Einzelbild herunterladen

Montabaur

Nr. 33/93

Öffentliche Ausschreibung

Der Zweckverband »Abwasserverband Bad Ems«, Ge­schäftsführung VGW Bad Ems, beabsichtigt, im Zuge des Ausbaues der B 260 (Umgehung Fachbach - Bad Ems, im Stadtbereich Bad Ems (Mainzer Straße) ein Teilstück des »Verbindungssammlers Dausenau« zu verlegen.

Zur Ausführung kommen:

kompl. Herstellung des Verbindungssammlers in Rohren DN 300 Sb bzw. Stzg., Gesamtlänge rd. 150 m. Parallel dazu erfolgt noch die Verlegung eines R-Kanals DN 300 Sb, Länge etwa 50 m, sowie die Verlegung einer Wasserver­sorgungsleitung DN 150 PVC, Länge rd. 100 m.

Die ausgeschriebenen Arbeiten sind komplett bis zum 31. Dezember 1993 fertigzustellen.

Angebotsunterlagen können, solange der Vorrat reicht, ab Mittwoch, dem 18. August 1993 bei dem

Ingenieurbüro Leis-Bodora, 56377 Nassau/Lahn,

Im Hopfengarten 2, Tel.: 02604/5041/5042,

Telefax: 02604/8557 abgeholt oder angefordert werden.

Die Schutzgebühr beträgt DM 40, und ist per Post oder Verrechnungsscheck an v. g. Ingenieurbüro zu überweisen. Pläne können im gleichen Büro eingesehen werden.

Für die Auftragserteilung kommen nur Firmen in Frage, die nachweislich ähnliche Arbeiten ordnungsgemäß durchgeführt haben.

Das verschlossene Angebot ist mit der Aufschrift: »Kanalbauarbeiten Bad Ems (Verbindungssammler «Mainzer Straße»)« einzureichen.

EröfEnungstermin:

Dienstag, den 31. August 1993,11.00 Uhr

im Büro der VGW Bad Ems (Rathaus), Bleichstraße 1 a.

Verbandsgemeindewerke (VGW) Bad Ems - Werkleitung -

D e Verwaltung informiert

Hallenbad Montabaur

Schwimmkurs 2/1993

Der Schwimmkurs 2/1993 ist bereits voll ausgebucht. Anmel­dungen können daher nicht mehr angenommen werden.

Stadtschuster auf Stelzen

»Spass auf der Gass«-Spiel in Ingelheim wird zum Spektakel

Mit Wasser gefüllte Luftballons sind die Weintrauben, die von den Mannschaften aus Ingelheim und Montabaur »gelesen«, über einen Parcour transportiert, geworfen und aufgefangen werden müssen, und deren wertvolles Naß in Weinflaschen abgefüllt werden soll, nachdem die »Trauben« in einem Bottich von den einzelnen Mannschaften zertreten wurden. Dies sind nur einige Punkte zum Spielablauf des unter dem Motto »Weinlese« stehenden Spiels für die nächste »Spass auf der Gass«-Sendung am 29. August 1993 in Ingelheim. Daneben gibt es einige weitere Spiele, in denen der Spaß der Aktiven ebenso gefragt ist wie sportliches und spielerisches Geschick. Im Schusterspiel sind unter 100 Schuhen fünf gleiche Paare ausfindig zu machen und von Stelzenläufern ins Ziel zu brin­gen. Ein Burgfräulein ist im Ritterspiel durch das Überwinden von Burgmauern und Wächtern zu befreien und samt des Schloßschatzes zu bergen. Gabelstaplerfahrer wetteifern im Obst- und Gemüsespiel mit dem geschickten Transportieren von Obst- und Gemüsekisten über einen Parcour um Punkte für ihre Mannschaft. Daneben müssen jeweils 6 Weise aus den beiden Städten, angeführt von ihrem Bürgermeister, mehr oder weniger ernst zu nehmende Fragen des Südwestfunks beantworten, ehe die Mundartbegriffe beider Städte zu erraten sind. Daneben gilt es noch, das besondere Hobby eines Mitspie­lers zu erraten.

Alles in allem verspricht das Spiel Ingelheim gegen Montabaur den aktiven Mannschaftsteilnehmern und den Zuschauern auf der Tribüne und am Fernseher viel Spaß. Der Gewinner nimmt am Endspiel am 26. September 1993 in Ludwigshafen teil. Wer die Mannschaft aus Montabaur als Fan begleiten will,

0

meldet sich im Rathaus unter der Telefon-Nr. 126.192. Neben der kostenlosen Busfahrt von Montabaur nach Ingelheim und zurück erhält jeder Mitfahrer ein »Spass auf der Gass«-T-Shirt der Nassauischen Sparkasse Montabaur.

Natur & Umwelt

Leben an Trockenmauern

Seit vor rund 2.000 Jahren von den Römern die Kenntnis des Bauens mit Steinen über die Alpen gebracht wurde, haben Mauern immer mehr die menschlichen Siedlungen geprägt. Steine wurden entweder lose zu einer Trockenmauer auf­geschichtet oder mit einem Gemisch aus Sand und Kalk zusam­mengefügt. Als Baumaterial dienten die jeweils zur Verfügung stehenden Steine der näheren Umgebung.

Mauern sind - ökologisch betrachtet - vom Menschen geschaf­fene Felsstandorte. Charakteristisch für diese Lebensräume sind die geringe Feinerdemenge, die entsprechend geringe Wasserspeicherkapazität, die zu starker Trockenheit fuhrt und die Fähigkeit, Wärme zu speichern.

In den lockeren Fugen des Mauerwerkes, in denen sich bereits etwas Feinerde angesammelt hat, können sich Pflanzen der Felswände und Lockergesteinsbereiche ansiedeln. Man findet hauptsächlich Farne, wie z. B. den Braunen Streifenfarn, den Tüpfelfarn oder bei eher feuchtem bis nassem Standort den Blasenfarn. Aus dem Mittelmeerraum bei uns eingeschleppt wurde das Zymbelkraut, welches in vielen Mauerfugen zu finden ist und sich mit seinen Ausläufern an den Fugen entlang ausbreitet. Auf den besonders trockenen und nährstoffarmen Mauerkronen gedeihen Überlebenskünstler, wie Fetthennen- Arten, die zu den Dickblattgewächsen gehören. Hierzu zählt z. B. die Dachwurz. Daneben finden sich aber auch flaches Ris­pengras oder Finger-Steinbrech. In den Fugen finden sich auch die seit dem Mittelalter bekannten Zierpflanzen, wie der Gold­lack, das große Löwenmaul sowie der gelbe Lerchensporn. Sie alle schätzen warme, wintermilde Mauerstandorte. Besonnte Mauerfüße, die oft sehr nährstoffreich sind, bieten oft eine letzte Zufluchtstätte für Stickstoff- und wärmeliebende Pflan­zen. Diese meist als »Unkräuter« wenig beachteten Arten, wie der gefährdete Mauer-Gänsefuß, bilden eine besonders cha­rakteristische Gruppe der typischen Dorfflora.

An schattigeren Stellen von Mauern findet man häufig den Efeu, der sich bei geeigneten Bedingungen oft großflächig ausbreitet.

Das Anlegen einer Trockenmauer im Garten bietet somit verschiedene Vorteile:

Zum einen schafft man für die Natur ein weiteres Refugium, zum anderen ist sie ein besonders stilvolles Element der Gartengestaltung. Hiermit können Höhenunterschiede, Ter­rassenabgrenzungen oder Böschungen gestaltet werden. Das Anlegen einer Trockenmauer istweniger Anspruchsvoll, wie es auf den ersten Blick scheint.

Beziehen Sie diese Überlegungen in Ihre Gartenplanung mit ein.

Die Umweltberaterin der Verbandsgemeinde Montabaur Constanze Wunderlich, Tel.: 02602/126.196

Gebäudeeinmessung in der Gemarkung Horressen

In der Gemarkung Horressen werden in den nächsten Monaten die bisher in den amtlichen Flurkarten noch nicht oder unvoll­ständig nachgewiesenen Gebäude gemäß § 2 des Landesgeset­zes über den Grenznachweis bei Neubauten und die Gebäude­einmessung vom 12.05.1953 - GVB1. S. 60 - eingemessen. Die örtlichen Vermessungsarbeiten werden durch das Kataster­amt Montabaur ausgeführt.

Es wird daraufhingewiesen, daß gemäß § 3 dieses Gesetzes die Grundstückseigentümer verpflichtet sind, das Betreten ihrer Grundstücke zwecks Ausführung der Vermessungsarbeiten zu gestatten, und daß die Einmessung aller nach dem 01.07.1953 errichteten Neubauten, Um- und Anbauten gebührenpflichtig ist. Entsprechende Kostenentscheidungen werden zu gegebe­ner Zeit durch das Katasteramt Montabaur verschickt. Katasteramt Montabaur,

Montabaur, 12.08.1993