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S'i iwUtulduc

Wochenblatt

der Verbandsgemeinde Montabaur

Wochenzeitung mit öffentlichen Bekanntmachungen der Ortsgemeinden

Boden, Oaubach, Eitelborn, Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heitigenroth, Holler, Horbach, Hübingen, Kadenbach, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel, Niederelbert, Ntedererbach, Nomborn, Oberelbert, Ruppach-Goldhausen, Simmern, Stahlhofen, üntershausen, Welschneudorf

sowie der Zweckverbände gemäß § 27 der Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz vom 14 . Dezember 1973 - GVBI. S 419 - in der derzeit güftigen Fassung und den Bestimmungen der Hauptsatzung.

Jahrgang 21

FREITAG, 26. Februar 1993

Nummer 8

Neuhäusel führt eigenes Gemeindewappen und eigene Gemeindeflagge

Durch Beschluß des Ortsgemeinderates Neuhäusel vom 03.09.1992 wurden die Entwürfe be­stimmt, die für die Einleitung eines Wappen- und Flaggengenehmigungsverfahrens Verwendung finden sollten. Nach Vorlage dieser Entwürfe beim Landeshauptarchiv in Koblenz wurde am 21.12.1992 bei der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises der Antrag auf Genehmigung eines Ge­meindewappens und einer Gemeindeflagge gestellt. Vom Landrat des Westerwaldkreises wurde am 11.01.1993 die Genehmigung zur Führung des Gemeindewappens und der Gemeindeflagge in den nachstehend abgebildeten Formen ausgesprochen.

Die Beschreibung des Wappens lautet:

Zwischen grüner Doppelflanke, darin je ein halbes silbernes Wagenrad mit vier Speichen, in Silber wachsend rot ein Kirch­turm über einem Westportal, dieses belegt mit einem silber­nen Buch, das seinerseits von einem gestürzten blauen Schwert mit goldenem Griff überzogen ist.

Die Symbolik des Wappens wird wie folgt erläutert:

Die Gemeinde Neuhäusel ist bereits 1198 mit dem Gutshof Musbach urkundlich erwähnt und liegt im Gebiet des ehema­ligen Kurfürstentums Trier. Hier, an der alten Höhenstraße Koblenz - Montabaur - Limburg, baute 1406 ein Nachkomme des Ritters Henne von Speie das »nuwehus«, woraus der Orts­name Neuhäusel entstanden ist. Die Geschichte der Straße ist auch die Neuhäusels, das an ihr zu beiden Seiten aus dem nuwe hus zu einem stattlichen Straßendorf gewachsen ist. Das Dorf war früher Rastplatz für Pferdefuhrwerke, die Handelswaren zwischen Koblenz und Mon­tabaur beförderten, aber auch für Kriegs volk, das auf der Straße Neuhäusel durchzog. DerNeubau der alten Straße von Montabaur nach Koblenz im 17. Jahrhundert brachte für den Ort eine starke bauliche Entwicklung.

Der Frachtverkehr nahm stark zu, es entstanden Gasthöfe und Fuhrbetriebe rechts und links der Straße. Für den Handel, den Verkehr und den Ort zu beiden Straßenseiten stehen im Ortswappen die beiden halben silbernen Wagenräder beiderseits des silbernen Feldes, das symbolisch für die Straße steht. Ebenfalls an der Straße hatte auch die 1716 in der Ortsmitte erbaute alte Holzkapelle ihren Platz. Dort steht heute die 1877 erbaute alte St.-Anna-Kirche. Sie ist das Wahrzeichen von