Montabaur
Nr. 6/93
E
Zellstoff und AOX-Emissionen
“Im Jahr 1991 wurden in Gesamtdeutschland 889.00 Tonnen Zellstoff erzeugt, davon 859.000 Tonnen Papierzellstoff, davon wiederum 809.600 Tonnen gebleicht und rund 30.000 Tonnen Edelzellstoff." Diese Zahlen nennt der Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der AOX-Emissionen bei der Zellstofferzeugung. AOX ist die Abkürzung für Adsorbierbare organische Halogenverbindungen (Chlorverbindungen) und erlaubt eine Aussage über die Qualität von Abwasser. Hintergrund des Berichtes war ein Bundesratsbeschluß vom März 1989, mit dem die Bundesregierung gebeten wurde, “innerhalb der nächsten drei Jahre die Grenzwertfestsetzung für AOX zu überprüfen und dem Bundesrat zu berichten, inwieweit der Stand der Technik für AOX mit einer geringeren Grenze als 1 Kilogramm je Tonne festzulegen ist”. Leider geht der Bericht nicht auf die AOX-Problematik ein und beläßt es bei der Feststellung daß “in den internationalen Gewässerschutzgremien für 1995 ein Grenzwert von 1 kg AOX je Tonne Zellstoff erwartet wird". Weiter stellt der' Bericht fest, daß auch zukünftig “auf gebleichte Zellstoffe grundsätzlich nicht verzichtet werden kann” und eine Aussage, inwieweit der Einsatz von chlorhaltigen Bleichmitteln bei der Sulfatzellstofferzeugung vermieden werden kann, derzeit noch nicht möglich sei.
Der 6-seitige Bericht (Okt. 1992) ist als Bundesratsdrucksache 735/92 erschienen und kostet 3,50 zuzüglich Porto. Alleinvertrieb: Verlag Dr. Hans He-' ger, Herderstraße 56,5300 Bonn 2, Tel. 0228/363551, Fax 361275.
Kraftsparende Wildkrautbeseitigung. Für das mechanische Entfernen von Wildkräutern aus festen und wassergebundenen Bodenbelägen gibt es jetzt den Wildkrautbesen Typ 4700 von WIMA. Das mit zwei gegenläufig rotierenden Besentellem (50 Zentimeter Durchmesser) ausgestattete Gerät, das für den Anbau an Einachsfahrzeuge ab 6 kW Leistung mit Frontzapfwelle vorgesehen ist, arbeitet mit 100 Zentimetern Arbeitsbreite vollkommen richtungsstabil. Für die seitliche Führung der Gerätekombinatiön muß keine übermäßige Kraft aufgebracht werden.
Weniger Biomasse
An der Universität Göttingen wurde im Rahmen einer Dissertation untersucht, wie sich hohe jährliche Klärschlammabgaben auf die mikrobielle Biomasse des Bodens auswirken. Die Feldversuche zeigten, daß unbelasteter Klärschlamm im allgemeinen die bodenbiologischen Eigenschaften verbessert. Steigende Schwermetallgehalte im Schlamm wirkten jedoch negativ. So war in schwermetallbelasteten Böden die mikrobielle Biomasse verringert und ihr Anteil am organischen
Kohlenstoffgehalt sank. Dies könnte, so die Studie, auf eine verschlechterte Qualität der mikrobiell verfügbaren organischen Bestandteile in klärschlammbehandelten Böden hinweisen. (AID)
Bürgerwille
Die ideale Landschaft hat viele Kleinbiotope (Feldgehölze, Tümpel, Einzelbäume), viele Hecken und kleine bis mittlere Felder; großräumige, strukturarme Landschaften sind in einer klaren Minderheitsposition. Die Aufforstung von Flächen stößt auch bei hohen Waldanteilen auf Akzeptanz in der Bevölkerung. Außerdem scheint eine relativ hohe Bereitschaft zum Einsatz von Steuermitteln für die Gestaltung und Pflege der bevorzugten Landschaften zu bestehen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung von Professor Dr. Reimar von Alvensleben vom Lehrstuhl für Agrarmarketing der Universität Kiel und Dr. Hartmut Kretschmer vom Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung Müncheberg. [Die Untersuchungsergebnisse wurden anläßlich der 33. Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landesbaues e. V. Anfang Oktober in Rostock präsentiert, sie beruhen auf Expertenbefiragun- gen sowie zwei Bevölkerungsbefragungen.
Umweltbeauftragter VG Montabaur H. Meier, Tkl. 02602/126.109
“ Erwachsenenbildung ”
Kath. Bildungswerk Westerwald
Säuglingspflege - wie mache ich es richtig ?
Der Kurs ist ausgerichtet für Paare und einzelne Tbilnehmer/in- nen.
Tbrmine: 2.2. - 9.3.1993,
6.4. -11.5.1993
15.6. - 20.7.1993
jeweils dienstags, 19.30 Uhr
Ort: Montabaur, Kath. Bezirksamt, Konferenzraum
Leitung: Ingrid Müller, Eigendorf
Martina Kalb-Steudter, Ruppach-Goldhausen TN-Gebühr: 30,00 DM pro Person, 2,00 DM für Kursunterlagen
Die Tbilnehmergebühren werden auf Antrag von den Krankenkassen teilweise erstattet Nähere Auskünfte/Anmeldung: Ingrid Müller, Tbl. 02602/5881 Martina Kalb-Steudter, Tbl. 02602/8408 Kath. Bildungswerk, Tbl. 02602/680230
Tagesseminar für Mutter-Kind-Spielkreisleiterinnen (mit Kinderbetreuung)
Thema: Gestaltung des Spielkreises Tbrmin: Samstag, 13.2.93, 9.30 -16.30 Uhr
Ort: Montabaur, Bezirksamt, Konferenzraum
Leitung: Sigrid Pörtner, Referat Elternschule, Bischöfli
ches Ordinariat, Limburg, Rosemarie Ringer, Leiterin der Elternschule, Wester- wald/Rhein-Lahn
Nähere Auskünfte: Kath. Bildungswerk Westerwald, Auf dem Kalk 11, 5430 Montabaur, Tbl. 02602/680230.
Thema: Hatha-Yoga ■ Anfängerkurs
Beginn: Mittwoch, 17.2.93,9.30 -10.30 Uhr
Dauer: 10 Vormittage

