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Montabaur

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Nr. 52/93

wicklüng verzeichnet werden. Zuwachsraten konnten im Ak­tiv- und Passivbereich erreicht werden. Das Gesamtergebnis konnte verbessert werden. Der Geschäftsverlauf war zufrie­denstellen. Diese insgesamt positive Bilanz zog Vorstands­sprecher Friedhelm Gombert bei der Vorlage des Jahresab­schlusses 1992, während der Generalversammlung im Mehr­zweckraum der Limeshalle in Arzbach.

65 der 1443 Mitglieder der Genossenschaft, die Ende 1992, 3914 Genossenschaftsanteile gezeichnet hatten, waren der Einladung zur Generalversammlung gefolgt. Sie wurden vom stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Willi Stotz, will­kommen geheißen.

Friedhelm Gombert berichtete über die Lage der Bank im 97. Geschäftsjahr und über die voraussichtliche Entwicklung. Aufgrund von Rückführungen im Bereich der Offenmarktge­schäfte, veränderte sich die Bilanzsumme nur unwesentliche. Aufgrund der allgemeinen Kapitalmarktsituation stiegen die Termin- und Spareinlagen. Besonders gefragt waren Inhaber­schuldverschreibungen der Raiffeisenbank eG Unterwester­wald. Das Einlagenvolumen erreichte 53,8 Mio DM.

Das Kreditgeschäft war rege, führte Gombert aus. Das Kredit­volumen stieg auf 36,9 Mio DM.

Im Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Gombert zufrieden. Einlagen und Ausleihungen, Erträge und Kosten liegen im Plansoll. Mit einem verbesserten Betriebsergebnis wird gerechnet.

Zur Zeit stehen bei der Bank größere Investitionen an. Die Hauptstelle wird umgestaltet. Die Selbstbedienungszone wird um einen Geldausgabeautomaten erweitert. Neue Beratungs­räume sollen hinzukommen. Ebenso sind bauliche Verände­rungen bei unseren Zweigstellen in Hülscheid, Girod und Simmern geplant.

Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat schlug der Vorstand der Generalversammlung eine Bruttodividende von 8,50 Pro­zent vor. Nach dem Bericht des Aufsichtsrates wurden der Jahresabschluß und der Prüfungsbericht für 1992 angenom­men.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat wurden entlastet.

Der Aufsichtsrat wird künftig aus sieben Personen, statt wie bisher aus acht Personen bestehen.

Aus Alters- und Gesundheitsgründen schieden die Herren Willi Stotz und Wendelin Specht aus dem Aufsichtsrat aus. Neu in den Aufsichtsrat wurde Hans Miller aus Hillscheid gewählt.

Für seine 28-jährige Tätigkeit im Aufsichtsrat wurde Willi Stotz mit der Raiffeisenmedaille und einer Urkunde geehrt.

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Bei Auslandszahlungen tut sich was

Volksbank Montabaur-Wallmerod stellt das neue Auslands-Zahlungssystem TIPANET vor

Das neue Auslands-Zahlungssystem Wurde von den vier gro­ßen deutschen genossenschaftlichen Zentralbanken innerhalb von 3 Jahren entwickelt und jetzt von den Volksbanken und Raiffeisenbanken in Betrieb genommen. Das System erfüllt von der EG-Kommission und den europäischen Verbraucher­verbänden seit langem erhobene Forderungen: kostengünstige und fristgerechte Zahlungen ins Ausland und transparente Gebühren.

Mit dem neuen Transfer-System können Zahlungen aus und nach Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Spanien in Zukunft nicht nur schnell abgewickelt werden; sie werden vor allem erheblich preisgünstiger als bisher. Nicht mehr als 20,- DM wird eine TIPANET-Uberweisung bei der Volksbank Montabaur-Wallmerod kosten.

Der weitgehenden Automatisierung ist es vor allem zu verdan­ken, daß der Preis so drastisch reduziert werden kann. Der Zahlungsauftrag wird bei der Volksbank Montabaur-Wallme­rod erfaßt und automatisch über das TIPANET-System durch­geleitet bis zur Gutschrift in der Landeswährung im Ausland. Sowohl der Auftraggeber im Inland als auch der Empfänger im Ausland mußte bisher Gebühren zahlen, deren Höhe oft im vorhinein nicht feststand. Nun sind die Gesamtgebühren dem Bankkunden bekannt und er kann bei seinem Überweisungs­auftrag festlegen, wer die Gebühr zahlen soll. Ein weiterer positiver Aspekt kommt hinzu: Die Gebühr ist für alle Zahlun­gen gleich, unabhängig von der Höhe des Betrages.

Die Vorteile für den Kunden können sich also sehen lassen. Mit der jetzt erfolgten Inbetriebnahme und dem bundesweiten Einsatz von TIPANET sind die Volksbanken und Raiffeisen­banken die ersten im Wettbewerb, die ihren Kunden ein solches grenzüberschreitendes Zahlungssystem zur Verfügung stellen. Weitere Länder (USA, Skandinavien, die Niederlande und die Schweiz) werden sich dem System anschließen. Auch

werden die Leistungen weiter ausgebaut. Schon im nächsten

Jahr kann mit TIPANET auch das Lastschriftverfahren im Ausland eingesetzt werden.

TIPANET ist für alle Volksbank-Kunden. geeignet. Jedoch wurde bei der Entwicklung des neuen Systems besonders an die kleineren und mittelständischen Betriebe gedacht, die zunehmend auch im Auslandsgeschäft aktiv sind.

Fragen zu diesem Zahlungssystem beantwortet gerne die Ab-' teilung Auslandszahlungsverkehr, Anja Badenheim, Tel.: 02602/1330.

Mit Energie für nachwachsende Rohstoffe

Aus Umweltgründen soll der Einsatz fossiler Brennstoffe im­mer mehr reduziert werden. Dabei setzt die Bundesregierung auf die wissenschaftliche Entwicklung nachwachsender Roh­stoffe als Brennelemente. Bereits auf 165.000 Hektar Boden werden in der deutschen Landwirtschaft diese nachwachsen­den Rohstoffe angebaut, eine Ausweitung bis auf 420.000 Hektar wird für möglich gehalten.

Wachstumsbereiche sind vor allem Stärke zur Herstellung von Papier und Pappe sowie als Rohstoff für biologisch abbaubare Folien und Werkstoffe undRapsöl als Basisöl für Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten.

Der wichtigste ökologische Vorteil der nachwachsenden Roh­stoffe besteht in der möglichen Reduzierung der Kohlendioxyd- Emmisionen. Wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mitteilt, werden j ährlich rund 100 Millionen Mark ausgegeben, um die Forschung und wirtschaft­liche Umsetzung nachwachsender Rohstoffe voranzutreiben. Jetzt wurde eine sogenannte »Fachagentxu: Nachwachsende Rohstoffe e.V.« gegründet, die alle Anstrengungen auf diesem Gebiet forcieren und bündeln soll. Die FNR soll in der Wissen­schaft zu gemeinsamen Aktivitäten anregen, neue Möglichkei­ten ausloten und Kontakte verschiedener Stellen koordinie­ren. Außerdem offeriert sie Beratung für Länder, Industrie und Landwirtschaft. Als Sitz der FNR wxirde Güstrow/Gülzow in Mecklenburg/Vorpommern festgelegt. Die Agentur ist mit 54,9 Millionen Mark Projektmitteln ausgestattet.

Allerdings wird derzeit auch die »Agentxu: für Nachwachsende Rohstoffe« kauin etwas daran ändern können, daß im Energie­sektor außer Holz nachwachsende Rohstoffe keine größere Rolle spielen. Biotreibstoffe und die direkte Verbrennung von Pflanzen zur Erzeugung von Wärme und Strom werden bislang nur im Rahmen von Pilötprojekten erprobt. Andere hingegen bei Kraftfahrzeugen, wo bei der Entwicklung von sogenannten Sparautos auch die Nutzung nachwachsender Rohstoffe eine Rolle in mehreren Überlegungen spielt.

Hier ermutigt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten, die Forschungsarbeiten aber auch die Entwicklung mutig voranzutreiben: »Pläne für Kraftfahrzeu­ge, die axif 100 Kilometer weniger als vier Liter verbrauchen, dürfen nicht in der Schublade bleiben.«

Zum neuen Jahr für 365 Tage viel Gesundheit, Glück und Erfolg wünscht

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