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Montabaur

Nr. 36/94

haben BRV und TÜV Rhein­land 19 Umwelt- und Brand­schutzkriterien entwickelt, die bei Erfüllung dem Entsor- ger das Zertifikat »TÜV-ge- prüft« einbringen. Die Anfor­derungen sind anspruchsvoll. So muß der Entsorger unter anderem die Stoffströme (wo kommt was her, wo gelangt was hin) aufzeichnen und muß einen ausgebildeten Umwelt- und Brandschutzbeauftragten einsetzen. Außerdem darf der Lagerbestand maximal 25 Prozent des Jahresumsatzes betra­gen. Wichtig ist auch die Erfüllung der Exportbestimmungen. TÜV-zertifizierte Betriebe dürfen nur sortierte Altreifen mit einer entsprechenden Ausfuhrgenehmigung ins Ausland ver­bringen. Das Zertifikat wird für ein Jahr erteilt und kann durch Wiederholungsprüfungen jeweils um ein weiteres Jahr verlän­gert werden. Bislang hat der TÜV bundesweit 13 Entsorgungs­betriebe ausgezeichnet. Eine entsprechende Liste ist beim BRV, Oberländer Üfer 172, 50968 Köln, erhältlich.

Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, C. Wunderlich, Durchwahl 02602/126.196

Rund 600.000 Tonnen Altreifen müssen . jedes Jahr entsorgt werden

IUS ARCHIVI

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Archiv der Stadt Montabaur

Informationen zu Akten und Urkunden

Die Leserbriefdebatte in der WZ, die sich seit einiger Zeit um das Thema Wild und Jagd auf der Montabaurer Höhe dreht, war uns Anlaß, in den Archivkisten bzw. unserer Bücherei zu stöbern, wie es um die Jagd in der Vergangenheit bestellt war. So ist zu lesen, daß die Kurfürsten außer zur Huldigung meist zur Jagd hierher kamen: »Noch der vorletzte Kurfürst, Johann Philipp von Walderdorff, war ein rechter Waidmann. Von ihm wird berichtet: er ließe mehrmalen große eingesperrte Sau- und Hirschjagden anordnen, wozu er Dames und Herrn einla- den ließe; auch wurden mehrere Haasentreiben gemacht, wobey als mehrmalen in einem Tag 1000 Haasen geschossen wurden. Im September fuhr der Kurfürst nach Montabaur, wo er sich mit kleinen Treibjagden drey oder vier Wochen zu erlustigen pflegdte.« *Gejagt wurde nicht nur auf der Montabaurer Höhe sondern auch im extra angelegten Tiergarten am Schloßberg bzw. bei Welschneudorf.

Der letzte Kurfürst, Clemens Wenzeslaus, der die Jagdleiden­schaft seiner Vorgänger nicht teilte, sah sich 1774 veranlaßt, den strengsten Befehl zu geben »die wilden Schweine zu exterminieren«, und, im Falle doch noch Klagen über Wild­schaden laut wurden, die zuständigen Revierförster dafür zur Rechenschaft zu ziehen. 1782 wurde allerdings der Abschuß auf solche Reviere beschränkt, in denen der Wildbestand so erheblich war, daß er »einen den Nutzen vom Wildprett über­steigenden ungewöhnlichen Schaden fürchten ließ«. Nach Be­richten aus Montabaur erklärten die dortigen Untertanen, »Ihro kurf. Durchlaucht könnten Rindfleisch essen, sie würden nicht eher zu klagen aufhören, bis alles Wildprett todt geschos­sen seye«.

Als die Klagen über Wildschäden trotz gesteigerten Abschusses immer mehr Zunahmen, insbes. im Montabaurer Wald, verfüg­te der Landesherr nicht nur den Abschuß des Schwarzwildes zu jeder Zeit, sondern auch den des Rotwildes, ja selbst »aller überflüssigen Hasen«, obwohl Oberforstmeister v. Trott be­hauptete, die meisten Klagen seien unbegründet, ja die Bauern klagten bereits über Schaden durch Feldhühner. **

Erwähnt werden soll auch noch, daß es 1819/20 noch Wolfsjag­den um Welschneudorf herum gab. So teilt am 16. Feb. 1819 der Oberförster Mollier dem Herzogi. Oberforstamt mit, daß sich keine tauglichen Schützen in hiesigem Bezirk befinden, welche zu diesem Geschäft brauchbar, ausgenommen der Herr Pfarrer Hoffmann zu Kirchähr, dem es aber seine Dienstgeschäfte nicht wohl zulassen, auf jeden F all einer Wolfsjagd beiwohnen zu können.

Beatrix Künzer

* Aus »Ein Gang durch Montabaurs 1000jährige Geschichte« von Ebert und Ebert in »1000 Jahre Montabaur 930 - 1930«

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** Aus »Forst und Jagd im alten Erzstift Trier« v. F. Michel Öffnungszeiten:

Montag/Mittwoch/Freitag.. 10.00 bis 12.00 Uhr

Dienstag/Donnerstag. 15.30 bis 17.30 Uhr

Das Archiv befindet sich in der Joseph-Kehrein-Schule.

Katasteramt Montabaur

Das Katasteramt Montabaur ist am Donnerstag, dem 15. September 1994, aus internen Gründen für den Pubhkumsver- kehr geschlossen.

Abfallentsorgung

Schließung der Hausmülldeponie Rennerod am 17.09.1994

Von seiten des Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetriebes wird darauf hingewiesen, daß aus betriebsinternen Gründen die Hausmülldeponie II des Westerwaldkreises in Rennerod am Samstag, dem 17.09.1994, geschlossen bleibt. Für An­lieferungen steht an diesem Tag in der Zeit von 08.00 bis 12.00 Uhr die Hausmülldeponie I des Westerwaldkreises in Meudt zur Verfügung. Die Wertstoffsortieranlage des Westerwald­kreises in Boden ist an diesem Tag ebenfalls in der vg. Zeit geöffnet.

Erwachsenenbildung

Das Herbst-Semester hat begonnen:

In einigen Kursen sind noch Plätze frei!

03102 Kleine Literaturkunde Der Angestellte in Literatur und Gesellschaft Angestellte führen in der Regel ein langweiliges, monotones Leben. Die Gleichförmigkeit des Alltags spannend zu beschrei­ben, gelang den hier ausgewählten Autoren:

Hans Fallada beschrieb in seinem Bestseller »Kleiner Mann was nun« (1932) das Leben einer Familie in der Weimarer Republik. Anhand dieses Romans kann man nachvollziehen, warum gerade die Angestellten dem Nationalsozialismus zu-' getan waren.

In Martin Walsers »Jenseits der Liebe« (1976) und »Brief an Lord Liszt« werden die Probleme, die einleitender Angestellter mit seinem Abstieg hat, auf packende Weise beschrieben. Schließlich versucht Wilhelm Genanzino mit seiner »Abschaffel«- Trilogie (1977-1979) einen Weg aufzuzeigen, wie die Monotonie des Alltags überwunden werden kann.

Die Romane sind wie Spiegel, in denen eine oft verdrängte Realität plötzlich sichtbar gemacht wird.

Termine: Mittwoch, 21./28. September 1994, 19.30 Uhr,.

26. Okt./ 2. Nov. 1994, 19.30 Uhr,

7./14. Dezember 1994, 19.30 Uhr Ort: Hauptschule Montabaur

Leitung: Iris Ketterer

Gebühren: 40,- DM

03101 Musik und Literatur im Gespräch Schwerpunkt ist die Aufklärungsepoche. Nach Absprache und häuslicher Vorbereitung werden repräsentative Werke gelesen und gemeinsam besprochen; Vorkenntnisse werden nicht erwartet.

(Treffen jeden 2. Dienstag im Monat).

Beginn:

Dauer:

Ort:

Leitung:

Gebühren:

Dienstag, .13. September 1994, 19.30 Uhr ganzjährig (mit Ausnahme der Schulferien); jeden 2. Dienstag im Monat)

(zu erfragen bei der Geschäftsstelle) Helmut Schlotter 80,- DM

02201 Psychologie

Besseres Kennenlernen der eigenen Persönlichkeit und Wahr­nehmung der Möglichkeiten zur Weiterentwicklung mit Ele­menten der Transaktionsanalyse

Beginn:

Dauer:

Ort:

Leitung:

Gebühren:

Donnerstag, 22. September 1994, 18.30 Uhr 6 Abende

Hauptschule Montabaur Marie-Luise Römer 35,-DM