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Montabaur

Nr. 42/93

Natur & Umwelt Info

Unrat an Gewässern

In dieser Jabreszeit werden im Garten nicht nur Pflanzungen, sondern auch Pflegemaßnahmen durchgeführt. Viele Garten­besitzer schneiden ihre Gehölze, sammeln das Laub und die letzten im Gemüsegarten befindlichen Pflanzenreste zusam­men.

Für die meisten stellt sich danach das Problem: Wohin damit? Da man den Garten selbst gerne sauber und rein halten möchte, die organischen Abfälle auch nicht in den Müll wan­dern sollen und man sonst keine geeignete Lösung zur Entsor­gung findet, kommen sehr viele Gartenbesitzer auf die Idee, diese Abfälle in der freien Landschaft zu lagern.

Auf den ersten Blick sieht das relativ unproblematisch aus. Alte Äste finden sich auch im Wald, Laub fällt hier ab, so daß man den Gedanken im ersten Moment durchaus nachvollzie­hen kann, den viele Gartenbesitzer hierbei hegen, daß diese organischen Abfalle durchaus in die Natur passen. So einfach ist die Sachlage jedoch nicht.

Zum einen muß man sich vor Augen halten, daß es in der Natur durchaus nicht üblich ist, daß im Herbst neben dem normalen Laubabfall auch größere Mengen an Astmaterial geschnitten werden. Da viele Menschen heutzutage hinsichtlich Sauber­keit und Ordnung in ihrem Garten oft des Guten zuviel tun, fällt hierbei eine erhebliche Menge an sog. Gartenabfällen an. Werden diese alle in die Landschaft verbracht, so entstehen dadurch durchaus große Beeinträchtigungen für den Natur­haushalt. Vielleicht sollte jeder einzelne darüber einmal ge­nauer nachdenken: Denn hier zählt in erster Linie, das es kein Einzelfall mehr ist, sondern daß dies bereits zu einer üblichen Methode der Entsorgung sperriger und unerwünschter Gar­tenabfälle geworden ist. Man kann beinahe beliebig in die Natur gehen, überall begegnet man den wild abgelagerten Haufen. Hier hilft auch nicht die Entschuldigung, daß dieses Materialja eh verkompostiere. In dieser Handhabung bleibt es schlicht und ergreifend eine wilde Müllablagerung, die genau­so rechtswidrig ist, als wenn man eine größere Menge an Plastik oder anderen Stoffen in die Landschaft bringt. Besonders gravierend ist hier aber ein Tatbestand, daß näm­lich insbesondere Geländemulden, Auwälder und Gewässer­ufer eine hohe Anziehungskraft auf alle Bürger auszuüben, die willig sind, ihre Gartenabfäfle in der freien Natur zu entsorgen. Bei Gewässerbegehungen in den letzten Wochen haben wir mit Erstaunen und teilweise Erschrecken feststeflen müssen, daß die Bachläufe fast durchgängig mit solchen Materialien bela­stet sind. Bis dicht an das Gewässer heran werden Grasschnitt, Äste, Laub und Gartenabfälle verbracht. Hierbei scheint sich jeder selbst der Nächste zu sein, denn beim nächsten höheren Wasserstand werden diese Abfälle weggeschwemmt, sammeln sich und führen zu Überflutungen. Je nachdem, wo diese gerade stattfinden, kommt es dann zu geringeren bis erhebli­chen Schädigungen. Teilweise müssen die Feuerwehren hel­fend eingreifen, zu Zeiten in denen diesem Personenkreis auch ein geregelter Feierabend oder ein Wochenende zustehen wür­de. Diese Folgen seines Handelns sollte man sich einmal ganz klar bewußt machen. Man schädigt die Umwelt und man beeinträchtigt seine Mitmenschen.

Hier sollte doch ein Umdenkungsprozess einsetzen, deshalb unsere Bitte an Sie:

Auch organische Gartenabfälle müssen sachgerecht entsorgt werden. Hierzu gehört für jeden Gartenbesitzer eigentlich die Anlage eines geeigneten Kompostplatzes. Auf diesem können in einem bestimmten Umfang auch verschredderte Ast­materialien verkompostiert werden. Fallen größere Mengen an organischem Material an, so sollte man die Mühe nicht scheuen, diese auf die Deponie nach Meudt zu bringen. Vielleicht kann man auch manche Dinge im Garten etwas großzügiger handhaben und durch weniger penibles Säubern und Ordnen weniger an organischem Material produzieren. Auch kann man sich nicht auf den Standpunkt zurückziehen, daß man die Dinge im eigenen Garten nicht lagern kann oder will und dann mangels angeblich besserer Möglichkeiten diese Dinge einfach in die Natur verbringt, frei nach dem Motto »hier gehören sie ja letztendlich hin«.

Diese Dinge werden in nächster Zeit sicherlich häufiger geahn­det und auch von anderen umweltbewußten Bürgern wahrge-

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nommen. Deshalb sollte man sich rechtzeitig Gedanken ma­chen, wo man seine Abfälle ordnungsgemäß lassen kann, bevor man sie produziert.

Die Umweltberaterin der Verbandsgemeinde Montabaur, Con­stanze Wunderlich, Tel.: 02602/126.196.

Grabpflege auf dem Friedhof an der Friedensstraße in Montabaur

Wegen der Totengedenktage Allerheiligen und Allerseelen bitten wir, bis einschließlich Donnerstag, 28. Oktober 1993, die notwendigen Pflegearbeiten an den Grabstätten durchzufüh­ren.

Am Freitag, 29. Oktober 1993 dürfen abgeräumte Pflanzen, Blumen etc. nur noch in den Grün-Abfallcontainer und der sonstige Müll in den normalen Abfallcontainer an der Frie­densstraße gebracht werden.

Unsere Friedhofsbedienstete sind an diesem Tage mit Reini­gungsarbeiten beschäftigt.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Friedhofsverwaltung

sa_Erwachsenenbildung

Herbst-Konzert

des Collegium musicum der VHS Montabaur Dienstag, 16. November 1993,20.00 Uhr im Rittersaal des Schlosses Montabaur Programm

Divertimenti 8 - 12 Joseph Haydn

AIR Johann Sebastian Bach

Konzert A-Dur Karl Ditters von Dittersdorf

Vier Kleine Tanzstücke Bela Bartok

Sechs ungarische Volkslieder Bela Bartok Tänze aus Siebenbürgen Bela Bartok

Serenade op. 63 Robert Volkmann

Leitung: Reinhard Hobelt

Eintritt: 15,- DM - Kartenvorverkauf: VHS Geschäftsstelle, Rathaus, Tel.: 02602/126.105.

English: Reading and Discussing

Am Mittwoch, 03. November 1993, 10.30 Uhr beginnt im Sozialraum des Rathauses Montabaur wieder ein Englisch- Konversationskurs mit Fr. Elizabeth Flikschuh.

Dauer: 15 Vormittage

Gebühren: 75,- DM (bei 13 Teilnehmern)

Anmeldung zu allen Kursen bei der VHS Montabaur (während den Geschäftszeiten oder auch auf Anrufbeantworter), Telefon 02602/126105.

Tagesseminar -

besonders für Alleinerziehende

»Ich bin total erschöpft« oder »Auf der Suche nach Kraft und Lust«

Das Angebot wendet sich an alle, die sich eingestehen, er­schöpft, lustlos und ausgebrannt zu sein, sich an ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse noch erinnern, aber die Erwartun­gen und Anforderungen anderer an die erste Stelle stellen. Termin: Samstag, 30.10.1993, 09.30 bis 17.30 Uhr

Ort: Kirchähr, Karlsheim

Leitung: Christa Keßler, Niederelbert

TN-Gebühr: 10,-DM Anmeldung: bis 23.10.1993

Nähere Auskünfte/Anmeldung beim: Katholischen Bildungs­werk Westerwald, Auf dem Kalk 11, 56410 Montabaur, Tele­fon: 02602/680230.