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Montabaur

Nr. 44/94

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gewöhnliche Einbrüche stifteten Schaden, bringen die Kirche um wertvolle für den Gottesdienst bestimmte Gerätschaften. Stiftungen einzelner Personen und von Gruppen ersetzen immer wieder das Geraubte. Weil die Kirche keine eigene Kirchenfabrik (Bauhütte) hatte, war ihre Instandhaltung im­mer eine Sache einzelner Baumaßnahmen, die durch unüber­sehbare Schäden erzwungen waren. Darüber später mehr.

Günter Henkel

(1) H. Fries, Zur Gesch. der kath. Pfarrkirche zu Montabaur. In: Die Pfarrkirche St. Peter in Ketten zu Montabaur, 1959

Natur & Umwelt Info

Raucher

Jeder Zweite stirbt vor der Zeit

Jeder weiß es, Rauchen ist> gesundheitsschädlich. In welchem Ausmaß allerdings, darüber haben sich bis­lang ganze Stammtische die Köpfe heiß geredet. Jetzt hat die Zeitschrift »British Medical Journal« Daten einer über 40 Jahre dauernden Langzeituntersuchung veröffentlicht.

Die Wissenschaftler hatten im Jahr 1950 Fragebogen an Ärz­tinnen und Ärzte in ganz Großbritannien versandt und darin nach deren Rauchgewohnheiten gefragt. Von den 40.000 Rück­sendungen waren 34.000 von Männern, so daß die Forscher ihre Untersuchung auf diese beschränkten. Die erste Auswer­tung der Daten wurde im Jahr 1971, also nach 20 Jahren, vorgenommen.

Raucher sterben früher

Die Wissenschaftler stellten bereits damals fest, daß in der Altersgruppe von 35 bis 69 die Todesrate von Rauchern im Vergleich zu den Nichtrauchern ungefähr doppelt so hoch war. Zwischen 1971 und 1991 war dann in der gleichen Altersgrup­pe die Zahl der Todesfälle dreimal so hoch wie unter den Nichtrauchern.

Die Studie führt diesen Anstieg auf die Auswirkungen des Langzeitrauchens zurück. Danach kann ein Raucher, wenn er spätestens mit 35 Jahren aufhört, noch Folgeschäden vermei­den. Selbst wenn er erst 10 oder 20 Jahre später das Rauchen aufgibt, kann er seine Lebenserwartung noch entscheidend verlängern.

Nur die Hälfte wird 70

Die abgebildete Grafik zeigt die Ergebnisse der Untersuchung. Danach erlebten alle Beteiligten aus der Gruppe der Nichtrau­cher (schwarze Balken) und der Gruppe derer, die zwischen 1 und 15 Zigaretten am Tag rauchen (waagrecht gestreifte Bal­ken) ihr 40. Lebensjahr, während aus der Gruppe der mittel­starken (15 bis 24 Zigaretten am Tag) und starken Raucher (über 25 Zigaretten) jeweils 1 bzw. 2 Prozent gestorben waren. Mit zunehmender Lebensdauer vergrößert sich der Abstand zwischen den einzelnen Gruppen. So hat nur knapp die Hälfte aller starken Raucher den 70sten Gehurtstag erlebt, gegen­über immerhin 80 Prozent aller Nichtraucher. Von den 85jäh- rigen Nichtrauchern lebt fast noch ein Drittel, während es bei den starken Rauchern gerade noch 6 Prozent sind.

Die Todesursachen sind vielfältig. Tabakrauch wird verant­wortlich gemacht für Todesfälle durch Lungenkrebs sowie Mund-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Magen-, Bauchspeicheldrü­sen-, Blasen- und Dickdarmkrebs. Ebenso für eine bestimmte Form der Leukämie. Todesfälle durch Asthma finden sich doppelt so häufig unter Rauchern wie unter Nichtrauchern. Weitere Todesursachen an denen Tabakrauch beteiligt ist, sind Herzkrankheiten und Schlaganfälle. 1

Passivrauchen

Allein in Deutschland sterben jedes Jahr rund 111.000 Men­schen an Krankheiten, die auf Tabakrauch zurückzuführen sind. Auch die gesundheitsschädigende Wirkung des Passiv­rauchens ist heute unumstritten. Der Nebenstrom des Rau­ches (den der Passivraucher einatmet) enthält 10 bis 20mal höhere Konzentrationen krebserzeugender Nitrosamine und ein Mehrfaches an krebserzeugendem Benzo(a)pyren als der Hauptstrom, den der Raucher inhaliert.

Einschneidende Maßnahmen gegen die Gesundheitsgefähr­dung durch Passivrauchen scheitern vor allem am Widerstand der Tabakindustrie (Umsatz an Filterzigaretten 1989: 120 Milliarden Stück) und an politischen Überlegungen. 130.000 Erwerbstätige sind in der Tabakindustrie beschäftigt. Die Einnahmen durch die Tabaksteuer belaufen sich auf 15 Milli­

arden Mark pro Jahr. Die Kosten allerdings, mit denen Rau­cher das Gesundheitssystem belasten, sind wesentlich höher.

Die ^giweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur,

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Nichtraucher

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Constanze Wunderlich, Durchwahl: 02602/126.196

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.VERANSTALTUNG^.

& KULTUR

ER VERBANDSGEMEINDE MONTABAUR

An alle

Vereine, Veranstalter und Organisatoren

von Festen, Feiern und kulturellen Veranstaltungen

in der Verbandsgemeinde

Montabaur

Redaktionsschluß

für die Ausgabe Januar - März 1995 ist der 18. November 1994

bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Montabaur.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an. Die Redaktion »AKTUELL« - Tel.: 02602/126.111 oder 126.192 gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte.

Einsammlung von Problemabfällen

aus Haushalten (haushaltsübliche Mengen) in der Verbandsgemeinde Montabaur Seitens des Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetriebes (WAB) wird daraufhingewiesen, daß die Einsammlung von Problem­abfallen aus Haushalten in der Verbandsgemeinde Montabaur am 12.11.1994 stattfindet.

An diesem Tag haben die Bürger der Verbandsgemeinde Mon­tabaur in der Zeit von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr die Möglich­keit, an einer eigens dafür eingerichteten Sammelstelle um­weltgefährdende Problemabfälle abzuliefern und zwar in Mon­tabaur, Eichwiese.

Unter Aufsicht einer chemischen Fachkraft werden dort um­weltschädliche Problemabfälle aus Haushalten kostenlos an­genommen; hierzu zählen insbesondere Lackrückstände, Farb- reste, Holz- und Pflanzenschutzmittel, Säuren, Gifte, Medika­mente, Batterien jeder Art und Leüchtstoffröhren. Außerdem können Sie beim Ümweltmobil auch ausgehärtete Pflanzenfet­te (Fritierfett) abgeben, die anschließend einer Wiederverwer­tung zugeführt werden/ (Die Annahme gilt jeweils nur für haushaltsübliche Mengen!).

Altöl darf auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen ab sofort bei den mobilen Sammlungen leider nicht mehr angenommen werden. Sie können dieses allerdings, nach wie vor, auf unserer stationären Problemabfallannah­mestelle im Betriebshof in Moschheim, täglich von 08.30 bis 12.00 Uhr bzw. zusätzlich donnerstags von 14.00 bis 18.00 Uhr in haushaltsüblichen Mengen gegen Gebühr anliefern. Bitte berücksichtigen Sie in diesem Zusam-