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Montabaur

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lung. Es wird nicht nur die Umgestaltung einer Kirche in der Vorstadt der Burg Humbach genannt, sondern auch das zuge­hörige Kirchspiel beschrieben, das von dieser Kirche aus so­wohl p astoral betreut, aber auch »finanziell« verwaltet wird. Herzog Hermann von Schwaben hatte Jahre zuvor (930 n. Chr.) seine Kirche und den dazugehörigen Bezirk dem Marienklo­ster in Koblenz (später Florinstift) geschenkt, einen Sprengel, der von Sainerholz im Norden bis zur Lahn im Süden reichte, im Osten über Aubach und Gelbach hinausgriff, Steinefrenz und Esterau (Holzappel) einbezog. Das Stift bezog über den Pfarrektor von Humbach/Montabaur den Zehnten und den Sendhafer. Die Kirche in der Vorstadt der Burg zu Humbach wird also zu dieser Zeit zum Mittelpunkt kirchlicher Verwal­tung.

Ein zweites Datum das Jahr 1022 - weist auf die Zugehörig­keit zu einem größeren Territorium hin. Um diese Zeit erhält der Erzbischof von Trier die Oberhoheit über das Stift St. Florin; mittelbar hierzu wird auch das Kirchspiel Humbach erworben. Bis 1802 wird Humbach/Montabaur kurtrierisch bleiben und in dieser Zeit nicht nur formal zur Stadt werden. Der 29. Mai 1291 es ist das dritte Datum auf der Mittelsäule des Stadtbrunnens in unserem Zusammenhang bringt für das nunmehr zu Montabaur gewordenen Humbach die Stadt­rechte. Der Ort erhält Freiheiten und Privilegien, auch wenn der Kurfürst von Trier Stadtherr ist. Die Bürger der Stadt sind im Gegensatz zu den Landleuten der umliegenden Dörfer frei im Rahmen der vom Stadtherrn gesetzten Rechtsordnung. Im Laufe des 14. Jahrhunderts tritt neben das Schöffenkollegium, das im Aufträge des Stadtherrn Recht sprach und die Stadt vertrat, Bürgermeister und Rat; die Stadt erhielt mit ihnen größere Selbstverwaltung. Bei der Aufnahme neuer Bürger z.

Nr. 39/94

B. leisteten diese ihren Eid dem Bürgermeister. Die Festnah­me eines Bürgers konnte nur mit Wissen des Bürgermeisters erfolgen. - Eine solche Autonomie gab weitere Anstöße für die ökonomische Entwicklung der jungen Stadt, deren hergebrachte Rechte nun weder der Kurfürst noch dessen Amtleute verlet­zen durften. - Natürlich wurde Montabaur auch Verwaltungs­sitz der eben genannten kurfürstlichen Amtleute und ihrer Beamten. Amts- bzw. Kreisstadt ist Montabaur auch nach der kurtrierischen Zeit geblieben. In der Zeit zwischen 1946 und 1968 war Montabaur sogar Sitz der Bezirksverwaltung.

Eine letzte zentrale Verwaltungsfunktion erhielt Montabaur durch die Kommunalreform Anfang der 70er Jahre. Die Stadt wurde 1973 der Verwaltungsmittelpunkt der Verbandsgemein­de Montabaur, deren Grenzen übrigens oftmals an das Kirch­spiel von 959 n. Chr. erinnern.

Günter Henkel

Verschiebung Müll- bzw. Wertstoffabfuhr

Verschiebung der wöchentlichen Müll- bzw.

Wertstoffabfuhr wegen des Feiertages »Tag der Deutschen Einheit« am 03.10.1994

Von seiten des Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetriebes wird daraufhingewiesen, daß wegen des Feiertages »Tag der Deutschen Einheit« am Montag, dem 03.10.1994, die Entlee­rung der Müll- bzw. Wertstoffgefäße oder Einsammlung der DSD-Säcke in der Woche vom 03. bis 08.10.1994 jeweils einen Tag später erfolgt, also anstatt montags erst dienstags, anstatt dienstags erst mittwochs usw. Die jeweilige Abfuhrart ist dem Müllkalender zu entnehmen.

in monTABAuit

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Freitag, 14. Oktober 1994,20.00 Uhr, Rittersaal im Schloß Montabaur

Schloßkonzert mit dem Langnickel-Duo (Harfe - Klavier)

Das Programm beinhaltet Werke von Francois-Adrien Boieldieu, Louis Spohr, Franz Liszt, David Alpher, Francois-Joseph Naderman, Camille Saint-Saens, Claude Debussy und Joaquin Turina.

Das Duo

Die Besetzung Harfe-Klavier war um und. nach 1800 sehr beliebt und beflügelte Komponisten wie Boieldieu, Pleyel, Mendelssohn Bartholdy, Ries,

Dussek u. v. a. zu einer Fülle unterhaltender Mu­sik.

Das Langnickel-Duo hat aus vielen Bibliotheken ganz Europas die vergessenen Originalpartituren zusammengetragen, in sein Repertoire übernom­men und damit zu neuem Leben erweckt. Heute sind nicht nur alle Werke der Klassiker, sondern auch Kompositionen von Bazelaire, Turina und durch Anregung des Duos geschaffene Werke zeit­genössischer Komponisten wie von Wolfgang Köh­ler, Manfred Trojahn, Johannes H. E. Koch, Jean Fellis, Jo Ehrentreich im Repertoire.

Zahlreiche Konzerte, Rundfunk-, Schallplatten-, CD- und Fernseh-Aufnahmen bezeugen die Qualität der Darbietungen.

Eintritt: 15,- DM, ermäßigt 8,- DM

Jugendliche, Schüler und Studenten, Wehr- und Ersatzdienstleistende, Inhaber des Sozialpasses und Gruppen erhalten Ermäßigung!

Vorverkaufsstellen:

Buchhandlung am Rathaus, Montabaur, Telefon: 02602/5333 Foto Schwaderlapp, 56235 Ransbach-Baumbach, Telefon: 02623/2366 Zigarren-Wengenroth, 56457 Westerburg, Telefon: 02663/3368 Elpiim Löhrcenter, 56068 Koblenz, Telefon: 0261/17786

Eine Veranstaltung der Stadt Montabaur!

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