Montabaur
Nr. 5/93
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Entwicklung der Investitionsausgaben und der Neu Verschuldung
Investitionen elnschl. InvestltlonsfOrderungsasSnahnen Meuverschuldung
7.030
6.337
5.212
4.496,
3.914
3.567
3.394
2.478
2.813
1.92t
1.696
Bericht über die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des Stadtrates Montabaur vom 21.01.1993
Der Haupt- und Finanzausschuß gewährte entsprechend den städtischen Richtlinien Zuschüsse an Vereine in Höhe von rd. 2.800 DM. Im Rahmen der Wirtschftsförderung bewilligte er einen Zuschuß von 20.000 DM an ein Lebensmittelgeschäft in einem Stadtteil von Montabaur. Die Bewilligung erfolgte zur Aufrechterhaltung einer angemessenen Versorgung vor Ort, vor allem der älteren Bürgerinnen und Bürger sowie der Hausfrauen ohne Pkw.
Der Ausschuß vergab den Auftrag zum Einbau von Fenstern im Dorfgemeinschaf tshaus Montabaur-Elgendorf (Auftragshöhe: rd. 13.000 DM).
Der Haupt- und Finanzausschuß stimmte der Regelung zu, daß die Verbandsgemeinde die 25%ige Kostenbeteiligung der Stadt an der Hilfe zum Lebensunterhalt für jugoslawische Staatsangehörige, die aus dem Bürgerkriegsgebiet geflüchtet sind, übernimmt. Hierdurch wurde sichergestellt, daß die im Zusammenhang mit jugoslawischen Flüchtlingen anfallenden Sozialhilfeaufwendungen nicht ausschließlich von den Ortsgemeinden getragen werden müssen, in denen die Flüchtlingsfamilien vorübergehend aufgenommen werden.
Der Ausschuß beriet den Antrag von Reinhard Lorenz (»Bürger für Montabaur«), von den Stadtteilen Horressen und Eigendorf zur Waldschule hin einen Radweg zu bauen. Nach eingehender Diskussion der MöglichkeitenzurGefahrenverringerungfür die Schüler, die mit dem Fahrrad zur Schule kommen, wurde einstimmig beschlossen, zunächst verstärkt die Fahrgeschwindigkeiten zu kontrollieren und den Verkehr gezielt zu beobachten.
Zur Vorbereitung der nächsten Stadtratssitzung beriet der Haupt- und Finanzausschuß die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan der Stadt Montabaur für das Haushaltsjahr 1993 sowie das Investitionsprogramm für die Jahre 1992 bis 1996.
Im weiteren Sitzungsverlauf wurde in einer gemeinsamen Tagung mit dem Umweltausschuß die Bezuschussung der Anschaffung eines Schredders durch die Werkstatt für Behinderte Montabaur beschlossen.
Der mobile Häcksler soll in der Verbandsgemeinde zu vorher veröffentlichten Terminen unter Aufsicht von Fachpersonal eingesetzt werden. Neben der Entsorgung der Grünabfälle von Bürgern sieht das mit der Anschaffung des Schredders verknüpfte Konzept vor, die Grünabfälle des Bauhofes, des Friedhofes und der Verbands gemeindewerke einzubeziehen.
Bericht über die Sitzung des Verbandsgemeinderates vom 28.01.1993
Entwurf des Abwasserbeseitigungskonzeptes einstimmig beschlossen
Nach den Bestimmungen des Landeswassergesetzes haben die zur Abwasserbeseitigung verpflichteteten Verbandsgemeinden die zur ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung notwendigen Abwasseranlagen in angemessenen Zeiträumen zu errichten, zu erweitern bzw. den Anforderungen des Wasserhaushaltgesetzes anzupassen.
Der Stand der öffentlichen Abwasserbeseitigung in ihrem Entsorgungsgebiet sowie die zeitliche Abfolge und die geschätzten Kosten der zur Erfüllung der Abwasserbeseitigungspflicht noch notwendigen Maßnahmen sind in einem Abwasserbeseitigungskonzept darzustellen. Das Konzept wird alle 5 Jahre fortgeschrieben und ist der oberen Wasserbehörde vorzulegen.
Erster Beigeordneter Heinz Reusch stellte das den Ratsmitgliedern vorgelegte Abwasserbeseitigungskonzept der Verbandsgemeindewerke in seinen Schwerpunkten vor. Er betonte, daß wegen der besonderen topographischen Gegebenheiten in der Verbandsgemeinde Montabaur 17 Anlagen zur Entwässerung notwendig seien. 86 % Anschlußgrad bewiesen dabei einen hohen Leistungsstand im Abwasserbereich, der ohne Landeszuschüsse realisiert worden sei.
Als besondere Investitionsschwerpunkte der nahen Zukunft nannte Beigeordneter Reusch die im Bau befindliche Anlage in Girod, die ab 1993 vorgesehene Erweiterung der Kläranlage Montabaur, die Planung des Gruppenklärwerks »Gelbachtal« (in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Diez) sowie den Bau der Kläranlage Hübingen. Nach Realisierung dieser Projekte werde eine Anschlußdichte von 98 % erreicht.

