A»XUi-i.CCi.UCi. vtA
Nr. 45/94
Li
Öffentliche Bekanntmachung
Bodenschutzkalkung in den Wäldern des Forstamtes Neuhäusel
Im Monat November führt das Forstamt Neuhäusel Kalkungsmaßnahmen mittels Helikopter und Bodenverblasgeräten durch.
Während dieser Maßnahmen gegen das Waldsterben und die Bodenversauerung kann es zu Verkehrsbeeinträchtigungen durch Staubentwicklung kommen.
Wir bitten die Bevölkerung um Kenntnis- und Rücksichtnahme.
Ihr Forstamt Neuhäusel
IUS ARCHIVI
Archiv der Stadt Montabaur
Informationen zu Akten und Urkunden
Der Stadtbrunnen auf dem Großen Markt. - Fünfter Teil Zur Geschichte der Pfarrkirche St. Peter in Ketten.
- B) Der Bau
Als »anno domini 1548« ein Verzeichnis der »dorffer... in der stat und hanne Monthabaur« kopiert wird, ist »in der stat... ein pfarrkirch mit altaristen. ..«® Die Kirche hat zu dieser Zeit wohl schon die heutige Struktur, auch wenn sie sich durch -den Brand von 1534 in ruinösem Zustand befindet. Hier einige Merkmale: St. Peter in Ketten ist eine Pfeilerbasilika® oder - wie neuerdings gesagt wird - eine gotische Hallenkirche® mit Emporen über den Seitenschiffen. Die Schiffe werden gemeinsam von einem Dach bedeckt, dessen Ungleichheit durch die Anordnung der Seitenschiffe bestimmt wird: - einem etwas breiteren Seitenschiff im Norden korrespondieren jeweils einzeln für sich weniger breite, aber insgesamt die Breite des nördlichen übertreffende Seitenschiffe im Süden. Infolge dieser Anordnung weicht auch die Westfassade der Kirche von der Symmetrie ab. Diese Bauweise wird offensichtlich nicht durch einen einheitlichen Baugedanken bewirkt. Man kann eher von ad hoc-Architektur sprechen. Es fehlte dem Kirchenbau eine stetig tätige Bauhütte. Vielleicht machte die Einwohnerzahl der Stadt eine Erweiterung der Kirche notwendig. Immerhin war die Einwohnerzahl trotz der Brände von 1491 und 1634 gewachsen: 1478 271 Feuerstätte = etwa 1350 Personen; 1548 290 Feuerstätte =etwa 1500 Personen. Walter Kalb sieht auch die Dachgestaltung als Folge der Brandkatastrophe von 1534: »...man ließ die Mittelschiffliochwände in der Höhe der oberen Fensterreihe... abgebrochen stehen und zog ein hohes steilabfallendes Dach über das ganze Langhaus der Kirche.«® Der Wiederaufbau der Stadt und der Kirche zog sich bis Anfang des 17. Jahrhunderts hin. »Noch im Jahre 1558 war die Kirche erst mit leichtem Buchenholz überbaut und mit fauligem Stroh gedeckt.«® - Unabhängig von den Ursachen der Kirchenarchitektur war die Kirche der Mittelpunkt des religiösen Lebens der Stadt und des Kirchspiels. Zwar waren 'Pfarrer' und 'Altaristen' bis ins 14. Jahrhundert durch das Entstehen der Pfarreien Höhn, Holzappel, Wirges, Heiligenroth, Kirchähr und Arzbach entlastet worden; aber »die Dörfer Wirzenborn, Reckenthal, Bladernheim, Stahlhofen, Daubach, Untershausen, Holler, Nieder- und Oberelbert, Welschneudorf, Horressen, Eigendorf, Eschelbach und Boden«® wurden bis ins 18. Jahrhundert von St. Peter in Ketten kirchlich versorgt. Der bis ins 15. Jahrhundert wachsende Wohlstand der Stadt hatte eine größere Anzahl von Altarstiftungen ermöglicht. Pie Altaristen waren durch die Altarpfründe versorgt, waren jedoch auch zur Seelsorge im ausgedehnten Kirchsprengel verpflichtet. An der Pfarrkirche von Montabaur hatte also ein Kollegium von Priestern seinen Sitz gefunden, das sich regelmäßig zu gemeinsamen Chorgebet zusammenfand. Das Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert erinnert bis heute an das 'Halbstift' St. Peter in Ketten.
Günter Henkel
M. Thamm, Ein altes Verzeichnis der Dörfer und Feuerstätten... In: Jahresbericht Kaiser Wilhelms Gymnasium in Montabaur, 1906
F. Luthmer, Die Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirks Wiesbaden, Bd. V, S. 4 f
(i)
©
® M. Wjld, 700 Jahre Montabaur (Katalog zur Ausstellung), S. 40
® W. Kalb, Die Kirche St. Peter ad vincula in Montabaur..., in: Die Pfarrkirche 'St. Peter in Ketten' zu Montabaur..., 1959, S. 135
® H. Fries, Zur Geschichte der katholischen Pfarrkirche zu Montabaur. In: Die Pfarrkirche 'St. Peter in Ketten' zu Montabaur..., 1959, S. 40
Vortrag
»Das Problem Etterdorf«
Es handelt sich nicht um die bestechende Rührigkeit der heutigen Vereine.in Ettersdorf —Günter Henkel spricht zur Geschichte eines Stadtteils/Ortes, der auch in der Vergangenheit nicht den »üblichen« Weg anderer Orte des Urkirchspiels Humbach/Montabaur genommen hat: -
»Von der Grundherrschaft des Adello bis Zur kurtrierischen Zeche Etzilsdorf«
Mit diesem Vortrag geht das Archiv zum erstenmal in die Stadtteile.
Ort des Vortrags: Gastwirtschaft Zum Wiesengrund Zeit: 24. November 1994,19.30 Uhr
wmn
VERANSTALTUNGEN
■rj & KULTUR [
ER VERBANDS GEMEINDE MONTABAUR
An alle
Vereine, Veranstalter und Organisatoren
von Festen, Feiern und kulturellen Veranstaltungen
in der Verbandsgemeinde
Montabaur
Redaktionsschluß
für die Ausgabe Januar - März 1995 ist der 18. November 1994
bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Montabaur.
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an. Die Redaktion »AKTUELL« - Tel.: 02602/126.111 oder 126.192 gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte.
Natur & Umwelt Info
mm
mm
Sparen bei Wärme und Wasser
Zentral Energie und Geld gespart
Etwa 70 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt werden für die Raumheizung und das Warmwasser benötigt. Der Beginn der Heizperiode ist ein günstiger Zeitpunkt zur Überprüfung der zentralen Heizanlage Ihres Hauses. Mit etwas Aufmerksamkeit sind Einsparmöglichkeiten leicht zu entdecken. Kleinere Verbesserungen kann man selbst sofort erledigen. Größere Modernisierungen sollte man demHeizungsfachmann überlassen, der sie dann spätestens im nächsten Frühjahr durchführt. Das schon nicht nur die Ümwelt sondern langfristig auch den Geldbeutel.
Überprüfen Sie Ihre Heizung Eine Überprüfung der Heizanlage ist sinnvoll wenn:
— die Heizanlage älter als zehn Jahre ist,
— die Temperatur im Heizraum über 20 Grad C liegt,
— wenn der Abgasverlust, den der Schornsteinfeger bei seiner jährlichen Überprüfung auf einer Plakette an der Heizung einträgt, über 10 Prozent hegt und
— wenn pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche mehr als 25 Liter Öl beziehungsweise 25 Kubikmeter Gas gebraucht werden.
Ein Blick in den Heizraum und in die Unterlagen ist also der

