Montabaur
Nr. 25/93
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Kontinuität bewährter Arbeit sei ihm sehr wichtig. Dr. Possel- Dölken räumte ein, bis zu seinem Amtsantritt habe er nur mit Einheitsgemeinden zu tun gehabt. Die Verbandsgemeinde als Gebietskörperschaft sei für ihn daher zunächst ein undurchsichtiges, mit konkurrierenden Interessen und Aufgaben bürokratisch erscheinendes Verbandswesen gewesen. Er habe jedoch sehr schnell erkannt, daß diese Verbandsgemeinde mit ihrer Verwaltung und ihren Räten ein gut durchdachter und erfolgreich aufgebauter Dienstleistungsbetrieb sei.
Der Bürgermeister betonte ein aktueller Personalkostenvergleich habe ergeben, daß die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur eine wirtschaftliche, leistungsorientierte und effektive Verwaltung sei. Er hob die Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses hervor sowie das besondere Engagement der vielen ehrenamtlichen Gremien, das es zu bewahren gelte.
Dr. Possel-Dölken dankte den Beigeordneten, den Abteilungsleitern der Verwaltung sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen Ortsbürgermeistern für die Unterstützung in der Verwaltungsarbeitin den vergangenen zehn Jahren. Einen besonderen Dank richtete er an die Ratsmitglieder für die bemerkenswert gut Zusammenarbeit, die in der Form keineswegs selbstverständlich sei. Der Bürgermeister wünschte sich, der bisherige Umgang miteinander möge Maßstab für das weitere Arbeiten sein.
Im Ausblick auf die nächsten Jahre betonte Dr. Possel-Dölken, daß eine solide Haushaltspolitik nach wie vor die Grundlage für seine Arbeit sei. Als wichtige Ziele für die nächsten Jahre hob er die Aufgaben der Stadt- und Dorferneuerung hervor und skizzierte die Perspektiven, die sich mit der Einrichtung des ICE-Haltepunktes in Montabaur für die Stadt und die gesamte Region ergeben. Beispielhafte andere Aufgabenschwerpunkt ergäben sich angesichts wachsender Einwohnerzahlen im Neubau und der Erweiterung von Schulen und Kindergärten; neue Anforderungen würden durch die Weiterentwicklung und Erschließung von Gewerbe- und Wohnbauflächen gestellt; einen besonderen Stellenwert nähmen die anstehenden Abwägungen beim Schutz erhaltenswerter Landschaft im Naturpark Nassau ein.
Der Bürgermeister betonte, ihm persönlich sei es besonders wichtig, mit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern das persönliche Gespräch bei den vielfältigen Veranstaltungen in der Verbandsgemeinde zu suchen. Er wolle ein bürgernahes Zusammengehörigkeitsgefühl pflegen und ausbauen. Hierin schließe er ausdrücklich die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, wie er bereits beim Neujahrsempfang hervorgehoben habe. Der Bürgermeister betonte, gerade in dem Bereich sei die Verbandsgemeindeverwaltung in vielfältiger Weise aktiv - auch wenn dies nach außen nicht immer so direkt ersiehtlich sei. Angesichts der aktuellen Vorfälle forderte er in dem Zusammenhang von jedermann ein ständiges und mutiges Eintreten für die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger im Alltag. Dr. Possel-Dölken zeigte sich überzeugt, daß die Bevölkerung grundsätzlich ausländerfreundlich sei. Um dies zu bewahren, sei es wichtig, die bestehenden Partnerschaften zu pflegen und auszubauen.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken schloß seine Ausführungen mit dem Hinweis, er persönlich sei von seinem Wesen her ein Optimist. Er betonte in dem Zusammenhang, die Probleme der Kommunen seien in der heutigen Zeit nur zu lösen, wenn Optimismus mit Sorgfalt, Einsatz und Verantwortung gekoppelt werden. Er habe daher die Hoffnung, daß die anstehenden Aufgaben gemeinsam gelöst werden könnten.
Der Bürgermeister nahm anschließend die Glückwünsche der Vertreter der Partnerstadt Tonnerre entgegen, die der Delegierte Michel Blacque übermittelte.
Friedhof an der Friedenstraße in Montabaur
- Verstöße gegen die Friedhofsordnung -
In der letzten Zeit müssen leider immer wieder Verstöße gegen die bestehende Friedhofsordnung festgestellt werden. Nach der Friedhofsordnung ist es verboten, mit dem Privat-Pkw aus Bequemlichkeit auf den Friedhof zu fahren. Ausnahmen sind nur den Friedhofsbesuchern gestattet, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Vermerk “G” besitzen (§ 58 Abs. 1 Schwerbehindertengesetz) und eine gültige Erlaubnis zum Befahren der Friedhofswege vom Friedhofsamt erhalten haben. Diese Erlaubnis ist sichtbar bei der Fahrt auf dem Friedhofsgelände an der Scheibe anzubringen!
Daß Hunde nicht auf den Friedhof gehören, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Das Anleinen hat außerhalb des Friedhofes zu erfolgen und der Hund gehört vor das Friedhofstor. Ausnahmen bilden Blindenhunde, diese können auf das Friedhofsgelände.
Wir appellieren an alle Friedhofsbesucher, sich der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten. Vorsorglich machen wir
darauf aufmerksam, daß Verstöße gegen die Friedhofsordnung mit einem Bußgeld bis zu 10.000,— DM geahndet werden können.
Friedhofsverwaltung der Verbandsgemeinde Montabaur
Spaß auf der Gaß
- Die 2. Runde des SWF-Städtespiels beginnt -
Am 27. Juni eröffnen die Städte Zweibrücken und Wittlich die 2. Runde zum “Spaß auf der Gaß - Meister 1993”. Das Städtespiel wird wieder live im SW-Fernsehen (SW 3) von 18.00 bis 19.00 Uhr übertragen.
Der Sieger dieses Spiels nimmt an der Endausscheidung am 26. September 1993 in Ludwigshafen teil.
Am 11. Juli spielt Andernach gegen Bad Dürkheim und am 29. August Ingelheim gegen Montabaur.
Natur & Umwelt
Möglichkeit zum Schreddern von Gehölzmaterial in der Verbandsgemeinde Montabaur
Grünabfalle, die in den normalen Müll wandern, benötigen wertvollen Deponieräum. Doch gerade organische Abfälle lassen sich einfach und problemlos durch Kompostieren wieder in den Naturkreislauf zurückführen.
Wohin jedoch mit grobem und sperrigen Astschnittmaterial und alten Gehölzen? Hierfür besteht ab jetzt für die Bürger der Verbandsgemeinde Montabaur die Möglichkeit, dieses gegen Entgelt in der Gärtnerei der Werkstatt für Behinderte, Niederelbert, schreddern zu lassen. Geeignetes Material bis zu einem Durchmesser von 16 cm kann freitags von 9.00 bis 14.00 Uhr zur Gärtnerei nach Niederelbert gebracht werden. Das entstehende Mulchmaterial muß anschließend wieder mitgenommen werden.
Bei größeren Mengen (ab 3 m 3 ) kann der Schredder auch direkt vor Ort zu dem Grundstück der interessierten Eigentümerbestellt werden. Hierzu muß jedoch eine Voranmeldung bis spätestens eine Woche vor dem geplanten Termin hei der Gärtnerei in Niederelbert, Tel.: 2007, erfolgen.
Die Abrechnung erfolgt nach Zeitaufwand. Bei Anlieferung nach Niederelbert werden 39,— DM/Stunde plus 7% MWSt und bei Arbeiten vor Ort 70,— DM/Stunde und 1,— DM/km Anfahrtsweg plus 7% MWSt berechnet. Diese Kostensätze liegen sehr günstig, da sich die einzelnen Ortsgemeinden und die Stadt Montabaur an der Anschaffung des Schredders beteiligt haben.
Es wäre wünschenswert, wenn von diesem Angebot reger Gebrauch gemacht wird.
Informationeil zur Rentenversicherung
Beratung-Auskunft
Sprechtage der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) für den Bereich des südlichen Westerwaldkreises: Die Sprechtage der BfA finden in der Regel am ersten Montag im Monat bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur statt.
Der nächste Sprechtag ist am Montag, dem 05.07.1993.
Dife'Sprechstunden sind von 9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 15.30 Uhr.
Sprechtag der Landesversicherungsanstalt Rheinland- Pfalz (LVA) für den Bereich der Verbandsgemeinde Montabaur:
Die Sprechtage der LVA Rhld.-Pfalz finden in der Regel am ersten Dienstag imMonatbeiderVerbandsgemeindever- waltung Montabaur statt.
Der nächste Sprechtag ist am Dienstag, dem 06.07.1993.
Die Sprechstunden sind von 8.30 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 15.30 Uhr.
Für die Nachmittagssprechstunden ist für beide Sprechtage eine vorherige Terminvereinbarung notwendig.
Die Versicherten werden gebeten, ihre Rentenversicherungsunterlagen, Nachweise über Krankheitszeiten, Zeiten der Arbeitslosigkeit, militärischer Dienst, Zeiten der Schul-, Fachschul- und Hochschulausbildung nach dem 16. Lebensjahr und ggf. den Flüchtlings- oder Vertriebenenausweis mitzubringen. Für die Anrechnung von Zeiten der Kindererziehung und Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung ist die Vorlage der Geburtsurkunden oder des Familienbuches erforderlich. Unbeglaubigte Fotokopien genügen nicht!
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