Montabaur
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Nr. 14/94
Institute um 5,1 Prozent und 1991 um 7,3 Prozent gewachsen. Der Anstieg lag deutlich über dem Bundesdurchschnitt der 533 westdeutschen Sparkassen (9,4 Prozent). Hier spiegelte sich vor allem das verstärkte Engagement der rheinland-pfälzischen Institute im Interbankengeschäft wider. Im Geschäft mit der Nichtbankenkundschaft wurden ebenfalls beträchtliche Wachstumsraten erzielt.
Wie im gesamten Bankgewerbe stellte sich die Ertragslage der rheinland-pfälzischen Sparkassen 1993 gut dar. Gefördert durch den Rückgang der Geld- und Kapitalmarktzinsen, die Mindestreservesenkung sowie günstige Aktiv- und Passivstrukturen gelang es den Instituten, den Zinsüberschuß nochmals leicht auf 3,14 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme zu steigern. Als Folge dieser Margenausweitung, eines erhöhten Provisionsüberschusses sowie einer moderaten Kostensteigerung kletterte das Teilbetriebsergebnis im Verbands- durchschnitt auf 1,56 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme. Im abgelaufenen Jahr nutzten unsere Mitgliedsparkassen die verbesserten Erträge für eine deutlich erhöhte Risikovorsorge, so da,ß sich das Betriebsergebnis nach Bewertung auf 1,06 Prozent der DBS stellte.
Die Eigenkapitalausstattung der Institute konnte 1993 um über 200 Mio. DM verbessert werden. Im Durchschnitt waren die Risikoaktiva mit 9 Prozent Eigenmitteln unterlegt, von denen 86 Prozent aus thesaurierten Gewinnen stammten und somit selbst erwirtschaftet waren. Lediglich 14 Prozent kamen aus externen Quellen wie Verbindlichkeiten mit Nachrangabrede, Dotationskapital der Gewährträger oder Genußrechtskapital. Die Frage der Ausnutzung der sparkassengesetzlichen Möglichkeit einer stillen Einlage Privater stellt sich nicht.
Spürbare Belebung im Passivgeschäft
Das Passivgeschäft der rheinland-pfälzischen Sparkassen belebte sich im abgelaufenen Jahr spürbar. Ende 1993 führten unsere Mitgliedinstitute Kundeneinlagen in Höhe von 52,1 Mrd. DM. Das waren 3;8Mio. DMbzw. 7,9 Prozent mehr als im Vorjahr. 1992 hatte die Steigerung der Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken nur 2,2 Mrd. DM bzw. 4,7 Prozent betragen. Entgegen der in vergangenen Konjunkturschwächen oftmals registrierten Zunahme der Sparneigung war der hohe Mittelzufluß aber nicht auf eine gesteigerte Ersparnis, sondern auf ein geändertes Anlageverhalten zurückzuführen. Deutlich an Attraktivität gewann 1993 das schon oft totgesagte Sparkonto. Die Spareinlagen kletterten um fast ein Zehntel oder 2,2 Mrd. DM auf 24,8 Mrd. DM. Regen Zuspruch fanden vor allem die hochverzinslichen Sondersparformen, auf die zwei Drittel des Zuwachses entfielen, ein Drittel floß den normalen Sparkonten zu.
Zufriedenstellendes Kreditgeschäft Das Kreditgeschäft entwickelte sich für die rheinland-pfälzischen Sparkassen 1993 weitaus besser, als es die wirtschaftliche Lage vermuten ließ. Die Mitgliedinstitute weiteten ihren Forderungsbestand gegenüber Nichtbanken um 2,5 Mrd. DM bzw. 7,0 Prozent auf 37,9 Mrd. DM aus. Damit bewegte sich der Zuwachs auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr (2,3 Mrd. DM bzw. 7,1 Prozent). In den Jahren davor hatte er im Schnitt nur bei 4,5 Prozent gelegen. Die meisten Mittel wurden an die Kundengruppe der Privatpersonen ausgeliehen. Mit 1,5 Mrd. DM nahmen sie fast ein Drittel mehr Darlehen bei den Sparkassen auf als ein Jahr zuvor, in erster Linie für Baufinanzierungen. Die Nachfrage nach Konsumentenkrediten fiel ebenfalls etwas höher aus. Mit 267 Mio. DM beschafften sich die Verbraucher fast ein Zehntel mehr Raten- und Nichtratenkredite als 1992. Unternehmen und Selbständige weiteten 1993 ihre Kreditaufnahme bei den rheinland-pfälzischen Sparkassen in ähnlichem Umfang wie im Vorjahr, nämlich um 1,0 Mrd. DMbzw. 6,2Prozentaus(1992: 973Mio. DMbzw. 6,3Prozent). Die Sparkassen haben damit im Rezessionsjahr 1993 die Wirtschaft weit überdurchschnittlich mit Finanzierungen begleitet. Die traditionelle Partnerschaft zwischen Sparkassen und mittelständischen Unternehmen bestand eine Bewährungsprobe. Öffentlich-rechtliche Sparkassen werden gerade auch in schwierigen Zeiten in ihrer Funktion als Hausbank ihrer regionalen Verantwortung und Verbundenheit mit den heimischen Kunden gerecht.
Verstärktes Interesse an Aktien
Die im Herbst angekündigte, ab dem 01.01.1994 geltende Besteuerung von Zwischengewinnen veranlaßte auch hei unseren Instituten viele Anleger zur Rückgabe von Investmentfondsanteilen, speziell der Luxemburger Fonds, die sich gegenüber dem Vorjahr auf 659 Mio. DM verdoppelten. Die Neuanlagen, insgesamt 1,0 Mrd. DM, konzentrierten sich zunehmend auf Aktien- und Immobilienfonds. Insgesamt blieb der Nettoabsatz an Investmentanteilen mit 369 Mio. DM aller
dings um fast zwei Fünftel hinter dem - sehr hohen - Vorjahresbetrag zurück. Angesichts des Höhenfluges an der Börse wurden verstärkt Dividendenwerte erworben, während festverzinsliche Wertpapiere 1993 deutlich weniger gefragt waren. Der Be stand an festverzinslichen W ertp apieren auf denl93.647 Kundendepots verringerte sich um 836 Mio. DM.
1994: Fortsetzung des positiven Trends Auch in den ersten zwei Monaten 1994 setzte sich der positive Trend des abgelaufenen Jahres fort. Die Kunden der rheinland-pfälzischen Sparkassen verstärkten ihre Neigung zu kurzen Festlegungsfristen. Abermals erwies sich das Sparkonto als die beliebteste Anlageform. Die Entwicklung der Kreditzusagen deutet auf ein weiterhin lebhaftes Kreditgeschäft, insbesondere bei den Baufinanzierungen, hin.
Deutscher Alpenverein - Sektion Koblenz
Dia-Vortrag »Nepal - Vom Pokharasee zum Annapurna« von Amedee Müller, Gresswiller.
Dienstag, 12. April 1994,19.30 Uhr, Haus Horchheimer Höhe, Koblenz-Horchheim.
Die Trekkingroute vom Pokharasee zu den weißen Göttern des Annapurna gilt als die schönste in Nepal, wegen der faszinierenden Landschaft, der oft subtropischen Vegetation und der ehrfurchtgebietenden Berge.
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Amedee Müller, Ehrenpräsident der mit dem Koblenzer Alpenverein befreundeten Sektion Metz des Club Alpin Francais, berichtet auch über die Bevölkerung in den Bergtälern, von ihrer Gastfreundschaft, Lebensfreude und Bescheidenheit, die er dort kennengelernt hat.
Ein herzliches Dankeschön
sage ich allen Gratulanten, die mich zu meinem
80. Geburtstag
mit Glückwünschen, Blumen und Geschenken erfreut haben.
Agnes Sucke
Obererbach, im März 1994
Für die vielen Beweise der Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Verstorbenen
Otto Weimer
durch Wort, Schrift, Geld-, Kranz- und Blumenspenden danken wir herzlich. Unser besonderer Dank gilt Herrn Pfarrer Mühlenbeck sowie dem Singkreis Isselbach.
Luise Weimer,
Kinder und Angehörige Giershausen, März 1994

