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Montabaur

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Archiv der Stadt Montabaur

Informationen zu Akten und Urkunden

Der Stadtbrunnen auf dem Großen Markt: Dritter Teil Nachdem im letzten Heft über einen Teil der Zünfte geschrie­ben wurde, sollen heute die restlichen folgen.

Waren es im Mittelalter die Wollweber, die die größte Zunft stellten, so stehen 1787 die Schuhmacher mit 50 Zunftmit­gliedern an der Spitze der Gewerbetreibenden. Ihrem Fleiß verdanken die Montabaurer - wie allgemein bekannt - heute noch den Spitznamen Schuster. Pflichttag war Crispini (5. Dezember). Es durfte kein fremder Schuhmacher seine Schuhe feil haben, als auf dem Jahrmarkt vor Fastnacht, dagegen durften fremde und einheimische Schuhmacher und Gerber ihr Leder auf allen Jahrmärkten feil halten.

Als Meisterstück wurde 1728 gefordert: 1 Paar Manns- oder Frauenschuhe, 1 Paar Stiefel und einen Ledereimer in 6 Tagen aus eigenem Leder zu verfertigen. Beim Meisterwerden muß­ten 1586 neben einem Geldbetrag 36 Pfund Wachs gegeben werden (zur Beleuchtung der Kirche). Die Zunft der Zimmer­leute, Maurer, Schieferdecker und Wagner zählte 1787 18 Mitglieder. Meisterstücke (1698): Maurer: ein Kreuzgewölbe und eine Winkelschnecke zu bauen; Zimmerleute: 1) eine »welsche Haube«, 20 Schuh lang, 2) ein Kreuzdach »das oben an der First gleich ist«, 3) ein Spitzhelm, 40 Schuh Länge; Schie­ferdecker: »ein frei Fenster mit aller Ausstaffierung sammt zwei fliegenden Kragen auf dem Sattel, einer Länge und Breite an gedachtem Fenster auszuführen, ohne Nägel zu sehen«, ferner ein Abriß eines bleiernen Sargs; Küfer: innerhalb 8 Tagen eine längliche Badewanne mit 2 Ohren, dazu 2 Eimer oder ein Faß, wobei alle Fugen in- und auswendig dicht seien; Wagner: in einem Monat einen ganz neuen Wagen zu machen, »so daß der Schmied nur an einem Rad einen Reifen zu messen braucht und die andern alle passen«.

Leineweber: Kein Meister durfte mehr als 3 Stühle haben und konnte neben dem Lehrjungen nur einen Gesellen halten. Metzgerzunft: 1787 = 11 Mitglieder. Sie mußten ihr Fleisch im Laden auf ein reines, weißes Tuch legen und durften kein ungewogenes Fleisch verkaufen sowie kein warmes Fleisch in den Laden tragen.

Strumpfwirker: seit 1756 mit den Strumpfstrickern vereinigt, Meisterstück: eine Decke von 3 1/2 Ellen Breite mit Blumen­werk, ein wollenes Hemd und 1 Paar Handschuhe, alles in einem Vierteljahr. Die Zunft bestand 1787 aus 19 Mitgliedern. Hutmacher: 1787 = 4 Mitglieder. Meisterstück 1732: In 3 Tagen »aus eignem Zeug einen dicht gestückten spanischen Mannshut, einen Schneppenhut und 1 Paar Stiefel zu ma­chen«.

Die Hutmacher durften ihre Ware auf Jahrmärkten nicht vor 11 Uhr, die Strumpfweber nicht vor 12 Uhr auslegen.

Die Krämerzunft hatte 1787 24 Mitglieder; Wer von ihnen an Sonn- und Feiertagen mit offenem Laden verkaufte, wurde gestraft; Ein fremder Händler durfte nur an Wochenmärkten und Jahrmärkten sowie den Tag darauf bis 12 Uhr verkaufen. Die Kaufleute allein durften Seide, Barchent, Zwilch, Leinen usw. verkaufen, Wolle dagegen nur die Wollweber.*

Beatrix Künzer

*K.A.A. Meister: Geschichte der Stadt und Burg Montabaur Öffnungszeiten:

Vom 17. bis 21.10. vormittags.von 10.00 bis 12.00 Uhr

Das Archiv befindet sich in der Joseph-Kehrein-Schule.

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Erwachsenenbildung

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VHS Montabaur informiert

08201 Weihnachtssehmuck mit Seidenblumen Wir basteln Adventskränze, Tischschmuck oder verschiedene Gebinde und dekorieren diese mit Seidenblumen Beginn: Donnerstag, 17. November 1994, 19.30 Uhr

Dauer: 2 Abende

Nr. 42/94

Ort: Hauptschule Montabaur

Leitung: Rosalene Pehl

Gebühren: 12,- DM

(Bitte mitbringen: frische Tannen, Strohkränze und U-Nadeln) 08202 Krippenfiguren für die eigene Weihnachtskrippe Unter fachkundiger Anleitung erlernen wir die Technik des Reliefgießens, um selbst Krippenfiguren herstellen zu können. Beginn: Dienstag, 8. November 1994, 19.00 Uhr

Dauer: 4 Abende (2 Zeitstunden)

Ort: Hauptschule Montabaur

Leitung: Marion Schmidtke

Gebühren: 30,- DM

Info-Abend: Dienstag, 25. Oktober 1994, 19.30 Uhr 08203 Wir basteln eine Weihnachtskrippe Wer noch Zeit und Muße hat, kann in diesem Kurs die passende Krippe zu den Figuren herstellen.

Beginn: Dienstag, 6. Dezember 1994, 19.00 Uhr

Dauer: 2 Abende (2 Zeitstunden)

Ort: Hauptschule Montabaur

Leitung: Marion Schmidtke

Gebühren: 15,- DM

08105 Seidenmalen für Fortgeschrittene

Beginn: Dienstag, 8. November 1994, 19.30 Uhr

Dauer: 4 Abende

Ort: Hauptschule Montabaur

Leitung: Christa Laux

Gebühren: 20,- DM

08204 Porzellanpuppen

Wir stellen unter fachkundiger Anleitung eigenständig Porzel­lanpuppen her.

Beginn: Donnerstag, 3. November 1994, 19.30 Uhr

Dauer: 5 Abende (2 Zeitstunden)

Ort: Baumbacher Straße 20, Eigendorf

(bei der Kursleiterin)

Leitung: Johanna Gerz

Gebühren: 40, DM

(Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.)

01601 Rhetorik-Aufbauseminar

In diesem Seminar sollen Elemente der Dialektig (sog. »Kampf«- Rhetorik) vermittelt werden; es ist für Teilnehmer gedacht, die bereits ein Grundseminar besucht haben.

Termin: 5./6. November 1994

Samstag, von 09.00 bis 17.00 Uhr Sonntag, von 09.00 bis 13.00 Uhr Ort: Schloß Montabaur

Leitung: German Drechsler

Gebühren: 65,- DM

(Die. Teilnehmerzahl ist begrenzt.)

Nähere Informationen und Anmeldung während den Geschäfts­zeiten: VHS-Geschäftsstelle, Rathaus Montabaur, Telefon 02602/126.105.

f Herbst Konzert

des Collegium musicum der VHS Montabaur Dienstag, 15. November 1994,

20.00 Uhr, im Rittersaal des Schlosses Montabaur

Programm

Spielmusik zum »Sommernachtstraum« Henry Purcell Mannheimer Sinfonien Nr. 1 und Nr. 2 Johann Stamitz - Pause -

Sinfonie in B, opus 18 Nr. 2 Johann Christian Bach 10 Divertimenti Josef Haydn

Sinfonie Nr. 27 Josef Haydn

Leitung Reinhard Hobelt

Eintritt 15, DM

Kartenvorverkauf: VHS Geschäftsstelle, Rathaus, Tele­fon: 02602/126.105