Montabaur
Nr. 27/93
m
“Öffentl. Bekanntmachungen”
Öffentliche Bekanntmachung
Bürgerversammlung
Am Mittwoch, dem 14. Juli 1993 findet für die Anlieger des Baugebietes »Himmelfeld« eine Bürgerversammlung statt. Beginn: 20.00 Uhr
Ort: Bürgerhalle des Rathauses
Tages Ordnung
1. Vorstellung der Pläne für den Neubau eines Kindergartens im Wohngebiet »Himmelfeld«
2. Änderungsverfahren zum Bebauungsplan »Himmelfeld«
3. Radweg an der Alleestraße
4. Schulweg zur Joseph-Kehrein-Grundschule
5. Verschiedenes, Anfragen
Alle Anlieger des Baugebietes »Himmelfeld« sind herzlich zur Teilnahme an der Bürgerversammlung eingeladen.
Montabaur, den 06. Juli 1993
gez. Dr. Possel-Dölken, Bürgermeister
Öffentliche Ausschreibung
Projekt: Umbau eines Schwimmbades zu einer Kran
kengymnastik-Praxis
Bauherr: Stiftung Hospitalfonds der Stadt Montabaur,
Dillstraße 1, 56410 Montabaur
Planung und
Bauleitung: Clormann - Neis - Krebs, Architekten und Inge
nieure, Hindemithstraße 32,63452 Hanau, Tel. 06181/81025 Ausschreibungs-
gegeristand: 1. Abbruch-, Erd-, Beton- und Maurerarbeiten
2. Landschafts- und Außenanlagen
3. Zimmerarbeiten
4. Dachdecker-, -abdichtung- und Klempnerarbeiten
5. Innen- und Außenputz
6. Fließen
7. Estrich- und Abdichtarbeiten
8. Schreinerarbeiten
9. Schließanlage
10. Metall- und Schlosserarbeiten
11. Anstrich- und Tapezierarbeiten
12. Bodenbelag
13. Trockenbäu
14. Gebäudereinigung
Die Unterlagen zu 1 bis 14 können ab 06. Juli 1993 im Architekturbüro Clormann - Neis - Krebs, Hindemithstraße 32, 63452 Hanau, angefordert werden.
Gebühren: Die Schutzgebühr beträgt 20,— DM.
Gegen Voreinsendung eines Verrechnungs- * Schecks werden Ihnen die Ausschreibungsun
terlagen auch zugesandt.
Zuschlagsfrist: Die Zuschlagsfrist beträgt 6 Wochen nach Eröffnung.
Submission: 26.07.1993, ab 11.00 Uhr.
Angebote, die mit einer entsprechenden Aufschrift versehen sein müssen, sind bis zu diesem Zeitpunkt bei der Heimleitung, Herrn Pydd, Alten- und Pflegeheim, Stiftung Hospitalfonds der Stadt Montabaur, in der Verwaltung, 1. Stock, Dillstraße 1,56410 Montabaur, einzureichen.
Montabaur, den 02.07.1993
Dr. Possel r Dölken, Bürgermeister
Bericht über die Sitzung des Verbandsgemeinderates vom 17.06.1993
Ratsmitglied Alois Schuth verpflichtet Vor Eintritt in die Tagesordnung verpflichtete Bürgermeister Dr. Possel-Dölken Alois Schuth (SPD) als neues Ratsmitglied. Schuth trat die Nachfolge für das ausgeschiedene Ratsmitglied Harald Ferdinand an.
Dringlichkeitsantrag der »Grünen« einstimmig vertagt »Die Grünen« haben kurzfristig Vor der Ratssitzung die Dring- leichkeitsanträge gestellt, in die Tagesordnung eine Beratung und Beschlußfassung über die Einrichtung eines Ausländer
beirates aufzunehmen, über weitere Maßnahmen zum Schutz von Ausländern sowie zur Förderung eines partnerschaftlichen Zusammenlebens von Deutschen und Ausländem zu beraten und eine Resolution anläßlich des Brandanschlages in Solingen und der wachsenden Zahl ähnlicher Übergriffe in ganz Deutschland zu verabschieden. Um den umfangreichen Antrag angemessen vorberaten zu können und vor allem um dem vorgetragenen Anliegen gerecht zu werden, beschloß der Verbandsgemeinderat einstimmig, die Angelegenheit in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zu behandeln.
Bericht des Bürgermeisters
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken informierte, daß ein Vertreter der Stadt Fredericksburgh/Texas die Verbandsgemeinde besucht habe. Man habe mit ihm die bereits bestehenden freundschaftlichen Verbindungen von Bürgern erörtert und Möglichkeiten für weitere Gespräche diskutiert.
Zum Thema »Schnellbahnplanung« berichtete der Vorsitzende, daß zwischenzeitlich eine Raumnutzungsanalyse vorläge. Diese solle dem Rat im Rahmen der Beratung und Fortschreibung des Flächennutzungsplanes vorgestellt werden.
Bericht aus den Verbandsgemeindewerken Aus dem Werksausschuß informierte Erster Beigeordneter Reusch über die Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens »In den Wässern« in Eitelborn. Die Abnahme erfolge Ende des Monats. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 580.000 DM.
Im Sonder- und Gewerbegebiet Görgeshausen an der A 3 hätten die Kanalisations- und Erschließungsarbeiten begonnen. Das Auftragsvolumen beliefe sich auf 1.265.000 DM. Die Arbeiten an der Kläranlage selbst gingen zügig voran. Die Leitung nach Steinefrenz sei fertiggestellt. Der Werksausschuß habe darüber hinaus in seiner letzten Sitzung die Aufträge für die Anschlüsse Nombom, Girod und Kleinholbach vergeben. Das Auftragsvolumen betrug insgesamt 2.650.000 DM.
Zur Kläranlage Simmem berichtete Reusch abschließend, daß die Sanierungsarbeiten am Schönungsteich begonnen wurden. Das Auftragsvolumen beziffere sich auf 29.000 DM.
Personalkostenvergleich mit anderen Verwaltungen Als Grundlage für künftige Beratungen hatte die Verbandsgemeindeverwaltung bereits im Haupt- und Finanzausschuß einen Personalkostenvergleich mit anderen Verwaltungen vorgestellt. Eine Umfrage bei 50 Stadt- und Verbandsgemeindeverwaltungen in Rheinland-Pfalz und 12 Gemeinde- und Stadtverwaltungen in Hessen und Nordrhein-Westfalen hatten ergeben, daß die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur das drittgünstigste Ergebnis bei den bereinigten Personalkosten pro Einwohner aufwies sowie Platz 2 bei der bereinigten Zahl der Stellen pro 1.000 Einwohner belegte. Diese statistischen Zahlen wurden zusätzlich ausgewertet unter Berücksichtigung der sehr unterschiedlichen örtlichen Strukturen und der sich daraus ergebenden Unterschiede in den Aufgabenstellungen.
Angesichts der besonderen Struktur der Verbandsgemeinde Montabaur schnitt die Verwaltungim Personalkostenvergleich insgesamt gut ab. Die Erhebung bestätigte damit das Prüfungsergebnis des Landesrechnungshofes von 1991, in dem eine ausgesprochen sparsame Personalbewirtschaftung attestiert wurde.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken betonte, es sei schwierig, bei einer solchen Gegenüberstellung eine absolute Vergleichbarkeit herzustellen. Er hob hervor, die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur befände sich seit 20 Jahren im Aufbau. Für die relativ junge Verwaltung sei wirtschaftliches Arbeiten immer ein wichtiges Ziel gewesen, was das Ergebnis der vorliegenden Erhebung bestätige.
Die Fraktionen des Verbandsgemeinderates äußerten ihre Zufriedenheit über die Effektivität und Leistungsfähigkeit der Verbandsgemeindeverwaltung.
Ratsmitglied Widner (SPD) äußerte angesichts der Sparkonzeptionen anderer Kommunen, man müsse jedoch zukünftig bescheidener werden. Seine Fraktion werde einer »Aufblähung« der Verwaltung künftig sehr kritisch gegenüberstehen. Ratsmitglied Müller (CDU) appellierte an die Mitglieder der politischen Gremien, sich bei der Schaffung neuer Aufgaben - auch durch Anträge im Rat und in den Ausschüssen - bewußt zu sein, daß dies einhergehe mit entsprechendem Verwaltungsaufwand.
Ratsmitglied Bertram (FWG) sah die allgemeine Personalkostenentwicklung insgesamt als problematisch an. Wolle man hier zum Sparen ansetzen, so müsse man als konsequente Alternative die Möglichkeiten von Leistungs- und Aufgabenstreichungen untersuchen.

