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Montabaur

Nr. 21/94

m

6. Genehmigung einer überplanmäßigen Ausgabe für das Haushaltsjahr 1993

7. Neueinrichtung eines Stadtwaldes Montabaur - Erörte­rung und Beschlußfassung des neuen Forsteinrichtungs­werkes

8. Verschiedenes, Bekanntgaben, Anfragen 56410 Montabaur, 24.05.1994

Dr. Possel-Dölken, Bürgermeister Hinweise auf Fraktionssitzungen:

Zur Vorbereitung o.g. Sitzung finden folgende Fraktionssit­zungen statt:

SPD: Montag, 30.05.1994,18.30 Uhr, im Trau-und Bespre­chungszimmer des Rathauses, Zimmer-Nr. 214, Tel.: 02602/126121

FWG: Montag, 30.05.1994, 20.00 Uhr, in Montabaur-Etters­dorf, Gaststätte »Zum Wiesengrund«

CDU: Montag, 30.05.1994, 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses (Altbau), 1. Stock, Tel.: 02602/126157

Die Verwaltung informiert

Qflhungszeiten der

Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur

jeweils vormittags von.8.00 bis 12.00 Uhr

donnerstags von.16.00 bis 18.00 Uhr

Telefonisch erreichen Sie uns zu den o.g. Öffnungszeiten sowie montags- bis donnerstagsnachmittags

von.14.00 bis 16.00 Uhr

Stellenausschreibung

Wer hat Lust mitzumachen?

Die Stadt Montabaur sucht Betreuerinnen

zur Organisation und Durchführung der »Ferienspiele am Quendelberg«

vom 11.07. bis 05.08.1994

Die Ferienspiele sollen Kindern und 1 Jugendlichen sinnvolle Freizeitak­tivitäten in den Sommerferien er­möglichen.

Zum Aufgabenbereich gehört die

Erarbeitung eines Programmes sowie die eigenverantwortli­che Organisation und Durchführung der Ferienspiele.

Wir wünschen uns für diese Arbeit Betreuerinnen mit Erfah- j rungen in der Kinder- und Jugendarbeit, sowie mit der Fähig- keit selbständig eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen zu i betreuen.

Die Arbeitszeit beträgt 20 Stunden pro Woche. Der Einsatz erfolgt an Werktagen von 14.00 bis 18.00 Uhr. Die Arbeitszeit ! kann entsprechend den Bedürfnissen der Kinder auch flexibel gestaltet werden.

, Die Maßnahme erfolgt

vom 20.06. bis 02.07.1994 Vorbereitungsphase

und vom , 11.07. bis 05.08.1994 Ferienspiele

und kann als Praktikum für Sozialarbeiter-/Sozialpädagogik- studenten anerkannt werden.

Wer sich für diese Aufgaben interessiert, kann sich bis zum j 10.06.1994 bei der

i Verbandsgemeinde Montabaur

Personalamt

| Konrad-Adenauer-Platz 8

56410 Montabaur

i bewerben. Telefonische Auskünfte werden unter der Nummer ; 02602/126131 oder 126107 erteüt.

Freigabe des Kinderspielplatzes Schubertstraße in Elgendorf

i, Der Kinderspielplatz Schubertstraße wurde zwischenzeitlich ! fertiggestellt.

Ab sofort stehen allen Kindern eine Rutschbahn, Tischtennis­platte, ein Spieldorf, ein Sandkasten und Wipptiere zur Verfü­gung.

Katze als Fundsache

In der Nacht vom 22.05./23.05.1994 wurde im Industriegebiet Alter Galgen, Montabaur, ein schwarz-weißer Kater mit rotem Lederhalsband aufgefunden.

Der rechtmäßige Verlierer kann sich unter folgender Telefon- Nr. melden. (02623/6561)

Natur & Umwelt Info

Dörfliche Tier- und Pflanzenwelt

1. Fortsetzung

Beseitigung und Aufgabe alter Bauerngärten und Friedhö­fe oder Umgestaltung nach städtischen Vorbildern

veränderte Bauweise von Gebäuden, Verwendung fremder Baustoffe (z.B. Kunststoff statt Holz), Verschließen von Dachböden, Kirchtürmen, Scheunen, Ställen

Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln (einschließlich Her­biziden), gezielte mechanische Beseitigung von Pflanzen auf Schutt, an Wegrainen und ähnlichen Stellen

übertriebene Säuberungsaktionen in den Dörfern aufgrund eines falsch verstandenen Ordnungssinns

Die zunehmende »Verstädterung«, insbesondere auch die »Ver- gärtnerung« der Freiflächen in den Dörfern mit allen ihren Begleiterscheinungen, sind ein entscheidender Grund für den Rückgang beziehungsweise das Verschwinden vieler einst für die Dörfer so charakteristischer Tiere und Pflanzen. Dazu hat - sicher ungewollt - auch der Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« in den vergangenen Jahrzehnten beigetra­gen.

Dorfpflanzen

Unter dieser Bezeichnung läßt sich eine ganze Reihe von Arten zusammenfassen, die für die ursprünglich vorwiegend land­wirtschaftlich geprägten Dörfer charakteristisch sind. Diese Arten kommen zwar meist nicht ausschließlich in Dörfern vor, waren jedoch zumindest früher in den meisten Ortschaften anzutreffen und hatten hier immer einen gewissen Verbrei­tungsschwerpunkt. Auf Höfen, an Wegrändern, Hecken und Mauern, auf Schutthaufen, an Misthaufen, in Obstwiesen und Gärten, in den Fugen und auf den Kronen alter Mauern fanden sie geeignete Standorte.

Dabei handelte es sich nicht nur um »Allerweltspflanzen«, wie Gemeinen Löwenzahn, Breitblättrigen Wegerich und Große Brennessel, sondern zum Teil um sehr speziell angepaßte, daher heute ausgesprochen selten gewordene Arten.

Die Zusammensetzung der Pflanzenwelt der Dörfer ist nicht überall gleich. Wie die Haustypen oder Mundarten ist sie von Landschaft zu Landschaft verschieden. Größe und Struktur, Höhenlage, Klima und vieles mehr spielen dabei eine Rolle, heute in zunehmendem Maße auch der Grad der Veränderun­gen in den Orten.

Ein großer Teil der Flora der Dörfer sind Ruderalpflanzen. Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen Wort »rudus« für Schutt, Ruinen, Mörtel ab. Ruderalpflanzen besiedeln mehr oder weniger regelmäßig - zum Beispiel durch Scharren der Hühner - gestörte Standorte. Für die Ruderalfluren der Dörfer ist die gute bis übermäßige Nährstoffversorgung, die sich vor allem aus der Viehhaltung im Dorf ergibt, besonders charakte­ristisch.

Die Ansprüche der einzelnen Arten an den Standort können ansonsten recht unterschiedlich sein.

An trocken-warmen, nach Süden ausgerichteten Mauerfüßen, wächst der Stinkende Gänsefuß; der Gute Heinrich bevorzugt dagegen feuchtere und kühlere Stellen, beispielsweise am Rande von Misthaufen oder Jauchabflüssen. Die Gänsemalve wächst gern dort, wo der Boden immer wieder von Hühnern aufgekratzt wird, der Wermut in Schweineweiden und an Wegrändern; besonders auf Schutthaufen findet sich gelegent­lich das Bilsenkraut. Andere typische dörfliche Ruderalpflan­zen sind Schwarznessel und Herzgespann, Gemeiner Andorn, Katzenminze, Weiße Taubnessel, Mauer-Gänsefuß, Gefleckter Schierling und Kletten.