/94
Anträge auf Gewährung der Gasölverbilligung für 1994 können gestellt werden
Nach dem Landwirtschaftsgasölverwendungsgesetz (LwGVG) vom 22.12.1967 (BGBl. I S. 1339), zuletzt geändert durch Artikel 23 des 2. Rechtsbereinigungsgesetzes vom 16.12.1986 (BGBl. I S. 2441) können wieder Anträge auf Gewährung der Gasölverbilligung für 1994 gestellt werden. Die Voraussetzungen hierfür sind im vorgenannten Gesetzt geregelt. Auf einige wichtige Merkmale soll nachfolgende hingewiesen werden: Die Verbilligung für versteuertes Gasöl wird nur gewährt, wenn es in Betrieben der Landwirtschaft zum Betrieb von Ackerschleppern, standfesten oder beweglichen Arbeitsmaschinen und Motoren oder Sonderfahrzeugen bei der Ausführung von Arbeiten zur Gewinnung pflanzlicher oder tierischer Erzeugnisse durch Bodenbewirtschaftung oder durch mit Bodenbewirtschaftung verbundene Tierhaltung verwendet wird. Antragsberechtigt sind nur Betriebe der Landwirtschaft, die durch Bodenbewirtschaftung oder durch mit Bodenbewirtschaftung verbundene Bewirtschaftung pflanzliche oder tierische Erzeugnisse gewinnen und aus denen natürliche Personen Einkünfte nach § 13 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommenssteuergesetzes erzielen. Weitere berechtigte Betriebe sind in § 2 des Landwirtschaftsgasölverwendungsgesetzes geregelt. Weiterhin sind nur die Betriebe, die jährlich einen nachhaltigen Rohertrag von mindestens 4.000 DM erwirtschaften berechtigt, Anträge zu stellen.
Zuständige Stelle für die Beantragung der Gasölverbilligung ist für den Bereich der Verbandsgemeinde Montabaur die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Konrad-Adenau- er-Platz 8, 56410 Montabaur (Telefon: 02602/126.110).
Die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur hält für Interessenten entsprechende Merkblätter zum Landwirtschaftsgasölverwendungsgesetz sowie auch Antragsformulare auf Gewährung von Gasölverbilligung für 1994 bereit.
Die Anträge können nur bis spätestens 15. Februar 1994 bei vorgenannter Verwaltung eingereicht werden. Anträge, die verspätet eingehen, müssen grundsätzlich abgelehnt werden.
Personenstandsmeldungen im Oktober 1994
in der Verbandsgemeinde Montabaur Geburten
Brikena Husaj, Nomborn, Hauptstraße 20 Mirko Mijovic, Großholbach, Komgasse 6 Sina-Christin Graben, Montabaur, Mozartstraße 4 Joana Mewes, Simmern, Schloßstraße 36 Helen Weidenfeller, Montabaur, Tiergartenstraße 12 Selina Michels, Stahlhofen, Im Wiesengrund 31 Kristin Maria Gombert, Neuhäusel, Hillseheider Straße 13 Katharina Pohl, Großholbach, Parkstraße 3 Jan Glave, Montabaur, Obergasse 4 Felix Böker, Montabaur, Dillstraße 14 Fabian Weis, Boden, Gartenstraße 2 Manuel Damrath, Kadenbach, Limesstraße 7 Rebekka Klaus, Nentershausen, Weserstraße 1 Teresa Schäfer, Montabaur, Im Hemchen 34 Alina Palik, Großholbach, Hauptstraße 54 Eheschließungen
Christoph Roger Klink, Mannheim und Anja Isabell Erler, Montabaur, Saarstraße 64
Guido Helmut Hahn und Sylvia Wagenbach, Girod, Ringstraße 2
Sterbefalle
Theresia Wilhelmina Egenolf geh. Wolf, Niedererbach, Gartenstraße 13
Theobald Peter Quirmbach, Großholbach, Hauptstraße 21 Gerda Frieda Lieschen Peiser geb. Taueendfreund, Montabaur, Peterstorstraße 15
Natur & Umwelt Info
Schadstoff Benzol
Die unbekannte Gefahr
»Benzol ist eindeutig krebserzeugend, erbgutschädigend, ruft Störungen des Blutbildes hervor und kann beim Einatmen hoher Konzentrationen Kopfschmer
zen, Benommenheit, Sehstörungen, Krämpfe, Herzflimmern bis zur Bewußtlosigkeit und eine Lähmung des Atemzentrums bewirken«.
So beschreibt die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages mit dem etwas umständlichen Namen »Schutz des Menschen und der Umwelt - Bewertungen und Perspektiven für umweltverträgliche Stoffkreisläufe in der Industriegesellschaft« den immer noch weithin unterschätzten Schadstoff Benzol.
Vorkommen
Im Jahr 1991 gelangten nach Schätzungen des Berliner Umweltbundesamtes in der Bundesrepublik Deutschland 56.100 Tonnen Benzol in die Atmosphäre. Daran war zu über 92 Prozent der Straßenverkehr beteiligt. Die restlichen 8 Prozent verteilen sich auf die Benzollagerung, Transport und Umschlag sowie die Verwendung in Industrie und Gewerbe. Grund für den hohen Anteil des Straßenverkehrs ist der Benzolgehalt in den Kraftstoffen, der momentan bei 1,7 bis 2,5 Volumenprozent liegt. Benzol wird, obwohl es für die Kraftstoffqualität von Bedeutung ist, nicht zugesetzt. Es ist ein natürlicher Bestandteil von Rohöl und sein Anteil ist abhängig von dessen Herkunft.
Minderungsmöglichkeiten
Es werden immer wieder Anstrengungen unternommen, den Benzolgehalt im Kraftstoff abzusenken. Jedoch - selbst wenn sich der Benzolgehalt der O-Prozentgrenze nähern würde, würden immer noch 60 Prozent der bei einem Benzolgehalt von 3 Prozent (Stand 1982) emittierten Menge freigesetzt werden. Dies liegt an der Neubildung dieser Substand beim Verbrennungsvorgang im Motor. Experten sind der Ansicht, daß die Absenkung des Benzolgehaltes der Kraftstoffe von 3 Vol. Prozent im Jahr 1982, auf 1,7 bis 2,5 Vol. Prozent heute, die Gesamtbenzolemissionen höchstens um 10 Prozent verringert hat.
Fahrweise
Die Benzol-Emissionen hängen unter anderem von der Fahrweise ab. Wer die »Bleifuß«-Technik praktiziert setzt wesentlich mehr Benzol frei als ein »defensiver« Autofahrer. Genauso ist die Emission dieses Schadstoffes bei Kurzstrecken wesentlich höher pro Kilometer als bei Langstreckenfahrten. Genaue Zahlen zu dieser Thematik sind im Augenblick Gegenstand der Forschung.
Katalysator
Der Nutzeffekt von Katalysatoren zur Minderung der Benzolemissionen ist unumstritten. Der Wirkungsgrad wird hingegen unterschiedlich beurteilt. Während das Umweltbundesamt und der Mineralölwirtschaftsverband davon ausgehen, daß ein geregelter Drei-Wege-Katalysator rund 75 Prozent der Benzol-Emissionen verhindert, ist der Verband der Deutschen Automobilindustrie der Überzeugung, daß über 90 Prozent des Schadstoffes durch einen entsprechenden Katalysator verhindert wird.
Benzol im Außenbereich
Dem Schadstoff Benzol kann heute kaum mehr jemand entgehen. Allenfalls in stark ländlichen Gebieten ist sein Anteil so gering, daß er deutlich unter dem vom Länderausschuß für Immissionsschutz akzeptierten Wert von 2,5 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft hegt (1 pg = Einmillionstel Gramm). Im Bereich von Hauptverkehrsstraßen erreicht Benzol konstant Werte zwischen 20 und 30 pg/m 3 , in der Nähe von Kokereien Werte zwischen 7 und 15 pg/m 3 .
Benzol im Innenbereich
Auch die Wohnungen sind keine benzolfreien Zonen. Das Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene des Bundesgesundheitsamtes ermittelte für die Innenraumluft Durchschnittswerte zwischen 2 und 90 pg/m 3 . Dabei liegen die Werte in Raucherhaushalten deutlich höher als in Nichtraucherhaushalten. Neben dem Tabakrauch tragen in Innenräumen noch Ausstattungsmateriahen, Heizüngen und der KFZ-Ver- kehr zu den erhöhten Werten bei.
Innenraum Pkw
Erhebhche Benzolbelastungen können im Innenraum von PKW auftreten. Hier wurden Konzentrationen zwischen 50 und 200 pg/m 3 gemessen. Bei Extremsituationen (Parken in der Sonne, geschlossene Fenster) kann die Benzolkonzentration Werte bis zu 2.700 pg/m 3 erreichen.
Vorsicht beim Tanken!
Während des Tankvorganges ist besondere Vorsicht geboten. 1992 konnte mit Hilfe komphzierter Messungen nachgewiesen werden, daß der Benzolgehalt der Luft während eines Tankvorganges zwischen 3.000 und 27.000 pg/m 3 beträgt. Diese Extrembelastung wird wohl in den kommenden Jahren geringer
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